Prophetisch Göttliches Wort
empfangen von Bertha Dudde

Studium garantiert kein geistiges Wissen
BD.
Nr. 8842: Studium garantiert kein geistiges Wissen ....
21.08.1964
Es ist ein weites Gebiet, das euch erschlossen wird durch Meine Ansprache von oben. Ihr dringet ein in euch unbekanntes Land, ihr nehmet ein großes, umfangreiches Wissen entgegen, und ihr könnet euch ungewöhnlich bereichern an geistigem Gut. Doch das verpflichtet euch auch zur Weitergabe, denn das Geistesgut soll überall hell erstrahlen, wo sich aufnahmewillige Herzen finden. Denn was ihr empfanget, das ist Wahrheit, und ob sie auch immer wieder Anstoß erregen wird bei denen, die ihren Verstand höher einschätzen als geistige Übermittlungen. Doch solange die Menschen sich nicht frei machen können von traditionell-übernommenem Geistesgut, so lange sind sie auch nicht fähig, die reine Wahrheit zu erkennen. Denn was durch Studium gewonnen wird, das ist totes Wissen, wenn der Geist derer nicht erweckt ist, die sich ein solches Wissen aneignen. Und darum werdet ihr dort die größte Ablehnung erfahren, wo nur der Verstand beteiligt war, wo Ich Selbst nicht sprechen konnte, weil Ich zum Geist des Menschen spreche, der mit dem Vatergeist von Ewigkeit die Bindung aufrechterhält. Selten nur werdet ihr dort Verständnis finden, was euch aber nicht hindern soll, einzutreten für die alleinige Wahrheit, denn es wird euch kein Mensch das zu widerlegen imstande sein, weil Ich Selbst diese Wahrheit zur Erde leite und Meinen Argumenten wahrlich nichts entgegengesetzt werden kann. Daß sich die Menschen Stellen aus der Bibel nach ihrem Gutdünken auslegen, läßt nur immer deutlicher ihren Irrtum erkennen, den sie sich nur nicht eingestehen wollen auf Grund ihres jahrelangen Studiums. Doch was nützet dieses ohne die Erweckung des Geistes. Und welchen Irrtum hat es schon zustande gebracht .... Und eure Aufgabe ist es, dagegen anzugehen, allen Irrtum aufzudecken und den Menschen die unverhüllte Wahrheit darzubieten, die sie dann auch weit eher annehmen werden als Geistesgut, das Anspruch auf "Wahrheit" machen kann. Was ihr nun unternehmet, um das Wissen von oben den Menschen zuzuleiten, das hat Meinen Segen, und es wird auch seinen Zweck nicht verfehlen, denn wie viele Menschen nehmen an der verbildeten Lehre Anstoß, und sie werden glücklich sein, eine ihnen annehmbare Erklärung gefunden zu haben. Doch ihr werdet euch die Menschen zu Feinden machen, die auf ihrem durch Studium gewonnenen Wissen beharren, eben weil ihnen die Erweckung des Geistes mangelt. Doch das soll euch nicht stören, denn ihr arbeitet in Meinem Auftrag .... Ihr verkündet die Wahrheit, die allein in Mir ihren Ausgang hat .... und ihr übertreffet wahrlich jene an Wissen, denn ihr könnt Aufschluß geben über alle jene Dinge, die der Erschaffung der Welt und des Menschen vorangegangen sind .... Und das ist wahrlich so bedeutungsvoll, und es kann euch nicht widerlegt werden. Jene können es nur zurückweisen als unglaubwürdig, sie werden aber keine bessere Erklärung und Begründung ihres Seins auf dieser Erde geben können. Sie werden zugeben müssen, daß sie darüber auch durch Studium nichts erfahren haben .... was aber durch Mich Selbst den Menschen erklärt worden ist. Ihr Menschen könnet euch doch nicht einbilden, daß ihr .... die ihr in einem hohen Verstandeswissen steht .... ein Vorrecht besitzet gegenüber dem Menschen mit schwächerem Verstand, wenn es um die Erreichung der Seelenreife geht .... Ihr könnet doch von eurer Verstandesschärfe nicht die "Seelenreife" abhängig machen, weil ihr "studieren" konntet .... wenn ihr nicht zuvor euren Geist erwecket, der euch dann aber auch auf den Irrtum hingewiesen hätte. Dagegen kann ein schwacher Verstand zur Erweckung des Geistes gelangen, weil dazu nur die Liebe nötig ist und diese eben geübt werden muß, um den Geist zum Leben zu bringen. Und wer diese Liebe lebt, der kann sich nicht mit Irrlehren einverstanden erklären .... Er weiß es genau, wo sich der Irrtum eingeschlichen hat, und er wird sich voll und ganz dafür einsetzen, diese Irrlehren auszurotten. Ob ihr nun dieser oder jener Geistesrichtung angehört .... bevor ihr nicht den Geist zum Leben erwecket, bleibt euer Wissen ein totes Wissen, das keine Kraft auszustrahlen vermag auf die Zuhörer .... Das sei allen denen gesagt, die Meine Offenbarungen zurückweisen auf Grund ihres Weltwissens, das Ich darum nicht anders benennen kann, weil es auf dem Wege des Studiums erzielt wurde, aber nicht für Wahrheit garantiert, die allein nur von Mir .... als dem Urquell der Wahrheit .... erlangt werden kann ....
Amen
BD.
Nr. 6705: Überlieferung .... Studium, totes Wissen ....
Licht ....
04.12.1956
Das Wissen beseligt euch nicht, wenn euch die Liebe fehlt, denn es ist solange nur ein totes Wissen, das der Verstand aufgenommen hat, das aber das Herz noch nicht berühren konnte, dem die Liebe mangelt. Das sollten auch diejenigen beherzigen, die ein geistiges Wissen sich erwarben durch Studium, deren Verstand eifrig an der Arbeit ist, die sich viel solchen Wissens aufspeichern und glauben, nun auch geeignet zu sein, als Meine Verkünder, als Meine Vertreter tätig sein zu können. Sie kennen noch nicht den Unterschied zwischen einem solchen erworbenen Wissen und dem Wissen, das durch Liebeswirken ihnen von innen zugeht .... Und sie müssen diesen Unterschied erst kennenlernen, bevor sie Mir rechte Diener auf Erden sein können. Das rechte Licht in ihnen entzündet erst die Liebe, und dann erst werden sie hell und klar alle Zusammenhänge erkennen, dann werden sie aber erst lebendig reden können, weil sie selbst durch ein Liebeleben erst zum Leben gekommen sind und nun auch den Mitmenschen verhelfen können, ebenfalls zum Leben zu gelangen. Jegliches Wissen, auch die reine Wahrheit, bleibt denen unverständlich, die ohne Liebe dahingehen, wenngleich sie sich verstandesmäßig damit befassen, aber es ist ein angelerntes Geistesgut, das ihnen wenig Erhellung bringt und das sie also pflichtgemäß weiterleiten, wenn sie sich ein Lehramt verschaffen, das aber niemals lückenlose Erklärung ist auf Fragen (Aufklärung gibt über Fragen), die ein ernstlich nach Wahrheit verlangender Mensch ihnen stellen wird. Denn die Zusammenhänge bleiben ihnen fremd, weil diese den Menschen zu erklären Ich Selbst Mir vorbehalten habe, aber dafür auch Bedingungen stelle: daß der Mensch ein Liebeleben führe. Dann erst erleuchte Ich seinen Geist, und dann erst ist er fähig, mit seinem Wissen so zu arbeiten, daß es Segen bringt, daß die Herzen angesprochen werden und das Tote zum Leben kommt. Darum kann nicht jeder zum Lehramt tauglich sein, selbst wenn sein Verstand hoch entwickelt ist und er menschlich gesehen über ein großes Wissen verfügt. Er bringt dann seinen Schülern immer nur das gleiche tote Wissen bei, es werden immer wieder bestimmte Worte und Sätze gebraucht, die .... wenn ernstlich darüber nachgedacht wird .... völlig sinnlos sind, aber es sind "Überlieferungen", an denen nicht gerüttelt wird. Ist ein Mensch erleuchteten Geistes, dann lassen ihn stets die Lehren stutzig werden, und er sucht sie zu erfassen .... Also er fordert Meine Unterstützung an und bittet Mich um Aufklärung und erkennt dann hell und klar, wie sie zu verstehen sind oder ob es nur wertlose Aussprüche sind, die eine gewisse Unkenntnis verdecken sollen. Es ist geistiges Gut nicht durch Studium zu gewinnen, denn solange der Geist nicht erleuchtet ist als Folge eines Liebelebens, ist jenes Gedankengut nur als weltliches Wissen zu werten, selbst wenn es geistige Probleme berührt. Sowie Ich Selbst aber wirken kann im Menschen, dringt dieser erst in die Tiefe dessen ein, was sein Verstand aufgenommen hat .... Und dann wird es plötzlich Licht in ihm, dann weiß er auch, daß das Licht der Erkenntnis ein wahrhaft köstliches Gut ist, und dann ist er so innig mit Mir verbunden in Gedanken, im Gebet und durch ständiges Liebewirken, daß er mit Schrecken jener Zeit gedenkt, da er nur ein toter Verkünder Meines Wortes gewesen ist .... Denn nun ist Leben in ihm, und nun ist das Wissen in ihm zur Erkenntnis geworden, nun kann er mit Recht behaupten, daß ihm ein Licht entzündet wurde. Aber nimmermehr leuchtet ein solches Licht, wo keine Liebe ist .... die Liebe, die völlig uneigennützig dienet, die stets beglückt und niemals fordert .... Bevor der Mensch nicht diese innige Bindung mit Mir eingegangen ist durch Liebewirken, wird er niemals von sich sagen können, wissend zu sein, denn die rechte Erkenntnis kann er nur von Mir Selbst erlangen, die rechte Erkenntnis kann nicht erlernt werden, sondern sie muß durch Liebewirken erworben worden sein ....
Amen
BD.
Nr. 7428: Wissen durch Studium oder durch den Geist ....
14.10.1959
Oft glaubet ihr Menschen, viel zu wissen, und ihr seid doch geistig blind. Denn alles geistige Wissen ist erst lebendig, wenn euer Geist erweckt wird .... Zuvor aber bleibt es ein totes Wissen, ein angelerntes Gedankengut, das nicht besser oder wertvoller ist als irdisches Wissen. Und ob ihr noch so tief zu schürfen sucht, was ihr kraft eures Verstandes allein zu erringen trachtet, wird niemals geistiges Wissen genannt werden können, denn die Erweckung des Geistes erst gehört dazu, um auch jenes Wissen zu verstehen und sich zu eigen zu machen. Es geht nicht nur um den Inhalt des Gedankengutes, auf daß es zu geistigem Wissen gezählt werden kann .... es geht allein darum, ob der Mensch "geweckten" Geistes jenes Wissen durchdenkt und sich zu Gedankeneigentum macht, denn dann erst kann er von "geistigem Wissen" sprechen, das ihn erfüllt, dann erst wird er auch das verstehen, was ihm zuvor trotz größter Verstandestätigkeit nicht recht einleuchtend ist. Und so können zwei Menschen nicht die gleichen Wege gehen, aber doch über das gleiche geistige Wissen verfügen, nur kann es dem einen voll verständlich sein, während der andere nur den Buchstabensinn erfaßt und keinen geistigen Gewinn aus seinem Wissen zieht. Denn ebender Weg ist maßgebend für den Wert des Wissens, auf dem er zu diesem gelangt ist .... Der eine nimmt es von außen auf durch Studium und eifrige Verstandestätigkeit, dem anderen teilt es der Geist mit, der in eines jeden Menschen Seele wohnt. Und dieser Geist ist lebendiges Anteil Gottes, also muß auch das, was er gibt, lebendig sein .... Es muß der Mensch in ein Wissen eingeführt werden, das hell erstrahlet und ein wahres Licht bedeutet für den, der zuvor in der Finsternis wandelte. Und über dieses Wissen kann der erstere nicht verfügen, denn er hat nur den Buchstabensinn erfaßt, er hat sich mit dem Sinn der Buchstaben auseinandergesetzt, ohne daß es in ihm Licht wurde, denn wahres Licht kann ihm nur der Geist vermitteln, der nur erweckt zu werden braucht, um sich auch zu äußern durch die innere Stimme .... Und ein erweckter Geist kann nun auch den Mitmenschen aufklären, was dem noch Unerweckten nicht möglich ist, denn er gibt nur den leeren Buchstabensinn weiter, den er selbst aufgenommen hat. Es muß der Mensch den Geist in sich zum Leben erwecken, dann erst kann er von rechtem Wissen, von der Wahrheit und vom Licht sprechen. Und der Geist kann nur durch die Liebe zum Leben kommen, es muß der Mensch ein Liebeleben führen getreu den göttlichen Geboten, und unwiderruflich wird dadurch sein Geist lebendig werden und ihn von innen heraus belehren. Doch bevor dieser Vorgang der Erweckung des Geistes nicht stattgefunden hat, werden sich die Menschen mit Fragen plagen, wenn sie es ernst meinen mit der Wahrheit; oder aber sie verfügen über ein Maß von Gedankengut, das sie eifrig vertreten als Wahrheit, doch innerlich selbst nicht die Überzeugung aufbringen können, für die reine Wahrheit zu kämpfen, weil diese innere Überzeugung auch erst der Geist ihnen vermittelt, und solange dies nicht geschehen kann, werden immer leise Zweifel den Menschen beunruhigen, selbst wenn er nach außen sein Gedankengut als reine Wahrheit verteidigt. Ist aber der Geist erweckt, dann weiß es der Mensch auch, daß er in der Wahrheit steht, und diese innere Überzeugung macht ihn zu einem eifrigen Arbeiter im Weinberg des Herrn. Und solche allein sind rechte Knechte, die der Hausvater in Seinem Weinberg brauchen kann .... es sind die Jünger, zu denen Er sagte: "Gehet hinaus in die Welt und lehret alle Völker ...." Denn diese allein werden in Seinem Willen künden das Evangelium der Liebe, und diese werden angehört werden von allen, die eines guten Willens sind ....
Amen
BD.
Nr. 6488: Verstandeswissen .... Studium ....
Offenbarungen ....
29.02.1956
Die Menschen bewerten ihren Verstand zu hoch, ansonsten sie nicht dem Wirken des Geistes und seinen Ergebnissen Abwehr entgegensetzen würden. Sie fühlen sich überlegen jedem auf geistigem Wege gewonnenen Wissen und erkennen letzteres deshalb nicht an, weil gleichsam das Verstandesdenken ausgeschaltet ist und sie einen Beweis zugeben müßten, daß der Verstand nicht Garantie bietet für rechtes Wissen .... weil sie zugeben müßten, daß unzugängliche Gebiete auch ohne Verstandestätigkeit erforscht werden können. Sie überschätzen sich selbst, ohne darüber nachzudenken, daß es keines geweckten Verstandes bedarf, um selig werden zu können, daß das Reich Gottes zu erwerben nicht allein das Recht eines klugen Menschen ist, sondern auch dem einfältigsten Menschen dieses Reich offensteht, weil Gott nicht den Verstand, sondern allein die Liebe des Herzens bewertet. Und diese Liebe ist der Schlüssel zur Weisheit .... Die Liebe gibt hellste Erkenntnis auch der verborgensten Dinge, die Liebe schenkt Einblick in bisher verschlossene Gebiete, die Liebe allein garantiert wahrheitsgemäßes Wissen, sie allein erforschet die Tiefen der Weisheit. Wo die Liebe fehlt, kann der Verstand allein nicht in die Wahrheit eindringen, also muß der Mensch vorerst seine eigene Unzulänglichkeit erkennen und in Demut eine Trennung vornehmen zwischen Weltwissen und geistigem Wissen .... Und so gehört auch die Theologie so lange zum Weltwissen, mit dem sich nur der Verstand des Menschen auseinandersetzt, wie der Mensch selbst noch ohne Liebe ist .... Erst durch die Liebe kann sie zum geistigen Wissen werden, und dann erst kann der Mensch wahrheitsgemäß denken, was ihm zuvor unmöglich ist .... Solange aber ein Studium gefordert wird und solange das Studium so hoch bewertet wird, daß nur dort die Wahrheit als bewiesen gilt, wo eifriges Studium vorangegangen ist .... so lange wird der Verstand des Menschen also zu hoch bewertet, und so lange ist ihm die Tür verschlossen, die zur Wahrheit führt. Denn was der Verstand erforschen zu können glaubt, das schafft die Liebe mit Sicherheit in kurzer Zeit unter Ausschaltung des Verstandesdenkens .... Denn das Denken des Menschen ist nun vom Geist erleuchtet, und das bedeutet, daß er nun alles hell und klar erkennt und in sich die Überzeugung vollster Wahrheit hat. Und darum steht es geschrieben: "Gott wird den Verstand der Verständigen verwerfen und die Weisheit der Weisen zunichte machen", und darum erkennen die Menschen nicht die Wahrheit trotz Studium, solange nicht der Geist Gottes in ihnen wirken kann durch die Liebe. Denn jenen fehlt die Demut .... die aber das Einfließen des göttlichen Geistes bedingt .... Die Demut aber tut sich nicht hervor. Der Verstandesmensch aber ist von sich selbst eingenommen, er bewertet seinen Verstand zu hoch, der aber ohne Liebe nur ein totes Wissen hervorbringen kann, ohne Geist und Leben, der nur ein Weltwissen beherrschen kann, aber auch dieses ohne Liebe nicht irrtumsfrei sein wird. Das sollten alle jene beherzigen, die dem Geistesgut Zweifel und Abwehr entgegensetzen, das anders als auf dem Verstandeswege gewonnen wurde .... Und das sollten vor allem jene bedenken, die das "Wort Gottes" auf Erden zu vertreten glauben .... daß sie nur Weltdiener sind, solange sie nur verstandesmäßig ihr Amt verwalten, daß erst die Liebe sie tauglich macht, ein echter Vertreter Gottes zu sein, weil sie dann erst von Seinem Geist erfüllt sind und die Wahrheit vom Irrtum zu unterscheiden vermögen und weil sie dann erst die reine Wahrheit vertreten können, wenn sie von "Seinem Geist in alle Wahrheit geleitet sind" .... Der Verstand ohne Liebe ist wertlos, aber überaus segensreich wird der Mensch auf Erden wirken können, dessen Denken durch die Liebe erleuchtet ist, der (das) Erhellung durch den Geist erfahren hat .... Denn ihm wird Gott Selbst Sich offenbaren, und er wird künden können von Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht .... er wird in tiefstes Wissen eindringen und mit Erfolg tätig sein auf Erden für Gott und Sein Reich ....
Amen
BD.
Nr. 1867: Geistige Überheblichkeit Grund zur Ablehnung
....
29.03.1941
Der Widerstand, den die Menschen des öfteren dem göttlichen Wort entgegensetzen, ist die Folge einer gewissen geistigen Überheblichkeit. Nur der Mensch, der sich wissend glaubt, lehnt sich dagegen auf, nun ein anderes Wissen entgegenzunehmen. Er will sich nicht von seiner bisherigen Anschauung trennen, diese entspricht aber nicht dem durch wissende Kräfte den Menschen vermittelten Wort Gottes. Je Gott-ferner der Mensch ist, desto ablehnender stellt er sich dazu ein und desto mehr weicht dieses Wort von seiner Ansicht ab, und er ist nicht leicht bereit, diese dahinzugeben und das göttliche Wort in Empfang zu nehmen. Also fehlt es vorerst am Wollen .... Bei ernsthafter Prüfung würde der Mensch wohl erkennen, daß sein Wissen noch lückenhaft ist und also nicht standhalten könnte den geistigen Übermittlungen. Jedoch wo der Wille zu einer ernsthaften Prüfung fehlt, dort ist auch eine klare Beweisführung unangebracht und zwecklos. Was ganz verständlich ist und klar, erscheint ihm unverständlich, denn die Kraft des göttlichen Wortes teilt sich nur dem Menschen mit, der auch den Willen hat, das Geschenk Gottes anzunehmen. Diese Kraft bringt es zuwege, daß jegliches Wort das menschliche Herz berührt, der Mensch also Gott Selbst spürt in einer jeden Niederschrift, im Wort, das Gott Selbst den Menschen gibt, die Ihm ergeben sind. Der Widerstand aber macht das menschliche Herz unfähig zum Urteilen. Es nimmt der Mensch zwar den Verstand zu Hilfe, dieser allein aber wird zu keinem rechten Ergebnis kommen. Wenn er selbst also unfähig ist, das Vernommene als Wahrheit entgegenzunehmen, so sollte er Gott Selbst um Erleuchtung bitten, und sonnenklar wird ihm das enthüllt werden, was ihm bisher als unannehmbar erschien, denn Gott gibt jedem Menschen Erkenntnis, der Ihn darum bittet. Zumeist aber traut es sich der Mensch selbst zu, urteilen zu können, und es ist dies eine gewisse geistige Überheblichkeit, denn eigentlich kann der Mensch nichts, er kann nichts, ohne Gottes Hilfe dazu erbeten zu haben. Er setzt dem reinen Wort Gottes menschliches Wissen und menschliche Erfahrungen gegenüber, die je nach seiner Einstellung zu Gott mehr oder weniger irrig sind. Jede Richtigstellung empfindet er als persönlichen Angriff, und er tritt ihm entgegen in Kampfstimmung, er vertritt nun eifrig seine Meinung, schenkt aber der gegnerischen Meinung fast keine Beachtung .... Und folglich kann auch die Kraft des göttlichen Wortes nicht wirksam werden und seinen Geist erleuchten .... Also bleibt er im Dunkeln, trotzdem ihm das Licht nahegebracht wird .... Denn das Wissen um die reine Wahrheit ist Licht .... Wer aber seine Augen schließet, so ihm Licht geboten wird, dem kann keine Aufklärung gegeben werden, er verharrt in der Ablehnung und ist erst dann von der Wahrheit des ihm Gebotenen zu überzeugen, so er selbst den Willen und das Verlangen hat nach der Wahrheit ....
Amen
BD.
Nr. 8069: Lehramt .... "Ich will den Verstand der
Verständigen verwerfen ...."
(1.
Kor. 1, 19)
25.
und 28.12.1961
Ihr könnet nur dann ein Lehramt recht verwalten, wenn ihr selbst das rechte Lehrgut besitzet, das der Wahrheit entspricht. Und gerade dieses Lehrgut solltet ihr einer ernsten Prüfung unterziehen, wenn ihr eure Mitmenschen belehren wollet, weil nur das von Segen ist, was von Mir als reine Wahrheit ausgegangen ist. Doch diese Prüfung wird zumeist unterlassen, die Menschen nehmen mit einer Selbstverständlichkeit und unbedenklich an, (28.12.1961) was ihnen zugetragen wird als Wahrheit, und sorgen auch noch für die Verbreitung dessen, ohne den Ursprung festzustellen, ohne selbst der festen Überzeugung zu sein, Wahrheit empfangen zu haben. Das Amt eines Lehrenden aber ist verantwortlich, denn er kann großen Segen stiften, aber auch vergiftend auf die Menschenherzen einwirken, weil allein die Wahrheit der Seele zum Heil gereicht, der Irrtum aber wahres Gift für diese ist. Und es kann sich ein jeder, der selbst lehren will, Klarheit verschaffen, ob er reine Wahrheit vertritt, wenn er nur des ernsten Willens ist, für diese einzutreten, und Mich Selbst um Unterstützung angeht, daß Ich Sein Denken erleuchte und ihn nicht in die Irre gehen lasse. Dieser wird sicherlich Meinen Beistand erfahren, und Ich werde ihn Selbst in die Wahrheit leiten. Denn Ich habe euch die Verheißung gegeben, und diese wird sich erfüllen, weil Mein Wort Wahrheit ist. Und in der Wahrheit müsset ihr wandeln, weil ihr dann mit Mir wandelt, während Irrtum euch immer wieder die Begleitung Meines Gegners einbringt, der euch nur schaden will und darum es verhindert, daß ihr zum Licht der Wahrheit gelanget. Darum hat jeder Lehrende eine große Verantwortung, wenn er verbreitet, was nicht der Wahrheit entspricht. Und ihr Menschen glaubt, euch durch Studium ein wahrheitsgemäßes Wissen zu erwerben .... ihr glaubt, verstandesmäßig zu einem Geistesgut gelangen zu können, und ihr achtet nur jene Menschen, die also ein reichliches Verstandeswissen aufgenommen haben, und seid bereit, dieses auch anzuerkennen als Wahrheit. Ich aber werde den "Verstand der Verständigen verwerfen und die Weisheit der Weisen zunichte machen ...." Verstehet ihr nun den Sinn dieser Worte? Niemals werdet ihr in den Besitz der reinen Wahrheit gelangen, wenn ihr nicht zu Mir Selbst kommet und von Mir die Wahrheit begehret .... Denn Ich Selbst habe es Mir vorbehalten, euch in die Wahrheit zu leiten, weil Ich allein es weiß, wer dafür aufnahmefähig ist, wer die geistige Reife besitzt, um auch die Wahrheit als solche zu erkennen .... Und die geistige Reife wieder ist abhängig vom ernsten Willen des Menschen, in Meinem Willen zu leben. Die Verbindung mit Mir im Geist und in der Wahrheit muß vorerst hergestellt sein, auf daß Mein Liebestrom in den Menschen einfließen kann, und dieser Liebestrom ist die Zuleitung Meines Wortes, der Wahrheit, in Form von Gedanken oder hörbar vermitteltem Wort .... Dann aber wird der Mensch sich garantiert auch in der Wahrheit bewegen, sein Denken wird recht sein, und er wird nicht zu fürchten brauchen, dem Irrtum zu verfallen, denn die innige Bindung mit Mir und das Verlangen nach der Wahrheit schützt ihn davor .... Wo aber ist ein solches Verlangen zu finden unter den Lehrenden, die im Glauben sind, die Wahrheit zu besitzen .... die noch nicht die geistigen Zusammenhänge begriffen haben, die nicht wissen, welche Vorbedingungen erfüllt werden müssen, um von Meiner Seite aus der Zuführung der Wahrheit gewürdigt zu werden? .... Gleichgültig wird Geistesgut traditionsmäßig übernommen und gelehrt, und wieder nehmen es die Menschen an, ohne nachzudenken, und geraten so in eine geistige Finsternis, oder sie finden aus der geistigen Finsternis, in der sie weilen, nicht heraus .... Denn es können irrige Lehren kein Licht bringen, sondern die Dunkelheit wird noch vertieft, und die Seelen befinden sich in geistiger Not, weil sie Licht brauchen, um den rechten Weg zu gehen, der zur Höhe führt. Und dies alles muß euch Menschen auch die Dringlichkeit Meiner Offenbarungen verständlich machen, denn es ist die Zeit nur noch kurz, und sollen die Menschen den rechten Weg finden und gehen, so ist Licht nötig, das ihnen den Weg erhellt. Licht aber kann nur von oben kommen, und jeder, der ein Lehramt verwaltet, der sollte sich mit dem Licht von Ewigkeit erst in Verbindung setzen, um selbst von diesem Licht durchleuchtet zu werden, und wahrlich, es würde die geistige Not nicht so groß sein, wenn die Wahrheit bei den Menschen Eingang fände .... Und was Meinerseits noch getan werden kann, das wird wahrlich geschehen, denn nur die Wahrheit macht frei, nur die Wahrheit führt die Menschen zu Mir zurück, und nur durch die Wahrheit könnet ihr Menschen selig werden ....
Amen