Widersprüche
zwischen
Offenbarungstexten und Bibel
Frank Müller
Hier beschreibe ich, der Webmaster dieser Seite, Widersprüche der Offenbarungstexte zur Bibel, die ich entdeckt habe bzw. entdeckt habe zu glauben. Mir geht es um ein ernsthaftes Prüfen, was für mich bedeutet, auch die Bereitschaft zu haben, Offenbarungsaussagen zu verwerfen und diese nicht künstlich zurecht zu biegen. Denn die Bibel ist für mich die Grundlage. Da, wo die Offenbarungstexte eindeutig der Bibel widersprechen, werden sich diese für mich der Bibel unterordnen müssen. Es gilt aber zu unterscheiden, ob der Offenbarungstext der Bibel widerspricht oder nur einem Dogma. Denn in manchen Dingen kann man die Bibel unterschiedlich auslegen, was ja die vielen unterschiedlichen Konfessionen beweisen.
Hier behandele ich nur Widersprüche, die ich selbst gefunden habe. Auch gebe ich nur meine eigenen Lösungen bzw. Erkenntnisse wieder, "plappere" also keine Antworten von anderen nach.
Es kann sein, dass dieser Artikel von Zeit zu Zeit geändert wird. Denn meine Erkenntnis wächst ja mit der Zeit und dementsprechend werde ich auch den Artikel ändern.
Frank Müller
17.03.08 16:20 (Am Datum kann man erkennen, ob ich zwischenzeitlich die Seite geändert habe.)
Gotteskindschaft
Ich stellte einen Widerspruch zwischen Bibel und Offenbarungstexten in Bezug auf die Frage der Gotteskindschaft fest.
Bei Lorber steht:
"Wer Gott nicht in allem völlig ähnlich wird, der wird auch kein Gotteskind". (GEJ 7, Kap. 139, 7).
Auch bei Dudde existiert der selbe Gedanke.
Die Bibel lehrt:
"Denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben in Christus Jesus." (Gal, 3, 26).
"Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.!" (1. Joh. 3, 1-2). Obwohl sie Gott noch nicht gleich waren, bezeichnet Johannes in seinem Brief die Gläubigen als Gotteskinder.
Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch wiederum fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. (Röm 8, 14-17).
Eine kurze Erklärung bei Wikipedia
Die Bibel lehrt, dass wir bereits durch den Glauben an Jesus Seine Kinder sind und erst danach Gott nachahmen sollen (Epheser 5,1).
Jakob Lorber und auch Dudde lehren, dass wir solange keine Kinder Gottes sein können, solange wir nicht vollkommen sind. Wir sollen also zu erst Gott nachahmen, damit wir Seine Kinder werden können.
Für mich sah das erst wie ein Widerspruch aus, habe aber eine Lösung gefunden, die der Bibel und den Offenbarungstexten gerecht wird.
Das Problem in den Texten in dieser Beziehung bei Lorber/Dudde ist, dass sie "Gotteskindschaft" anders definieren als die Bibel. Wer im Glauben Jesus angenommen hat, den bezeichnet die Bibel als Gotteskind, während bei Lorber/Dudde erst jemand als Gotteskind bezeichnet wird, wenn er Gott in allem ähnlich ist, wenn er die höchste Stufe der Glückseligkeit erreicht hat.
Obwohl laut Lorber und Dudde wir noch keine Gotteskinder sind, werden wir doch bei Dudde als Kinder bezeichnet. "Alle Menschen sind meine Kinder" (BD4995) lesen wir bei Dudde. Daraus ergibt sich aber ein Widerspruch zur Bibel, denn diese bezeichnet die ungläubigen Menschen als Geschöpfe, ja gar als Satans Kinder (Joh. 8, 44), aber nicht als Seine Kinder. Fehler bei Dudde? Ich denke nicht, denn im Laufe der Kundgabe bezeichnet Dudde diese Kinder dann aber doch "nur" als Geschöpfe, so wie die Bibel. Als Beispiel wird das Gleichnis vom verlorenen Sohn angebracht. Für mein Gefühl finde ich es richtig, dass auch der "verlorene Sohn" Sein Kind in gewisser Weise ist. Wenn ein Kind das Vaterhaus verlässt, ist es ja immer noch das Kind seiner Eltern. Auch wenn wir laut Lorber/Dudde noch keine Gotteskinder sind, will der Vater, dass wir ihn als Seine Kinder, als Seinen Vater betrachten (BD 4162) und sind somit dann doch wieder Seine Kinder.
Fairerweise muss man auch sagen, dass nicht nur die Offenbarungen mißverständlich sein können, sondern auch die Bibel. Einerseits bezeichnet uns Johannes als Gotteskinder, andererseits sagt er: "Wer Gott zum Vater hat, sündigt nicht, weil das Erbgut seines Vaters in ihm wirkt" (1. Joh. 3, 9). Da wir aber alle noch sündigen, wären der Herr ja dann nicht unser Vater. Oder bei Math. 5,9 steht: "Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Bibel und Offenbarungstexte stimmen überein, wenn es darum geht, dem Vater gleich zu werden, dass wir in einem Wachstums- und Reifeprozeß stehen.
Die Kundgaben von Johanna Hentzschel sind m. E. etwas unmißverständlicher. In Kundgabe 27 lesen wir z. B: "Aber ihr bleibt am Kreuz stehen, ihr nehmt die Gotteskindschaft nicht voll und ganz an und macht keinen Gebrauch von eurem Kindesrecht." Auch bei ihr ist die Gotteskindschaft ein Gnadengeschenk, was man nur annehmen brauchen.
Wie ich also an diesem Beispiel selbst erlebte, können Widersprüche der Offenbarungstexte zur Bibel daher kommen, dass den Begriffen eine andere Bedeutung beigemessen wird. Wenn man diese aber überdenkt, kann man vielleicht zur Harmonie mit der Bibel gelangen.
Fazit
für mich:
1. Ich bin ein Gotteskind, da die Bibel mir das sagt. Allerdings bin ich
noch ein "unreifes" Gotteskind, was erst mal reifen und wachsen muss,
um ein "reifes" Gotteskind zu werden. Denn irgendwann werde ich Ihm gleich
sein (1. Joh. 3, 2). Wie ein Kind zu werden bedeutet, in Jesus Ebenbild
umgestaltet zu werden. Denn wir sollen werden wie Kinder. (Mt 18, 3).
2. Ungläubige sind Seine Geschöpfe, aber wenn man es von einer anderen Warte
aus betrachtet, doch schon irgendwie Seine Kinder, die das Vaterhaus verlassen
haben, die Ihm also fern sind. Aber ich bezeichne sie nicht als Gotteskinder, da
weder die Bibel noch die Offenbarungstexte es tun.
Heiliger Geist - Eine Person oder eine Kraft?
In der Christenheit herrscht Unstimmigkeit darüber, ob der Heilige Geist eine "Person" oder "nur" eine "Kraft" Gottes ist.
In Offenbarungstexten wird dieser als "Kraft" dargestellt, ganz im Gegensatz zu einigen christlichen Konfessionen. Warum herrscht in der Christenheit darüber eine solche Uneinigkeit? Das rührt vielleicht daher, dass die Bibel darüber keine genaue Aussage macht.
Es gibt Stellen in der Bibel, woraus man schlußfolgern könnte, dass der Heilige Geist eine Person ist.
Der Heilige Geist hat die Eigenschaften einer Person:
Wille (1.Korinther 12,11)
Intellekt (1.Korinther 2,10-13)
Gefühle (Epheser 4,30; Jakobus 4,5)
Der Heilige Geist handelt als Person:
befiehlt (Apostelgeschichte 8,29)
redet (1.Timotheus 4,1)
tut Wunder (Apostelgeschichte 8,39)
bezeugt (Johannes 15,26)
hilft beim Beten (Römer 8,26)
lehrt (Johannes 14,26)
verbietet (Apostelgeschichte 16,7)
verhindert (Apostelgeschichte 16,6)
leitet (Römer 8,14)
überführt (Johannes 16,8)
Wer Bibelstellen kennt, dass der Heilige Geist eine Kraft sei, kann mich gerne anmailen.
Fazit
für mich:
Noch gar keins, da ich mir noch keine Meinung gebildet habe.
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