Prophetisch Göttliches Wort

empfangen von Bertha Dudde

 

Ursache, Zweck und Ziel von Leid

 

BD. Nr. 3610:     Ursache, Zweck und Ziel von Leid .... Erkenntnis .... Vergänglichkeit ....
22.11.1945

Die weltlich gesinnten Menschen sind von der Wahrheit so weit entfernt, daß sie daher auch nicht wissen, welche Kraft aus dem Glauben und der innigen Verbindung mit Gott zu schöpfen ist, und daß sie darum immer nur weltliche Geschehen beachten und nicht erkennen, daß die falsche Einstellung zu Gott die Ursache auch jeglichen Weltgeschehens ist, das sich leidvoll an den Menschen auswirkt. Und solange diese Erkenntnis den Menschen mangelt, wird auch der leidvolle Zustand sich nicht ändern. Es wird das Leid nur immer wieder andere Formen annehmen, auf daß die Menschen durch die Verschiedenartigkeit ihrer Nöte und Trübsal einmal auf den Gedanken kommen, daß eine andere Macht als menschliche hinter aller Trübsal steckt, daß nicht allein menschlicher Wille Urheber ist, sondern der Wille einer höheren Macht gleichzeitig in Aktion tritt und daß sie zu dieser höheren Macht in eine gewisse Stellungnahme treten. Das Wissen um die reine Wahrheit erklärt alles, es macht die große Not verständlich, weil Ursache, Zweck und Ziel erkennbar ist. Und dann erst ist eine Änderungsmöglichkeit, sowie die Menschen sich dem Zweck und Ziel anpassen, also die Ursache von Leid und Not zu beheben suchen, was dem weltlich gesinnten Menschen jedoch unverständlich ist und bleibt, solange er die Welt als Erstes gelten läßt, solange er seinem Körper alle Vorrechte einräumt und die Seele darben läßt. Das Wissen um die Wahrheit kann aber nur dem Menschen zugeleitet werden, der sich trennt von der Welt, denn sowie dem weltlich gesinnten Menschen das Wissen vermittelt wird, erkennt er es nicht als Wahrheit und lehnt es ab. Also muß er durch vermehrtes Leid in einen Zustand versetzt werden, wo er aufnahmewillig ist für die Wahrheit .... indem er durch Leid und Not die Wertlosigkeit weltlicher Güter erkennen lernt und das Verlangen nach diesen sich verringert .... Entsprechend steigt das Verlangen nach Wahrheit, vorausgesetzt, daß er nicht durch schlechte Kräfte beeinflußt wird, die sein Denken ganz verwirren und von der Wahrheit abzuleiten suchen, die den Haß im Menschen schüren, je mehr die Welt mit ihren Freuden ihn enttäuscht. Diese aber finden die Verbindung mit Gott auf Erden nicht mehr, und jegliches Mittel, das Gott anwendet, verfehlt seinen Zweck. Dennoch ist es für die Seele des Menschen von Vorteil, wenn sie noch auf Erden die Vergänglichkeit irdischer Werte erkennen lernt, wenn sie diese verachten lernt und nicht mehr übermäßig von ihnen an die Erde gefesselt wird, so die Seele von der Erde scheidet, selbst wenn sie in einem niedrigen Reifegrad ins Jenseits eingeht. Die Überwindung der Materie im geistigen Reich ist dann nicht so schwierig, und der Höherentwicklungsprozeß kann schneller vor sich gehen, sowie er einmal eingesetzt hat im geistigen Reich. Die Seele nimmt die im geistigen Reich ihr dargebotene Wahrheit eher an, sie ist nicht mehr so Gott-widersetzlich wie auf Erden. Und darum ist das Los der abgeschiedenen Seelen nicht so hoffnungslos, so sie auf Erden durch großes Leid die Vergänglichkeit irdischer Güter erkannten, selbst wenn sie scheinbar als Opfer der Notzeit ihr irdisches Leben verlieren .... Und so ist auch das Leid und die Not, die böser menschlicher Wille veranlaßt, für die Seelen dienlich, die noch weit entfernt sind von Gott, und darum läßt Gott es zu, daß die Menschen im freien Willen gegeneinander wüten, bis Er Selbst Einhalt gebietet, so es Seinem Plan von Ewigkeit entspricht. Und solange die Menschen in der Unkenntnis wandeln, solange sie der Wahrheit ihr Ohr verschließen, lässet Er sie an ihrem eigenen Handeln ausreifen und sie durch unsagbare Nöte und Leiden gehen, weil sie selbst es so wollen und auch selbst Urheber dieser Leiden sind ....

Amen

 

BD. Nr. 4672:     Ausreifen der Seele durch Leid .... Gottes Fürsorge .... Welt und Gott ....
18.06.1949

Was euch zum geistigen Vorteil gereicht, ist für euer Erdenleben vorgesehen seit Ewigkeit, und darum könnet ihr alles, jegliches Erleben, Schweres und Trübes, Freudvolles und Erhebendes als von Mir euch auferlegt ansehen, das nur euer seelisches Ausreifen bezweckt. Und so ihr von diesem Gesichtspunkt aus den Verlauf eures Lebens betrachtet, soll euch nichts drücken, nichts belasten und nichts erschrecken .... es ist alles zu eurem Besten .... Ihr könnet an jedem Erlebnis reifen, ihr könnet Nutzen daraus ziehen für eure Seelen, so ihr stets Mich als Den erkennt, Der es über euch ergehen lässet, und mit Mir verbunden bleibt, indem ihr stets den Blick zur Höhe richtet, zu eurem Vater, Der euch zu Seinen Kindern gestalten will auf dieser Erde. Angst und Sorge sind hinfällig, so ihr sie Mir vortraget, daß Ich euch helfe. Ihr steht niemals allein, so ihr Mich neben euch duldet, d.h. nicht allein stehen wollet, sondern Mich niemals ausschaltet aus eurem Leben, so ihr euer Denken, Wollen und Handeln Mir ganz anheimstellet, daß Ich es für euch tue, daß Ich euch lenke und ihr nun nur Ausführende Meines Willens seid. Wie sorglos und unbeschwert könntet ihr Menschen den Erdenweg zurücklegen, so ihr nur immer mit Mir gehen möchtet .... Doch die Welt schiebt sich oft trennend zwischen euch und Mich, die Welt steht nahe vor euren Augen, während ihr Mich zurücksetzet, selbst wenn ihr Mir angehören wollt. Die Welt ist euch noch zu wichtig, ihr seht ihre Nichtigkeit nicht ein, weil ihr noch mitten in der Welt steht. Sowie ihr Mich aber vor die Welt stellen könnet, sowie es euch gelingt, stets Mich voranzustellen, dann wird euch auch die Welt nicht mehr belasten, sie wird euch nicht beunruhigen, sie wird spielend von euch bewältigt werden, und ihr werdet Herr sein über alles, was von seiten der Welt an euch herantritt. Machet den Versuch, lasset Mich sorgen für euch, und übergebt euch vollgäubig Meinem Schutz und Meiner Fürsorge, erfüllet eure Pflicht als erstes Mir gegenüber, d.h., lebet Mein Wort aus, seid eifrig tätig für Mich und Mein Reich .... indem ihr Meinen Willen auch den Mitmenschen verkündet, indem ihr sie stets hinweiset auf ihre eigentliche Bestimmung und sie anreget zur Arbeit an ihren Seelen und ihnen zuleitet, was ihr von Mir empfanget .... Mein Wort, das sie aufkläret, wo sie noch im dunkeln wandeln. Machet auch eure Mitmenschen aufmerksam, daß Ich aller Menschen Schicksal lenke, daß nichts ohne Sinn und Zweck über die Menschen kommt, daß stets nur die geistige Höherentwicklung Zweck jeglichen Geschehens ist und daß alles ertragbar ist, so Ich um Hilfe angegangen und als Lenker und Schöpfer von Ewigkeit anerkannt und als Vater um Meine Fürsorge gebeten werde. Warnet sie, über der Welt Mich zu vergessen, dann wird eines jeden einzelnen Menschen Erdenlebensweg leicht gangbar sein, und seine Seele wird Nutzen ziehen aus jeglichem Erleben. Denn nur das Ausreifen eurer Seele bezwecke Ich, so ihr durch Leid gehen müsset; ihr selbst aber könnet es euch erträglich machen, so ihr Meines Wortes achtet und Mich stets neben euch gehen lasset. Denn Ich bin euer Vater und will stets nur das Beste für Meine Kinder ....

Amen

 

BD. Nr. 5194:     Segen von Krankheit und Leid .... Ausreifen ....
23.08.1951

Eine heilsame Warnung ist oft der Verfall des Körpers für den Menschen, der noch zu sehr der Welt zugewandt ist und darum die Seele gefährdet. Er muß einmal erkennen lernen, daß von der Natur aus Einhalt geboten werden kann, und aus dieser Erkenntnis heraus sich dessen bewußt werden, was nachher kommt, wenn der Körper völlig untauglich geworden ist für diese Erde. Der Mensch muß oft gewarnt und ermahnt werden, solange er nicht aus eigenem Antrieb seiner Seele gedenket. Körperliche Leiden, Krankheiten und Einbüßung körperlicher Fähigkeiten müssen daher auch als ein Mittel zum Ausreifen der Seele angesehen werden, da sie das Denken eines Menschen erheblich wandeln können und darum auch oft als Heilmittel für die Seele angewandt werden, so diese in Gefahr ist, dem geistigen Tode zu verfallen. Doch nicht immer erfüllen sie ihren Zweck .... Dann tritt ein Zustand der Verstockung ein, ein völliges Abwenden vom Göttlich-Geistigen, und es sucht der Mensch, alles dem Leben abzugewinnen trotz Krankheit und Unglück, die seinen Körper betroffen haben. Nichts ist ohne Bedeutung, was einem Menschen beschieden ist .... Krankheit des Körpers bringt oft die Gesundung der Seele zustande; dann ist sie von Segen gewesen, weil der Mensch die Welt verachten lernte, nachdem er sie entbehren mußte und er sich in der geistigen Welt Ersatz suchte und fand. Köstliche Güter darf er in Empfang nehmen als Ausgleich für die Güter, die ihm die Welt versagt und die er nun als wertlos erkennt. Doch dazu gehört, daß er sich demütig beugt unter das Schicksal, das ihm um seiner Seele willen auferlegt wurde, daß er in Ergebung trägt, was ihm wohl schwer erscheint, jedoch auch überwunden werden kann. Sowie der Mensch einen geringen Glauben hat, spürt er die Hand Gottes über sich und fügt sich ergeben in den Willen Gottes; und dann kann er nur gewinnen, niemals aber verlieren, also auch nicht bedauert werden, weil er ungleich mehr besitzt als ein Mensch voller Gesundheit und Körperkraft, der keine Verbindung hat mit dem Reich, das auch einmal sein Aufenthalt sein wird nach dem leiblichen Tode. Maßgebend allein ist der Reifegrad, den die Seele hat beim Abscheiden von der Erde .... Alles, was zur Erhöhung der Reife beitragen kann, bringt Gott in Anwendung, auch wenn es der Mensch nicht als Wohltat empfindet, solange er ohne Erkennen ist .... Einmal wird er den Segen des Leides und der Krankheit ersehen und Gott danken für die Anwendung von Mitteln, die erfolgreich waren, ohne den freien Willen des Menschen zu beschneiden. Ein kranker Körper ist nicht so schlimm als eine kranke Seele, und soll diese gesunden, muß der Körper Krankheit erdulden, bis die Seele duldsam geworden ist, bis sie den Blick himmelwärts richtet und die Welt nur als vorübergehende Prüfungsschule ansehen gelernt hat .... Einst wird sie sich aufschwingen können unbeschwert und ungehindert zu hohen Regionen des Geistes und ihrem Schöpfer ewig danken für die ihr erwiesene Gnade, den Körper leiden zu lassen, auf daß die Seele gesunde ....

Amen

 

BD. Nr. 0579:     Verschiedenartigkeit des Erdendaseins .... Ihr würdet um Leid bitten ....
11.09.1938

Siehe, Mein Kind, in der Welt deiner Eltern nahmst du ein Los auf dich, das dich um vieles reifer gestalten konnte, und es war dein Erdenleben an Ereignissen reich, die dein Denken anregten und dir der Weg nach oben leicht gewiesen werden konnte. Es sind zwar oft die Lebensverhältnisse der Menschen noch armseliger und bergen Not und Sorgen in größerem Maß, doch sind auch dann die Seelen dieser in noch unreiferem Zustand und können nur durch solche harten Bedingungen sich läutern, und daher sind auch die Belastungen der Menschen oft so verschiedenartig auch in ihren Folgen. So hat eine jede Seele das Bedürfnis vor ihrer Verkörperung als Mensch, möglichst schnell und erfolgreich diese Verkörperung ausnützen zu können, und nimmt daher in einem solchen Leib Wohnung, dem auf Erden ein schweres Los vorgeschrieben ist. Und wiederum müssen viele Seelen den Weg der Läuterung gehen, der wieder andere Lebensbedingungen erfordert .... der in Wohlleben und leichtem Erdendasein eher zum Ziel führt, wo aber wieder gegen andere Gefahren anzukämpfen ist, welche die Seele überwinden muß. Es ist dies in aller Weisheit vom himmlischen Vater geordnet, wenn es auch euch Menschen auf Erden noch nicht verständlich ist und ihr über diese ungleiche Verteilung der Erdengüter oft in Unwillen geratet. Doch Der, Der alles weiß, Der jeden Mangel der Seele kennt und alles gleich vollkommen erschauen möchte, weiß auch euch die rechte Hilfe zu gewähren und legt einem jeden nur das auf, was für ihn zu seinem Seelenheil notwendig ist. Jeder Tag ist eine Stufenleiter zur Seligkeit .... so sorget dafür, daß ihr eine Sprosse nach der anderen erklimmt .... daß ihr aber nicht abwärts schreitet .... Ihr werdet Mir, eurem Schöpfer, danken in Ewigkeit für jedes Leid, das Ich euch auferlegt habe, und werdet loben die Weisheit Dessen, Der euch geschaffen und euch für immer in Seiner Nähe haben will .... Ihr müsset immer wissen, daß der Vater nicht eines Seiner Kinder verlieren will und daß Seine Sorge einem jeden Wesen gilt, und in dieser Sorge greift Er oft zu Mitteln, die euch hart erscheinen, da ihr die Größe des Unheils nicht ahnet, das euch bedroht .... ihr würdet im vollen Erkennen bitten um Leid, um nur diesem Unheil entgehen zu können, doch müsset ihr in voller Unkenntnis eurer Lage durch das Leben gehen, um eben aus freiem Willen zur Höhe zu streben und euch so den höchsten Lohn erringen zu können ....

Amen

 

BD. Nr. 1102:     Belehren der Irrenden .... Segen des Leides .... Ergebung ....

Es ist des Herrn Wille, daß ihr lehret die Menschen, die guten Willens sind. Und es ist so unendlich wertvoll, unterwiesen zu werden durch die Gnade Gottes und also wissend zu sein, daß all derer, die in Unwissenheit des Geistes dahingehen, voller Mitleid gedacht werden soll .... Und denen nun das Evangelium zu predigen ist ein Werk der Nächstenliebe und wird dereinst reichen Segen eintragen, denn in größter Not der Seele befinden sich alle diese Unwissenden. Sie gehen leeren Herzens dahin, und ihre irdischen Plagen sind weit größer, fehlt ihnen doch die Einsicht der Notwendigkeit, die Hoffnung auf Hilfe und der Trost des göttlichen Wortes, und also ist ihr Leben arm trotz irdischem Reichtum und scheinbarem Wohlergehen. In solcher Not der Seele belassen zu werden ist für die letztere ein qualvoller Zustand, und dankbar wird sie jede Hilfe eines liebenden Menschen empfinden, der sie aus solcher Not erlöst. Immer und immer wieder führet Gott die Menschen zusammen, die einander helfen können, und es soll daher eine jede Gelegenheit genützt werden und ohne Scheu Erwähnung getan werden von Gottes liebevoller Führung, die in allem leidvollen Geschehen zu erkennen ist. Es hat alles nur den Zweck, zur Veredlung des Menschen beizutragen, es soll der Mensch in demütiger Ergebung alles Leid hinnehmen und seines Schöpfers gedenken, Der nichts geschehen läßt ohne weise Absicht, Der aber auch Seine Geschöpfe innig liebt und also allen Prüfungen, die Er diesen auferlegt, nur immer diese tiefe Liebe zugrunde liegt und eine Annäherung des Erdenkindes an den himmlischen Vater herbeiführen sollen. Jedes Leid würde dankbar entgegengenommen werden von den Menschen, wüßten sie, was dadurch der Seele, die doch unsterblich ist, für Segen daraus erwächst .... wüßte sie ferner, welchem unsagbar qualvollen Zustand sie in der Ewigkeit dadurch entgangen ist und welche Seligkeit ihr Los sein kann, so das Leid seinen rechten Zweck erfüllt und dem Menschen die Erkenntnis gebracht hat .... sie würden sich ergeben in den göttlichen Willen fügen und ohne Murren das Leid auf sich nehmen ....

Amen

 

BD. Nr. 4022:     Seelische Erschütterungen - Prüfungen .... Gottes Liebe ....
13.04.1947

Der Gegenstrom, der aus dem Reiche der Finsternis Meine Diener auf Erden berührt, vermag oft starke seelische Erschütterungen zuwege zu bringen. Und dennoch ist dies von Mir zugelassen, wird doch der Mensch dadurch zu erhöhtem Ringen angetrieben, und seine Seele löset sich desto leichter von der materiellen Welt, je mehr sie sich im Gebet zu Mir flüchtet. Es ist dies eine Notwendigkeit, von den Menschen oft nicht erkannt als heilsam, wie ein ärztlicher Eingriff schmerzend, der aber das Leben erhalten kann. Ich sorge für die Meinen wohl körperlich, doch für die Seele muß ein jeder selbst sorgen, und auf daß er nicht in seiner Arbeit ermüde, lasse Ich Proben über ihn kommen, die ihn gewissermaßen zwingen zum Tätigwerden und dennoch nur Meine Liebe bezeugen, denn es erreichet die Seele schon auf Erden einen höheren Reifegrad, so sie Mir zugewandt ist in jeder Prüfung und zu Mir ihre Zuflucht nimmt. Mein Gegner ringet zwar gleichfalls um diese Seele, und er sucht sie zum Abfall zu bringen, er sucht sie mit irdischen Erfüllungen zu reizen, hat auch die Kraft, irdische Erfüllung zu gewähren, die dann in Anwendung kommt, wenn die Seele Mich aufgibt, wenn das Verlangen nach irdischem Glück und Wohlergehen überwiegt und die Welt dem Menschen reizvoller erscheint als die Zuwendung Meiner Liebe und Gnade, die der Mensch rein körperlich nicht spürt. Und also kann sich der Mensch wohl irdisches Glück verschaffen, doch dann verkauft er dafür seine Seele .... Die Meinen aber lasse Ich nicht mehr von Mir, Ich halte sie, daß sie Mir nicht mehr verlorengehen, und Ich gebe ihnen, was Ich verheißen habe, den Frieden, den ihnen die Welt nicht geben kann .... so sie nur der Versuchung standhalten, so Ich ihnen mehr bin wie die Welt .... und die Meinen werden auch nimmermehr Mich aufgeben wollen, weil die Kraft Meiner Liebe schon in ihnen wirksam geworden ist und weltliche Genüsse ihnen keinen Ersatz dafür geben können. Was also das Erdenleben an Leid und Trübsal noch bringt .... nehmet es hin als von Mir gewollt oder zugelassen, und wisset, daß es nur zu eurem Besten ist, daß es nur eure Seelenreife erhöhen soll. Klaget und murret nicht, sondern seid fröhlich in der Gewißheit, daß ihr doch Meine Liebe besitzet, die zu verlieren ein unersetzlicher Verlust wäre, denn dies bedeutet Finsternis für die Ewigkeit. So aber werdet ihr im Licht stehen, ihr werdet von Meiner Liebe durchstrahlt überaus glücklich sein, so ihr das irdische Leben beendet habt .... ihr werdet stete Erfüllung eures Sehnens finden .... eure Seele wird leben in Ewigkeit, und sie wird nimmermehr zu darben brauchen, weil Meine Liebe ihr alles gewähret, um sie zu beglücken .... Liebe, Licht und Kraft .... Denn keines Menschen Auge hat es je gesehen und kein Ohr je gehört, was Ich bereitet habe denen, die Mich lieben ....

Amen

 

BD. Nr. 3163:     Leiden und Prüfungen Mittel zur Vollendung ....
19. u. 20.06.1944

 

Die Prüfungen und Leiden, die dem Menschen auferlegt sind, werden selten erkannt als Mittel zur höchsten Vollendung. Gott kennt den Reifegrad eines jeden einzelnen Menschen, Er kennt deren Herzen, und Ihm entgeht wahrlich nicht die kleinste Regung, die für oder wider Ihn spricht. Und also weiß Er auch, welchen Entwicklungsgrad er noch erreichen kann auf Erden, und entsprechend bedenkt Er nun den Menschen mit Leid oder Schicksalsschlägen, so darin noch eine Möglichkeit besteht, die Seelenreife zu erhöhen. Es hat die Seele vor ihrer Verkörperung als Mensch sehr wohl um ihren Erdenlebensgang gewußt, sie ist mit voller Zustimmung diese letzte Verkörperung eingegangen, in der Hoffnung, daß sie als Sieger daraus hervorgehen werde. Sie sah sowohl ihre Freuden wie auch ihre Leiden auf ihrem Lebenswege und hat sich doch nicht davon zurückschrecken lassen, weil sie auch andererseits um die Hilfe Gottes und Seine Gnade wußte und die Möglichkeit ersah, gänzlich aus der Materie herauszuwachsen und ihrer Hülle ledig zu werden. Und darum nimmt manche Seele ein besonders schweres Erdenlos auf sich, weil sie die Auswirkung eines recht gelebten Erdenlebens gleichfalls ersah und um das letzte Ziel weiß und ihr dieses Ziel erreichbar dünkt. Doch im Erdenleben verliert sie das Rückbewußtsein, und darum nützet sie auch die Gelegenheiten nicht aus, und sie ist in Gefahr, ihr Ziel auf Erden nicht zu erreichen. Und deshalb kommt Gott ihr zu Hilfe, indem Er ihr auf der Erde noch Möglichkeiten schafft, an denen sie ausreifen kann. Und dann muß der Mensch erhöhte Widerstände besiegen, ihm ist Leid und Trübsal beigegeben auf der Erde, zu dessen Überwindung er sich von Gott Kraft erbitten muß. Ein Leben ohne Kampf würde ihn auf immer gleicher Entwicklungsstufe stehenlassen, und sein Leben wäre vergeblich gelebt. Es geht nicht darum, daß er seine Sünden abbüßen muß auf Erden, wie dies fälschlicherweise gelehrt wird, sondern es geht nur darum, daß er aus der Tiefe, in der er sich noch befindet, zur Höhe gelangt, daß er sich wandelt in ein Wesen des Lichtes, daß er an sich selbst arbeitet, um alles abzulegen, was ihn noch an der Entgegennahme ungeahnter Lichtfülle hindert. Er muß gewissermaßen eine Hülle, die noch lichtundurchlässig ist, durch Leid und Trübsal läutern, er muß jede Unreinheit von ihr entfernen, damit das Licht sie nun durchstrahlen kann, denn diese Läuterung muß durch eigenen Willen vor sich gehen, sie kann nicht von Gott aus ohne den Willen des Menschen durchgeführt werden. Leid und Liebe sind die einzigen Mittel, von allen Unreinheiten entschlackt zu werden, und ein großes Maß von Leid ist gleichzeitig der Ausdruck großer göttlicher Liebe, die dem Menschen helfen will, so zu werden, daß Gott ihn unendlich beglücken kann in der Ewigkeit. Und darum sind die schwergeprüften Menschen auf Erden von Seiner Liebe besonders erfaßt, wenngleich ihnen dies unverständlich erscheint. Das Erdenleben ist kurz, gemessen an der Ewigkeit, und voller Dank und Lobpreisung wird die Seele dereinst auf die kurze Erdenzeit zurückblicken, die ihr durch das Leid auch eine höhere Reife eingetragen hat, die sie ohne Leid nimmermehr erreicht hätte. Es stehen dem Menschen auf Erden ungemessene Gnaden zur Verfügung, so daß er auch das schwerste Leid ertragen kann, so er sich in innigem Gebet Kraft holt von Gott, denn diese hat Er ihm zugesichert. Er läßt niemanden ungestärkt von Sich gehen, der Ihm seine Not vorträgt im zuversichtlichen Glauben, daß Er ihm helfen kann und auch helfen wird. Denn niemals ist das Leid größer als Der, Der es auferlegt, Dessen Macht wahrlich genügt, dem Menschen Hilfe zu bringen in jeder Not. Darum haltet euch stets Seine Liebe, Weisheit und Allmacht vor Augen, so euch tiefes Leid drückt, und ihr werdet getröstet sein und geduldig Seine Hilfe erwarten ....

 

Amen

 

BD. Nr. 0373:     Zweck der Leiden - Prüfungen .... Trägheit des Geistes ....
11.04.1938

So manches Geschehen im Leben macht den Menschen mutlos .... es ist wie ein Ring, der eines solchen Menschen Herz umspannt, immer und immer wieder wollen sich Zweifel einstellen an der Güte und Barmherzigkeit Gottes, wenn sich zu oft Leid und Kümmernisse einstellen .... und doch geben euch diese nur die innere Reife, die ihr sonst in viel längerer Zeit euch erringen müßtet. Und da das Erdenleben nur eine kurze Spanne Zeit umfaßt, so werden sich solche drückende oder quälende Begebenheiten des öfteren und manchmal schnell nacheinander einstellen müssen, auf daß euch der Segen daraus erwachse, daß ihr ernst und besonnen das Leben erfasset und sich immer mehr das Verlangen abwende von der Welt und ihren Reizen, die für euch gleichzeitig ernste Gefahr bedeuten. Dem einzelnen erscheint das Leben oft unertragbar, mitunter sogar ermüdet das Erdenkind und läßt die Flügel hängen .... es läßt sich treiben, ohne selbst etwas dazu zu tun, dieses mutlose Dahinleben zu ändern. Und doch würde es euch so leicht sein, sobald euch die rechte Einstellung zu Gott den Weg kundgibt, den ihr zu gehen habt .... Achtet doch auf die vielen, unüberwindlich erscheinenden Hindernisse in eurem Leben .... wäret ihr wohl diesen entronnen, wenn sich nicht jedesmal Hilfe eingestellt hätte von oben .... Ihr erkennet zwar nicht immer diese als von oben gesandt, doch es ist ja jedes Geschehen ein Ausfluß der Gnade Gottes .... ob gut oder böse .... es hat immer den gleichen Zweck, veredelnd einzuwirken auf euch Menschenkinder, und ist dieses imstande, in jeder Prüfung ein Besserungsmittel zu sehen, so ist auch schon die Erkenntnis da der eigenen Fehler und Schwächen, und mit der Erkenntnis kommt auch der leise Wunsch, diese zu bekämpfen .... Dann hat eine jede Prüfung schon ihren Zweck erfüllt .... und deshalb werden sich in jeder schweren Lage immer die Gedanken darauf wenden müssen, daß sie notwendig sind zur Erreichung eines höheren Grades .... daß sie gleichsam die Sprossen auf der Leiter sind, die zur Vollkommenheit der Seele führt .... Ein Leben ohne Kampf würde ja nur ein Verweilen auf immer gleicher Stufe bedeuten, nur ist der Kampf gegen sich selbst weit schwerer zu führen als gegen Feinde, die von außen an den Menschen herantreten. Ein jedes Erwachen aus der Trägheit des Geistes ist ein Fortschritt .... der wache Mensch wird auch seinen Geist bedenken, er wird ihn nicht darben lassen .... doch die Trägheit ist ein Rückgang, sie ist in keiner Weise belebend zu nennen, sie wird ersticken jeden Drang zur Tätigkeit und kann so niemals fördernd wirken auf die Seele. Deshalb lasset euch nicht schrecken, wo des Lebens Ungemach euch schwer tragbar erscheint .... habt ihr durch solches eure Fehler entdeckt und dagegen angekämpft, so wird es in nicht langer Zeit wieder von euch weichen, denn der Herr läßt nur so lange solche Prüfungen zu, bis diese ihren Zweck verrichtet und verbessernd auf das Herz des Menschen gewirkt haben. Denn Sein Wille ist nicht, daß ihr leidet, sondern nur, daß ihr durch dieses euch der ewigen Freude wert macht ....

Amen

 

BD. Nr. 7219:     Vergänglichkeit des Irdischen .... Katastrophen - Unglücksfälle ....
01.12.1958

Es gehen euch ständig Mahnungen zu von oben, euch vorzubereiten auf das Ende, um euer Seelenheil besorgt zu sein und irdische Interessen zur Seite zu stellen, weil es nur eines gibt, das wichtig ist: das Leben eurer Seele nach dem Tode des Leibes. Die Vergänglichkeit des Irdischen, die Vergänglichkeit eurer selbst, was euren irdischen Körper betrifft, ist etwas so sicher zu Erwartendes, und doch rechnet ihr Menschen damit so wenig, ansonsten ihr nicht unverdrossen den irdischen Gütern nachjagen würdet. Doch ebenso unverdrossen für eure Seelen zu sorgen, das unterlasset ihr und werdet es einmal bitter bereuen. Und ihr Menschen gebt daher selbst den Anlaß, daß euch offensichtlich die Vergänglichkeit des Irdischen gezeigt werden muß, daß so deutlich das plötzliche Beenden durch den Tod die Menschen aufschrecken soll, damit sie auch ihres eigenen Endes gedenken. Und ihr habt daher auch die Erklärung für die vielen Katastrophen und Unglücksfälle, denn es muß euch immer wieder gezeigt werden, wie unsinnig es ist, nur irdische Freuden oder irdisches Gut anzustreben, das von heut zu morgen nichtig werden kann, und wie auch euch selbst an jedem Tag der Tod ereilen kann und dann nichts mehr bleibt als eine armselige, verkümmerte Seele, die in ihrer Not überaus bedauernswürdig ist. Aber sie hat die Not nun selbst verschuldet, denn auf Erden war all ihr Denken, Wollen und Fühlen nur darauf gerichtet, was dem Körper Wohlbehagen schafft, dessen aber, was der Seele not tut, gedachte der Mensch .... also die Seele selbst .... nicht, und daher geht das "eigentliche Ich" in größter Not in das jenseitige Reich ein. Was auch an Mahnungen und Warnungen den Menschen zugeht von oben, es wird nicht beachtet .... Und das veranlaßt Gott zu immer schärferen Maßnahmen, die den Menschen die Vergänglichkeit alles Irdischen beweisen sollen. Und so auch wird das kommende leidvolle Geschehen zu erklären sein, wo durch Naturgewalten die Zerstörung irdischer Güter und vieler Menschenleben vor sich gehen wird .... immer nur zu dem Zwecke, daß die Menschen aufwachen aus ihrem Traumzustand, der ihr Leben auf Erden nur noch ist. Zwar werden die Folgen dessen auch wieder sein, daß die Menschen sich wieder mit vermehrtem Eifer zu erwerben suchen, was sie verloren haben, aber es werden auch einzelne erwachen und erkennen, daß es auch geistige Güter zu gewinnen gibt, die unvergänglich sind, und sie diesen Gütern nun ihre Aufmerksamkeit zuwenden. Denn Gott versucht alles, um noch Seelen zu retten vor dem Ende, wie Er aber auch immer wieder jedem Menschen die Willensfreiheit läßt, selbst über sich und sein Schicksal zu bestimmen .... Aber es wird eine schreckliche Finsternis kommen über den größten Teil der Menschheit, denn wo noch nicht das kleinste Lichtlein entzündet werden konnte, dort ist auch wenig Hoffnung, daß bis zum Ende sich der Mensch ändert, und sein Los wird sein tiefste Finsternis, sein Los wird sein die Neubannung in der Materie, die der Mensch als einzig-begehrenswert ansah auf Erden und die darum auch sein Aufenthalt sein wird wieder endlose Zeiten hindurch. Mahnungen und Warnungen werden noch bis zum Ende ertönen, aber es kann kein Mensch gezwungen werden, sie zu beherzigen, und darum ist der Wille eines jeden selbst bestimmend .... entsprechend aber auch sein Los am Tage des Gerichtes ....

Amen

 

BD. Nr. 7028:     Notwendigkeit von Krankheit und Leid zur Entschlackung der Seele ....
29.01.1958

Traget euer Kreuz in Geduld und werdet nicht wankelmütig im Glauben .... und denket daran, daß euer Vater im Himmel um alles weiß, daß ihr nicht einsam seid in eurer Not, daß Ich auf Schritt und Tritt neben euch gehe, sowie ihr nur Mir verbunden bleibt gedanklich, durch Gebet und Liebewirken, dann könnet ihr euch getrost zu den Meinen zählen, über die Ich Meine Hände schützend halte, selbst wenn sie scheinbar hilflos sind. Nur müsset ihr Mir vertrauen und niemals zweifeln an Meiner Liebe, die euch nur formen will für ein ewiges Leben in Seligkeit. Es geht um euer Seelenheil, und das ist beschaffen je nach dem Lichtgrad, in dem ihr eingehen könnet nach dem Tode eures Leibes. Nehmet ihr nun auch nur leichte Hüllen mit hinüber, dann wird auch der Lichtstrahl vermindert sein, der eure Seelen treffen kann. Seid ihr aber aller Hüllen ledig geworden, so werdet ihr höchste Wonnen genießen, die euch die ungehinderten Lichtstrahlungen nun bereiten .... Ihr werdet unermeßlich selig sein und dafür nur ein ganz kurzes schmerzensreiches Erdenleben haben ertragen müssen .... Bedenket euch dies und vertrauet Mir, daß Ich darum weiß und auch, was zu tragen ihr fähig seid. In Anbetracht des nahen Endes aber wird auch Meine Macht zuweilen in Erscheinung treten, doch immer erst dann, wenn ein Ziel erreicht worden ist, wenn auch der Reinigungsprozeß an einer Seele erfolgreich war, wenn auch die Seele gesundet ist, so daß die Gesundung des Körpers erfolgen kann, auf daß er Mir noch Dienste leisten kann in der letzten Zeit. Denn es geht um das Heil der Seelen, und jeder Mensch ist in seelischer Not, der sich Mir noch nicht voll und ganz hingegeben hat .... Dessen Seele ist noch krank und braucht eine gute Medizin, die Ich ihr reichen lassen will durch euch, Meine Diener der Endzeit. In kurzer Zeit schon sind die Gelegenheiten vorüber, die den Menschen heut noch zur Errettung ihrer Seelen verhelfen könnten .... In kurzer Zeit schon ist für jeden Menschen das Ende gekommen, wo er nicht mehr für seine Seele sorgen kann, wo undurchdringliche Nacht ist, wenn die Seele nicht lichtempfänglich geworden und ihre Not vorüber ist .... Aber solange die Erde noch besteht und solange ein Mensch noch auf dieser Erde weilen darf, sollte er nur dafür Sorge tragen, daß seine dichte Umhüllung abgestoßen wird, daß sie zum Licht gelangt, bevor die Nacht hereinbricht. Denn unwiderruflich steht euch Menschen das Ende bevor, unwiderruflich werdet ihr von der Nacht überrascht, die ihr Mich nicht anhöret oder Meinen Worten keinen Glauben schenket. Ihr brauchet euch keineswegs zu fürchten, weil ihr immer Meiner Liebe und Erbarmung gewiß sein könnet, aber ihr müsset diese auch anfordern .... Ihr müsset selbst etwas dazu tun, damit auch Ich euch Meine Liebe und Erbarmung zuwenden kann .... Ihr müsset euch bemühen, die Schlacken um eure Seele aufzulösen .... Und weil ihr es oft daran fehlen lasset, greife Ich Selbst ein und lasse Not und Krankheiten über euch kommen, die nun das bewirken können, was ihr aus eigenem Antrieb nicht tut: an eurer Seele zu arbeiten, damit sie lichtempfänglich eingehen kann in das jenseitige Reich. Denn schon ein geringer Lichtgrad wird die Seele beglücken .... Aber diesen Lichtgrad könnet ihr noch auf Erden erhöhen, wenn ihr alles ergeben auf euch nehmet .... wenn ihr euer Kreuz geduldig und ergeben traget, wenn ihr auch in dieser Weise teilnehmet am Kreuzgang Jesu, wenn ihr Ihm nachfolget .... in Liebe und in Leid .... Dann kann sich eure Seele schon auf Erden vergeistigen, und dann wird ihr wahrlich ein Los beschieden im Reich des Lichtes, das sie unermeßlich beglückt. Und doch soll euch auch das schwerste Leid nicht mutlos werden lassen, denn Ich weiß es, wenn das Kreuz zu schwer für euch wird, und dann nehme Ich es euch ab und trage es für euch .... In Mir werdet ihr wahrlich eine starke Stütze finden, und Mir ist jederzeit alles möglich .... Aber ihr müsset Mich auch darum angehen in vollstem Vertrauen auf Meine Liebe, Meine Weisheit und Meine Macht .... Denn diese wollen sich äußern an Meinen Kindern, an denen, die Mein sind und Mein bleiben wollen bis in alle Ewigkeit ....

Amen

 

BD. Nr. 3529:     Formglaube .... Überzeugter Glaube ....
30.08.1945

In Zeiten größter irdischer Not klärt sich der Geisteszustand der einzelnen Menschen insofern, als daß der Glaube entweder gefestigt wird oder gänzlich verlorengeht, so es zuvor nur ein Formglaube war, der die Menschen noch nicht überzeugen konnte. Es fallen viele ab vom Glauben, ihre Blicke sind noch zu sehr irdisch gerichtet, und sie können das Weltgeschehen und ihr eigenes Schicksal nicht in Einklang bringen mit der ewigen Gottheit, von Der sie sich ihrer Unkenntnis wegen nur ein glückliches Erdenleben erwarten. Sie wollen nur einen Gott anerkennen, Der ihnen alle Annehmlichkeiten des Lebens schenkt, doch daß sie selbst sich ein Wohlergehen auf Erden verscherzen durch ihren Lebenswandel, durch ihre Gottferne, ist ihnen unverständlich. Je schwerer nun die Not an sie herantritt, desto mehr entfernen sie sich von Ihm, sie lehnen Ihn ab, ergeben sich nicht in ihr Schicksal, sondern murren und klagen und suchen sich selbst den Notzustand zu verringern durch ungerechte Handlungen und liebloses Vorgehen gegen den Nächsten. Ihr Glaube an Gott war nur ein Formglaube, der einer ernsten Prüfung nicht standhielt, der aber auch wertlos war und erst zum überzeugten Glauben werden muß. Es sind nur wenige Menschen, die sich in Zeiten der Not enger an Gott anschließen, weil sie fest an Ihn glauben und sich von diesem Glauben nicht abbringen lassen. Sie sehen die Leiden an als das, was sie sind, als ein Mittel, wodurch Gott die Ihm abtrünnigen Menschen gewinnen will. Sie bitten Gott unentwegt um Kraft und sind nun auch fähig, das Leid zu ertragen. Der Glaube gibt ihnen diese Kraft, und Gott verlässet die Seinen nicht, d.h., die an Ihn glauben und zu Ihm flüchten in jeder Not. Der Zustand jener Ungläubigen aber ist hoffnungslos, solange sie nur dem irdischen Geschehen Beachtung schenken und nicht nachdenken über Sinn und Zweck dessen. Es muß aber eine Klärung erfolgen, denn der Formglaube ist kein Glaube, wie Gott ihn fordert .... er ist schulmäßig übertragen worden auf die Menschen und ist an ihnen selbst noch nicht lebendig geworden; es ist ein toter Glaube, der nicht die Seele fördert in ihrer Entwicklung und daher einer starken Prüfung bedarf, auf daß sich der Mensch durch diese klar werde über sein Denken und seine Einstellung zu Gott. Wer Ihn abweiset, beeindruckt durch die Not und das irdische Geschehen, durch das eigene Schicksal, der wird durch größere Prüfungen hindurchgehen müssen, um den Glauben doch noch zu gewinnen, oder er wird verlorengehen und am Ende zu jenen gehören, die verdammt sind, die zu den Gegnern Gottes zählen und darum die gerechte Strafe empfangen, die wieder den Gang durch die neue Schöpfung zurücklegen müssen zum Zwecke ihrer Erlösung. Die Gläubigen werden ebenfalls starken Prüfungen ausgesetzt sein, doch ein überzeugter Glaube läßt sich nicht so leicht erschüttern, und Gott steht denen bei, die Ihm treu sind, die allen Prüfungen standhalten und sich desto inniger an Gott anschließen, weil sie fest an Ihn und Seine Liebe, Allmacht und Weisheit glauben. Und dieser feste Glaube wird ihnen gelohnt werden am Tage des Gerichtes, wo Gott Selbst sie einführt in das Paradies, wo alle Not ein Ende findet und sie in der Gegenwart Gottes überaus glücklich sind ....

Amen


 

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[Bertha Dudde]