Die Bibelkritiker
Hans
Joss
Moderne, wissenschaftliche Theologie ist,
wenn man möglichst viel an der Bibel herummeckert.
Nach wissenschaftlich-theologischer Erkenntnis ist die Bibel nicht dazu da,
um danach zu leben, sondern um darüber kontrovers zu diskutieren.
Inhalt
1. Das Chaos der Bibelkritiker
2. Die Bibelkritiker im Licht der Bibel
3. Bibelkritik, Sünde und Schuld
4. Liebe zur Wahrheit, Liebe zur Lüge
5. Die Uneffizienz der Bibelkritiker
1. Das Chaos der Bibelkritiker
Theologen, die sich selber als modern, wissenschaftlich und kritisch bezeichnen, behaupten, sie seien fähig, in ca. 2000 - 5000 Jahre alten Schriften nachweisen zu können, welcher Satz zu welcher Zeit von welchem Literaten geschrieben resp. nicht geschrieben wurde und welche Kenntnis welche biblische Person hatte, resp. nicht hatte.
Zum Beispiel will Gerd Lüdemann, evangelischer Theologieprofessor der Uni. Göttingen wissenschaftlich nachgewiesen haben, dass Jesus und seine Jünger den Heiligen Geist der Dreifaltigkeit nicht kannten. Dieser sei erst später erfunden worden. (Spiegel Nr. 22 / 96). Die vielen Stellen von Jesus bei Johannes über den Heiligen Geist wären somit ebenfalls spätere Erfindungen. Aus dieser Angabe des Theologieprofessors Lüdemann lässt sich schlussfolgern, dass er offenbar die Bücher Mose nicht kennt. 1.Mose 1,1+2+26, 1.Mose 2,5 .
Im Gegensatz dazu hat Lüdemanns Kollege, der Heidelberger Neutestamentler Klaus Berger wissenschaftlich herausgefunden, dass Jesu Lehre vom Heiligen Geist nicht originell sei, da er diese bei den Schriften der Essener abgeguckt hätte. (Spiegel Nr. 22 / 96). Von den zwei zum Beweis angeführten Vergleichstexten aus den Qumran Rollen gleicht eine den Psalmen und die zweite ist gnostisch. Den Reden Jesu gleichen die angeführten Vergleichstexte nicht.
Nun, entweder Lüdemann oder Berger. Aber bitte nicht beide Theorien gleichzeitig. Hat Jesu seine Lehren abgeguckt, dann hat er sie gekannt. Hat er sie nicht gekannt, hat er sie auch nicht abgeguckt. Wie wäre es, wenn sich die Herren Professoren bei ihren untrüglichen, über alle Zweifel erhabenen, wissenschaftlich exakten Recherchen vorher absprechen würden, auf welche Seite herum sie als Christliche Theologen ihren Christus in den Dreck zu ziehen gedenken ?
Anfang dieses Jahrhunderts war die Theorie der "Christus-Mythe" Mode : Jesus sei eine Erfindung des 2. Jahrhunderts gewesen. Der britische Germanist Wels schrieb noch 1971 und 1975 darüber zwei Bücher. Die
"Bunte" hat diese Theorie 1995 zu Weihnachten aufgewärmt. Interessanterweise gilt aber unter den Bibelkritikern allgemein als korrekt, dass Jakobus existierte und der Bruder Jesu war. (Spiegel Nr. 22 / 96). Also: ob Jesus existierte, ist ungewiss, aber dass Jakobus sein Bruder war, das
weiß man. Jakobus war somit leiblicher Bruder einer 100-200 Jahre späteren Erfindung.
Bemerkenswert sind die vertretenen Ansichten über Paulus. Pfarrer Hermann Hettering erklärte 1995, der Häretiker Markion hätte im 2. Jahrhundert Paulus inklusive sämtliche Paulusbriefe frei erfunden. Nach Robert Eisenmann hat Paulus zwar gelebt, war aber ein Geheimagent der Römer. Im Gegensatz dazu sind aber nach Bultmann einige der Paulusbriefe sogar direkt von Paulus.
Vor 30 Jahren wurde von den Bibelkritikern Nietzsche entdeckt und die "Gott ist tot Theologie" propagiert. Danach sinnigerweise die
"Theologie nach dem Tode Gottes". Es folgte die Befreiungstheologie und Jesus wurde zum Sozialrevolutionär umfunktioniert. Dann kam die feministische Theologie und Gott war nicht mehr tot, sondern weiblich. (Frage: Auf welche Art und von wem wurde der vorher wissenschaftlich gestorbene Gott wieder auferweckt ? Auferweckung von den Toten gilt doch unter Bibelkritikern als unwissenschaftlich!) Als die feministische Uminterpretierung der Bibel an Reiz verlor, wurde Jesus zum tiefenpsychologischen Naturheiler umstilisiert. Etwas spät. Die Freudsche Psychoanalyse ist längst OUT. Die Transaktionsanalyse ist IN. Die tiefenpsychologische Welle hat aber ihren Zenit bereits überschritten. Aktuell ist grün gefärbtes
"man sollte" gemischt mit Toleranz des Unmoralischen.
Jede dieser als wissenschaftlich propagierten Theologie-Moden halten ca. 5-10 Jahre. Dann werden sie selbst für die bibelkritischen Theologen langweilig und diese wenden sich unkritisch einer neuen Modeströmung zu.
Und jede dieser Theologie-Moden nennt sich, wie eh und je, wissenschaftlich. Das einzige, was bibelkritische Theologen mit all ihren chaotischen, sich stets verändernden, sich gegenseitig widersprechenden Aussagen beweisen, ist, dass sie unehrlich sind und nicht die Wahrheit suchen, sondern die kritiklose Ablehnung der Bibel.
2. Die Bibelkritiker im Licht der Bibel
Die mathematischen Lehrbücher von Kusch sind bekannt und weit verbreitet. Jemand, der Kusch als unauthentisch erklärt und
bloß 15 % dessen Lehrsätze als korrekt anerkennt, lernt die Mathematik nie und wird
dadurch unfähig, mathematische Sätze zu beurteilen
Ein einfaches Beispiel einer arithmetische Aussage im Dezimalsystem :
( | 27 hoch minus 2/3 mal 1000 - 1 / 9 | / 3 - 1) hoch 0.5 = 6.
Korrekt ? Ja oder nein ?
Wer diese Kopfrechnung nicht innerhalb zehn Minuten beantworten kann, soll nicht behaupten, er beherrsche die Mathematik. Keiner, der Kusch als unkorrekt erklärt, kann entscheiden, ob die oben gestellte mathematische Gleichung korrekt ist. Wer behauptet, 2 + 2 ergebe im Dezimalsystem etwas anderes als 4, der kann natürlich behaupten, was er will. z.B. 2 + 2 ergebe 27, Bahnhof oder Käse. Alles ist erlaubt, solange nicht gleichzeitig behauptet wird, dies sein Mathematik
Bei der Bibel ist dies genau gleich. Die Bibel ist ein Lehrbuch. Wer nur ein Teil der Bibel als korrekt anerkennt, lernt die Lehre Jesu nicht und wird unfähig, biblische Sätze zu beurteilen.
Einige Beispiele : Gehören folgende Aussagen zur Lehre Jesu ? Ja oder nein ?
1. "Liebe Gott."
2. "Fürchte Gott"
3. "Vertraue Gott"
4. "Zittere vor Gott"
5. "Gott ist ein Gott der Liebe."
6. "Gott ist ein Gott des Zornes."
7. "Gott ist ein Gott der Barmherzigkeit."
8. "Gott ist ein Gott der Rache."
Wer die Lehre Jesu manipuliert, hat keine Möglichkeit mehr, zu entscheiden, was nun Lehre Jesu ist und was nicht. Dann kann jede Aussage sowohl korrekt als auch unkorrekt sein. Denn jeder, der Jesu Lehre manipuliert, tut dies nach seinen eigenen Methoden, wie es ihm für seine Zwecke als passend erscheint. Aber : Es geht hier aber nicht um Ansichten, die man haben oder nicht haben kann. Es geht um die Frage: Was ist wahr. Gott ist nicht von unserer Ansicht über ihn abhängig. Wir sind von Gott, dem ewigen Richter, abhängig.
Den Weg, den die Bibelkritiker einschlagen, um zu erkennen, ob die Bibel wahr oder nicht wahr ist, geht an dem, was die Bibel zu diesem Thema lehrt, total vorbei. Gott selber hat diesen, von den Bibelkritikern eingeschlagenen Weg, als nicht begehbar versperrt.
Paulus schrieb über Gott : "Sein Unsichtbares, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit wird seit Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien, weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr
unverständiges Herz verfinstert wurde." Röm. 1,20-21.
Jesus sprach : "Meine Lehre ist nicht mein, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich aus mir selber rede." Joh. 7,17.
Jesus sprach : "Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir." Luk. 10,21.
Wer Gott ehren, Gott danken, Gott anbeten und Gottes Willen tun will, dem wird die Fähigkeit gegeben, über die Lehre Jesu urteilen zu können. Da Bibelkritiker weder Gott ehren, noch Gott anbeten noch Gottes Willen tun wollen, erfüllen sie exakt alle Eigenschaften, die jemand haben muss, um die Lehre Jesu nicht beurteilen zu können.
Aus dem sich stets verändernden Chaos, das die Bibelkritiker als wissenschaftlich anpreisen, ist ersichtlich, dass die Aussagen der Bibel zuverlässig und wahr sind. Bibelkritiker können erkennen dass sie selber durch ihr eigenes Verhalten die Korrektheit von Röm. 1,20-21, Joh. 7,17 und Luk. 10,21 voll bestätigen. Würden die Bibelkritiker mit ihrer fehlenden Liebe zu Gott die Bibel als korrekt beurteilen, dann wäre die Bibel unglaubwürdig. Denn die Bibel verlangt die Bereitschaft, Gott zu gehorchen, als Vorbedingung zum Erkennen.
3. Bibelkritik, Sünde und Schuld
Ändert jemand seine Moral, so ändert sich seine Theologie und umgekehrt.
Ein leidenschaftlicher Lügner, der stolz auf seine Kunst war, mit seinen Mitmenschen spielen zu können, entdeckte die Bibel. Seine Leidenschaft verschwand. Heute ist er ehrlich. Eine Theologin, die klar zur Lehre Jesu stand, heiratete einen unmoralischen Bibellehrer und
ließ sich scheiden, um einen Theologen zu heiraten. Heute redet sie gegen die wörtliche Interpretation der Lehre Jesu. Aussagen wie
"wer eine Geschiedene heiratet, bricht die Ehe" oder "Ehebrecher wird Gott richten", sind jetzt theologisch unbrauchbar und müssen weginterpretiert werden.
Im eigenen Leben tolerierte Unehrlichkeit, Schuld oder Unmoral führt zu Zwang, die dementsprechenden Bibelstellen wegargumentieren zu müssen. Wie man das macht, ist
Geschmackssache. Mehr wissenschaftlich orientierte probieren dies über eine Umdatierung der ungeliebten Stellen und erklären diese als
"nicht authentisch". Problem gelöst. Evangelikale pflegen ungeliebte Aussagen der Bibel als
"gesetzlich" oder "nicht mehr zeitgemäß" abzulehnen. Charismatiker nehmen Joel 3 zu Hilfe und klassifizieren ihnen unbequeme Bibelstellen als
"vom Geist nicht für die Endzeit bestimmt". Psychologisch Angehauchte flüchten in tiefenpsychologische Therapieformen und interpretieren Sünde, Schuld und Unmoral als gesellschaftsbedingte, therapierfähige Probleme.
Unmoral und die Lehre Jesu können nicht über längere Zeit gleichzeitig in einem Menschen wohnen. Entweder wendet sich ein Mensch gegen die Unmoral - und bereut seine Schuld wie David seine Schuld bereute, nachdem er Uria die Bathseba ausspannte und diesen umbringen
ließ - oder er ist gezwungen, sich gegen die Lehre Jesu zu wenden und diese für seinen eigenen, persönlichen Moralstandard zurechtzustutzen. Die Wahl der frommen Ausreden ist dabei belanglos. So mach
z. B. 1.Tim.3,2-5 aus unterschiedlichen Gründen sowohl katholische wie auch geschiedene Theologen nervös. Math. 24,24 nervt Theologen der Propheten- und der Toronto-Bewegung. Und Theologen, denen Gott nicht mehr antwortet, wie auch Saul keine Antwort mehr von Gott erhielt, frustriert die
gesamte wortwörtliche Lehre der Bibel.
Etwas provokativ ausgedrückt lässt sich folgende Regel aufstellen : Sage mir, welche Bibelstellen Du ablehnst und ich sage Dir, welche Unehrlichkeit, welche Schuld oder welche Unmoral Du vor Dir selber, Deinen Mitmenschen und vor Gott, dem ewigen Richter, versteckst.
Moralische Theologen bevorzugen eine Theologie mit Moral und unmoralische Theologen bevorzugen eine Theologie ohne Moral. Ausschlaggebend, welche Theologie der einzelne für korrekt erklärt, hat wenig mit wissenschaftlicher Erkenntnis zu tun, sondern ist eine Frage der Ehrlichkeit und der Moral. Wissenschaftliche Argumente gibt es für alle theologischen Richtungen. Ehrliche, halbehrliche und verlogene. Und auch hier empfinden ehrliche Menschen die ehrlichen Argumente als korrekt und die unehrlichen, wie es ihrer Art entspricht, die unehrlichen.
Wer die Lehre Jesu, genau so, wie sie in der Bibel steht, ohne jegliche Veränderung, ohne jegliche eigenen Zutaten, als wahr und korrekt betrachtet, muss aufrichtig und ehrlich sein. Dies ist nicht anders möglich. Zur Verdeutlichung lese man Daniel 9,3-19. Jemand, der einen solchen Text schreiben kann, muss durch und durch ehrlich sein. Wer einen solchen Text mit aufrichtiger Zustimmung und ernsthafter Bejahung lesen kann, ebenfalls. Dem Unehrlichen wird beim Lesen dieses Textes sofort unwohl. Er wird zum Widerspruch gereizt und ist gezwungen, den Text abzulehnen, abzuändern oder umzudeuten. Bitte ausprobieren und testen.
Wer in der Bibel nur diejenigen Stellen herauspickt, die seiner Ideologie gleichen, lernt die Lehre Jesu nie. Wer Ehrlichkeit sucht, der lerne die Lehre Jesu, exakt so, wie sie in der Bibel steht und achte dabei vor allem auf diejenigen Stellen, die ihm missfallen. Erste Voraussetzung ist, dass man das, was Jesus lehrte, kennt. Jesus lehrt:
"Wer meine Gebote hat und hält". Joh. 14,21. Beides ist Voraussetzung. Wichtig ist, dass unter Jesu Lehre wirklich Jesu Lehre verstanden wird. Und nichts anderes. Man hüte sich vor jeglicher abweichender Auslegung jeglicher Richtung. Egal ob diese sich wissenschaftlich, evangelikal, katholisch, charismatisch oder
sonst wie nennt.
4. Liebe zur Wahrheit, Liebe zur Lüge
Nach den Theorien der Bibelkritiker stammt in der Bibel nichts von Johannes, Petrus, Jakobus usw. Ihre Schriften seien von
unbekannten Christen verfasst worden.
Nach Ansicht der Bibelkritiker existiert kein Schriftstück von Johannes, Jakobus oder Petrus usw. Folglich sind weder deren Ansichten, noch Schreibstil, noch Wortschatz bekannt. Auch ist kein Vergleichsdokument der verschiedenen unbekannten Christen bekannt. Sonst wären diese ja nicht unbekannt, sondern bekannt. Daraus folgt, dass kein Vergleich und auch keine Zuordnung möglich ist. Den Behauptungen der Bibelkritiker fehlt somit jegliche Grundlage. Nehmen wir mal an, ich zeige jemandem einen Brief und frage: "Ist dieser Brief von meinem Freund oder von einem
unbekannten Schreiber ?" Egal, welchen Inhalt der Brief hat: solange kein Vergleich zu Schriftproben, Ansichten und Wortschatz vorliegt, ist so eine Frage schlichtweg nicht entscheidbar. Wer dies trotzdem tut, beweist nichts
außer seiner Unehrlichkeit.
Da nun nach Ansicht der Bibelkritiker keine Vergleichsschriften vorliegen, wäre die Behauptung,
"Jakobus schrieb die Petrusbriefe", "Petrus die Johannesbriefe" usw. exakt genau gleich wissenschaftlich resp. unwissenschaftlich wie die Annahmen von unbekannten Schreibern. Auch folgende Aussage ist genau so korrekt resp. unkorrekt :
"Petrus gab sich als Autor von Texten unbekannter Christen aus". Jegliche Permutation ist genau gleich wahrscheinlich. Unter ehrlichen Wissenschaftlern gilt: Wenn von einer These deren Gegenteil genauso wahrscheinlich ist, so ist die These zu verwerfen. Aus den Behauptungen der Bibelkritiker lässt sich somit ableiten, dass diese keine Lust haben, ehrlich zu argumentieren.
Eine der Hauptpfeiler des christlichen Glaubens ist die Wahrheit und die Wahrhaftigkeit. Jesus ist der König der Wahrheit. Sein Reich ist das Reich der Wahrheit. Der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit. Vor allem Johannes schrieb viel von der Wahrheit. Jakobus schrieb sehr ernsthaft von der Ehrlichkeit. Die Apostel waren durch und durch ehrliche Menschen. Die ersten Christen auch. Es ist nicht möglich, derart tief und ernsthaft über Wahrheit und Ehrlichkeit zu schreiben, und gleichzeitig beim Absender zu lügen.
Die Korrektheit der Lehre der Bibel ist praktisch erlebbar. Die Bibelkritiker behaupten, Wunder seien unwissenschaftlich. Fragt echte Christen verschiedener Konfessionen - Heilsarmee, Pfingstler, Täufer, Karmeliter, Franziskaner,
usw. - nach ihrer Liebe zu Jesus, nach ihrer Liebe zur Lehre Jesu und nach ihrem Gebet zu Jesus. Je
größer die Liebe zu Jesu, je echter die Liebe zu Jesu Lehre, und je intensiver das Gebet der Liebe zu Jesus, desto natürlicher ist das Erleben von Wundern. Die Ablehnung von Wundern beweist nicht die Unkorrektheit der Bibel, sondern die fehlende Liebe zu Jesus, zu Jesu Lehre und Gebet zu Jesus.
Ein Ehrlicher kann nur ehrlich schreiben, ein Lügner nur verlogen. Ein Halbehrlicher nur halbehrlich. Ein ehrlicher Mensch kann einen Lügner schnell als Lügner erkennen. Das Umgekehrte geht aber schlecht. Da einem Lügner die Ehrlichkeit fremd ist, kann er ein ehrliches Schriftstück nicht als solches erkennen, da ihm das Gefühl für Ehrlichkeit fehlt. Ein ehrlicher Mensch vermutet immer zuerst, dass sein Gegenüber auch ehrlich sei. Während ein Lügner stets vermutet, sein Gegenüber sei genau so verlogen wie er selber. Keinem ehrlichen Menschen kommt in den Sinn, dass bei einem ehrlichen Text der Absender verlogen sein könnte. Zu einer solchen Phantasie gehört ein verlogener Charakter. Da die Bibelkritiker nun die Schreiber der Texte der Bibel als Lügner hinstellt, beweisen sie dadurch noch lange nicht, dass die Schreiber der Bibeltexte Lügner sind, sondern sie beweisen dadurch, wes Geistes Kind sie sind. Nach Bultmann ist kein Satz der Evangelien authentisch. Nach neueren Forschungsergebnissen von Lüdemann 15 %. Lüdemann erklärt aber nicht, wieso jetzt 15 % plötzlich wieder wahr sein sollen. Die Wahrheit der Bibel steigt und fällt bei den Bibelkritikern wie der Wechselkurs. Da die Bibelkritiker kritiklos hinter beinahe jedem Satz der Bibel eine Verdrehung oder Unehrlichkeit vermuten, und jeder Mensch nach seinem eigenen Wesen urteilt, muss folglich bei beinahe jeder ihrer eigenen Aussagen eine Verdrehung resp. Unehrlichkeit vorliegen.
5. Die Uneffizienz der Bibelkritiker
Der Bibel wird geglaubt, weil ihre Lehre als gut erkannt und geliebt wird. Und nicht, weil irgend ein Theologe sagt, sie sei aus wissenschaftlichen Überlegungen als authentisch zu erklären. Jeder Akademiker nennt seine Ansichten wissenschaftliche Erkenntnis. Geistes-Wissenschaftlich kann, je nach Blickwinkel, alles und jedes incl. dessen Gegenteil sein. Deshalb ist eine Theologie, die als Grundlage eine geisteswissenschaftliche Aussage hat, nichts wert. Sobald diese wissenschaftliche Erkenntnis irgendwie wackelt, wackelt auch die darauf bauende Theologie.
Natur-Wissenschaftlich ist die Bibel sehr wohl belegbar. Die Bibel ist mit der modernen Naturwissenschaft im Einklang. Man lese die wissenschaftlichen Schriften des Arztes Wilder Smith, des Ingenieurs Werner Gitt, des Informatikers Wolfgang Kuhn, des Geologen Whitecomb, des Archäologen P. J. Wiseman, usw. Die Bibelkritiker stehen seit über 100 Jahren im krassen Widerspruch zu den Naturwissenschaften. Solang die Bibelkritiker die christlichen Naturwissenschaftler systematisch nicht zur Kenntnis nehmen, ist ihr Gerede von moderner wissenschaftlicher Erkenntnis reine Heuchelei.
Nun ist aber die Wahrheit der Bibel sehr wohl ohne Theologen - und auch ohne Wissenschaftler - erkennbar. Betendes Lesen der Bibel genügt. Da die Bibelkritiker nicht betend lesen, weil sie einen Gott, der Gebete erhört, ablehnen, ist es ihnen versperrt, die Bibel zu verstehen.
Nach Aussage des Spiegels 22 / 96 sitzen in Deutschland hauptsächlich Bibelkritiker auf den Lehrstühlen für Neues Testament. Es gibt kaum eine Universität, an der es als Tatsache gelehrt wird, dass Jesus für unsere Sünden starb. Nach derselben Quelle glauben dies aber, Universitätstheologen hin oder her, 29 % der Westdeutschen. Diese Zahl ist erstaunlich hoch.
Bibelkritik und Ablehnung der Bibel ist nichts Neues. Das war vor 50, 100, 200 Jahren nicht anders. Bibelkritiker kommen und gehen. Im Gegensatz zu den Büchern der Bibelkritiker werden die Bücher derjenigen, welche die Bibel liebten - z.B. Tersteegen, Jung-Stilling, Lavater, Spurgeon, Blumhardt, u.s.w. - immer und immer wieder nachgedruckt. Trotz der Erklärung der Bibelkritiker, die Bibel sei historisch wertlos, ist die Bibel weltweit das am meisten geliebte Buch mit einer jährlichen Auflage von ca. 25’000’000 und einem jährlicher Zuwachs von 20 %. Viele Buchhandlungen leben vom Verkauf
ausschließlich christlicher, die Bibel bejahender Bücher. Die Autorenliste eines evangelikalen christlichen Bücher-Kataloges umfasst ca. 500 Autoren. Die Bücher der Bibelkritiker werden aber in keiner christlichen Buchhandlung angeboten.
Woher kommt dieses Desinteresse an dem, was Bibelkritiker schreiben ? Woher kommt diese offensichtliche Uneffizienz der Bibelkritiker ? Die Theologiestudenten lernen: Es gibt keinen Gott, der Wunder tut. Nun kommen sie als Pfarrer in eine Gemeinde. Problem: Wie soll man einem betenden Christen, der in seinem Leben Wunder Gottes erlebte, erklären, er hätte, da unwissenschaftlich, seine Erlebnisse nicht erlebt ? Ein Pfarrer, der dies versucht, macht sich lächerlich. Einen Gott, der keine Wunder tut, ist kein Gott. Wenn Gott aber nicht Gott ist, was will denn der bibelkritische Pfarrer eigentlich auf seiner Kanzel ? Was kann ein Theologe, dem die Wunder Gottes in seinem eigenen Leben fremd sind,
Interesanntes über Religion erzählen ? Niemand kann verstehen, wenn jemand einem Buch, dessen Inhalt er falsch findet, sein Leben widmet.
29 % der Bevölkerung sind Christen, die an die Erlösung durch Jesu Tod glauben. Eine durchschnittliche Kirchgemeinde umfasst ein Gebiet von 2000 - 5000 Personen. 29 % davon sind ca. 600 - 1500 Personen. Man vergleiche diese Zahlen mit den sonntäglichen Kirchenbesuchern. Die meisten Theologen predigen an den Bedürfnissen der oben erwähnten 29 % vorbei. Denn Theologen, die an die wortwörtliche Wahrheit der Bibel glauben und dies klar verkünden, predigen in vollen Kirchen.
Theologieprofessoren dozieren in’s Leere. Was soll die Bibelkritik, wenn sie weder auf der Kanzel, noch in der Seelsorge, noch im Umgang mit gläubigen Menschen, noch im Lichte der Naturwissenschaften etwas taugt ? Eine Theologie, deren Gott nicht Gott ist, gehört verschrottet.
Quelle: http://www.hjp.ch/texte/Kritik/Bibelkritiker.htm