Prophetisch Göttliches Wort

empfangen von Bertha Dudde

 

Vom rechten Beten

 


BD. Nr. 7603: Gottes Segen soll erbeten werden
20.5.1960

Versäumet es nicht, Mich um Meinen Segen zu bitten, was ihr auch beginnet, denn dann beweiset ihr, daß ihr Mich zu eurem Führer erwählt habt, daß ihr nichts ohne Mich tun wollet, daß ihr also Mir verbunden sein möchtet .... Und es sichert dies euch auch Meinen Segen und Meine Führung auf allen euren Wegen .... Und glaubet es, daß ihr keine Fehlschläge zu fürchten brauchet, wenn ihr zuvor um Meinen Segen gebeten habt, daß diese Bitte euch wahrlich vor Fehlschlägen bewahrt .... denn auch das, was ihr vielleicht als Fehlschlag ansehet, wird dann in Wahrheit nur zum Vorteil für eure Seele sein. Ihr sollt nur immer an Mich denken, mehr verlange Ich nicht von euch; aber oft schaltet ihr Mich aus euren Gedanken aus, und ihr begebt euch dann immer in die Gefahr, daß sich Mein Gegner eindrängt und euch in ungünstiger Weise beeinflußt. Davor will Ich euch warnen, weil ihr euch dann den Erdengang erschweret, weil ihr ihn weit leichter zurücklegen könnt, wenn Ich euer ständiger Wegbegleiter bin und bleibe .... Und immer wieder müsset ihr Mich bitten um Meinen Beistand, denn die Bindung mit Mir ist nötig, um geschützt zu sein vor Meinem Gegner, der nicht nachläßt, euch zu bedrängen. Er hat viel Gewalt in der Zeit des Endes, die nur ihr selbst ihm beschneiden könnt, denn euer Wille und euer Mir zugewandtes Denken ist euch ein großer Schild im Kampf wider ihn, es ist die beste Waffe, die ihr wider ihn anwenden könnet, weil ihr dann Mich Selbst in eure Nähe rufet, Den er flieht und also von euch abläßt. Und er richtet viel Verwirrung an auch unter den Meinen, weil er jeden hart bedrängen wird, der zu den Meinen gehört, und weil seine Bedrängungen in einer Weise stattfinden, daß er sie gegeneinander aufhetzt und sich zwischenzudrängen sucht. Und dann ist nur eure Bindung mit Mir vonnöten, und ihr werdet frei werden von ihm. Denn ihr selbst und euer Wille ist ausschlaggebend, ob er von euch Besitz ergreifen kann. Darum brauchet ihr ihn auch nicht zu fürchten, weil er völlig machtlos ist, wenn euer Wille Mir gilt und wenn ihr euch also Mir in Jesus Christus vollvertrauend hingebt und Mich bittet um Schutz. Aber große Gewalt hat er über euch, wenn ihr allein des Weges geht, ohne Mich und Meine lichtvolle Führung. Dann kann er wirken in seinem Bereich, und er tut es wahrlich in satanischer Weise. Darum sage Ich euch immer wieder, beginnet nichts, ohne Meinen Segen zuvor erbeten zu haben, und beweiset Mir dadurch euren Willen, mit Mir verbunden zu sein, und ihr werdet wahrlich euer Tagewerk auch unter Meinem Segen zu Ende führen, es wird von Erfolg sein, ihr werdet in Ruhe und innerlichem Frieden euren Weg gehen, und ihr werdet ihm kein Angriffsziel mehr bieten können, denn Ich schreite an eurer Seite, und Mich flieht er, weil er Mein Licht nicht zu ertragen vermag, in dessen hellem Schein ihr euch nun befindet .... Amen


BD. Nr. 6321: Gnadenmittel .... Gebet 
29.7.1955

Die Gnaden, die euch Menschen zuströmen, wertet ihr zu wenig aus. Denn Ich trete ständig mit Gnadengaben an euch heran, Ich biete sie euch an, aber ihr gehet daran vorüber .... Warum rufet ihr nicht zu Mir, wenn ihr in Not seid .... warum nützet ihr nicht das Gebet .... und warum verschließet ihr euer Ohr Meinem Wort, das euch von oben zugeleitet wird durch Meine Diener auf Erden? .... Glaubet es, daß jegliche Not nur ein von Mir angewandtes Mittel ist, das euch helfen soll .... also eine Gnade Meinerseits ist. Glaubet es, daß auch das Gebet eine unverdiente Gnade ist, daß ich euch anhöre, wenn ihr zu Mir sprechet, und daß Mein Wort die wertvollste Gnadengabe ist, weil es für euch die größte Hilfe bedeutet, wenn ihr Mich anhöret, was Ich euch zu sagen habe und was euch zur ewigen Seligkeit verhilft .... Jedes Mittel, das Ich anwende, um euch zu helfen, aus der Tiefe zum Licht zu gelangen, ist ein Gnadengeschenk für euch, weil ihr bei eurer ablehnenden Haltung nicht verdientet, daß euch Meine Liebe ständig betreut .... In der Endzeit fließen euch wahrlich Gnadengaben im Übermaß zu, und niemand brauchte leer auszugehen, jeder kann sich aneignen, soviel er begehret, und er brauchte nur zu wollen, daß ihm geholfen werde in geistiger Not, und die Hilfe ist ihm gewiß. Doch keine Gnadengabe wirket ohne eure Bereitschaft, sie auszuwerten .... Darum kann nicht Ich euch wandeln, sondern ihr selbst müsset es tun, euer Wille muß einen geistigen Aufstieg anstreben, und es werden überall ihm Hilfssprossen sichtbar werden, die er benützen kann zum Aufstieg. Aber ihr Menschen habt einen falschen Begriff von dem Wort „Gnade“ .... Ihr glaubet, durch diese „Mittel“ euch schon in den Besitz von Kraft und Seelenreife setzen zu können, ihr glaubt, daß formelle Gebräuche „Gnadenmittel“ sind, und wisset nicht, was unter Gnade eigentlich zu verstehen ist .... Ich liebe alle Menschen, auch die Mir noch fernstehen, und Ich will allen Menschen verhelfen zur Höhe .... Darum gilt Meine Sorge erstmalig denen, die ohne jegliche Verbindung mit Mir sind .... daß sie zuerst die Verbindung mit Mir eingehen .... Und darum bringe ich sie in Lebenslagen, wo sie in Not und Leid zu Mir rufen sollen .... weil der Ruf zu Mir eine erfolgreiche Wirkung hat. Also es ersinnet Meine Liebe ständig neue Mittel, das Mir abtrünnige Geschöpf wieder Mir zuzuwenden. Und alle diese Mittel, die geeignet sind, die Bindung zwischen dem Menschen und Mir herzustellen, sind Gnadenmittel, weil sie unverdiente Gaben sind. Und sowie ein Mensch zum Gebet seine Zuflucht nimmt, dann fordert er Meine Gnade an, und dann wird er unbeschränkt solche erhalten .... Ich werde in seinem Leben so offensichtlich in Erscheinung treten, daß er einen überzeugten Glauben gewinnen kann, denn er hat durch sein Gebet die Bereitwilligkeit bewiesen, Meine Gnaden zu nützen, und darum können sie ihm nun auch unbeschränkt zufließen und wirksam werden .... was immer den freien Willen des Menschen voraussetzt .... Und in der Endzeit kann jeder zu Mir finden, wenn er es nur will .... in der Endzeit werden alle Menschen so offensichtlich hingewiesen auf ihren Gott und Schöpfer, auf einen Lenker und Helfer .... Und ein jeder kann sich aus eigenem Antrieb an diesen Gott und Helfer wenden .... Ein jeder kann mit Mir Selbst in Verbindung treten und aus dieser Verbindung unerhörten Nutzen ziehen .... doch er muß willig sein dazu, ansonsten alle Gnadengaben wirkungslos bleiben, dann aber auch der Mensch rettungslos verlorengeht, so der letzte Tag gekommen ist .... Amen

 

BD. Nr. 3681: Rufet Mich an in der Not .... Tiefe des Glaubens
9.2.1946

In Stunden der Not dürfet ihr nur vertrauensvoll zu Mir rufen, und Ich bin euch näher denn je. Jede gedankliche Verbindung mit Mir trägt euch Meine Nähe ein, denn Ich bin ein Geist, Den ihr im kleinsten Maß selbst in euch traget. Und so euer Ruf zu Mir aus tiefstem Herzen kommt, ist es der Geistesfunke in euch, der Mir, dem Vatergeist von Ewigkeit, zustrebt, der untrennbar ist von Mir und der Mich also zu sich zieht. Ich bin euch zwar immer nahe, doch spürbar nur dann, so euer Wille Mir bewußt zustrebt und ihr Meine Gegenwart erbittet. Und spüren werdet ihr Meine Nähe insofern, als daß euch von innen heraus eine Ruhe überkommt, die im festen Glauben an Mich und Meine Hilfe ihre Begründung hat. Rufet Mich an in der Not, und Ich will euch erhören .... So ihr also glaubet, daß Ich bin und daß Ich euch liebe, daß Meiner Macht und Meinem Willen nichts unmöglich ist, wird auch euer Ruf aus dem Herzen kommen, und ohne zu zweifeln, werdet ihr der Erfüllung eurer Bitte, Meiner Hilfe, harren. Und es wird euch geholfen werden .... Doch jeder Zweifel schwächt die Kraft des Glaubens, ihr machet dann das Wirken des Geistes in euch unmöglich, ihr hindert ihn selbst daran, Mir, dem Vatergeist, zuzustreben, und er kann euch dann auch nicht die Kraft vermitteln, die von Mir auf euch durch den Geistesfunken überströmt. Wahrhaft gläubige Kinder will Ich Mein eigen nennen, die dem Wort des Vaters schrankenlos vertrauen, die sich Ihm hingeben in jeder Not und Gefahr, die nicht bangen und kleinmütig werden, weil sie sich im Schutz des liebenden Vaters geborgen wissen. Diese Tiefe des Glaubens macht euch überstark im Geist, sie bannt jede irdische und geistige Not, denn ein unerschütterlicher Glaube gestattet Mir ungehindertes Wirken und ständige spürbare Gegenwart. Dann kann Ich auch offensichtlich wirken, Ich kann unmöglich Scheinendes zustande kommen lassen, weil ein tiefer Glaube eine Kraftfülle zur Folge hat, durch die der Mensch selbst oder auch geistige Kraft für ihn zum Überwinder wird dessen, was ihm Sorge macht. Glaubet, und es wird euch immer geholfen werden, lasset durch euren Glauben Meine Kraft in euch einströmen und euch nun vom Geist in euch Ruhe und Sicherheit gewähren, denn die vermehrte Kraft in euch geht von Mir aus, sie ist Ausfluß Meiner Selbst, und also bin Ich Selbst in und bei euch je nach der Stärke des Glaubens und der Innigkeit eures Rufes zu Mir. Ihr werdet auf Erden nie begreifen können, daß Ich Selbst, der Geistesfunke in euch, Liebe, Kraft und Licht, alles eins ist, daß Ich also stets gegenwärtig bin, wo der Geist in euch wirken kann, wo Liebe geübt wird und Ich als Kraft und Licht erkennbar bin .... Denn so euch dies alles faßbar wäre, würdet ihr nicht mehr zweifeln können. Ihr aber sollet euch bemühen, es zu fassen, und ihr sollt den Geist in euch zu Rate ziehen, daß er euch belehre und euch Aufschluß gebe über das, was euch noch unerklärbar ist, was ihr nicht verstehet .... Und der Geist in euch wird euch belehren .... Und wieder bin Ich Selbst es, Der euch belehret, Der euch zu Sich ziehen will und euch die Wahrheit bringt, auf daß ihr zu Mir findet, auf daß euere Sinne geistig gerichtet sind und ihr mit dem Vatergeist in Verbindung zu treten begehret. Und dann wird euer Glaube immer tiefer und stärker werden, ihr werdet Mich erkennen stets und ständig, ihr werdet Meine ständige Gegenwart spüren und euch in völliger Ruhe Mir und Meiner Führung überlassen, und ihr werdet wahrlich recht geleitet sein auf dieser Erde, ihr werdet den rechten Weg gehen, der zur ewigen Heimat führt, und sicher euer Ziel erreichen .... Amen

 

BD. Nr. 5481: Gott .... Vater
6.9.1952

Lasset Mich nicht für euch der ferne Gott sein, Den ihr nur zu bestimmten Zeiten anrufet um Hilfe, wie es menschlich erlassene Vorschriften erfordern, sondern rufet Mich zu jeder Zeit zu euch, lasset Mich euch immer nahe sein .... sehet in Mir den Vater, Der mit inniger Liebe nach Seinen Kindern verlangt, und sprechet zu Mir, wie ein Kind zum Vater spricht .... furchtlos, vertrauend und schlicht, daß sich Mein Herz an dem Gestammel der Kinder erfreue. Erst wenn ihr Menschen Mich nicht mehr in der Ferne suchet, erst wenn ihr Meine Nähe empfindet, ist die rechte Bindung hergestellt mit Mir, die nun auch ihre Folgen nach sich zieht .... das Einwirken Meiner Liebe auf euch, die ihr Meine Kinder seid und die ihr von eurer Kindschaft auch Gebrauch machen sollet. Dann werdet ihr nicht mehr einsam wandeln auf Erden, dann habt ihr den treuesten Freund und Helfer zur Seite, dann werdet ihr recht denken lernen und euer Erdenleben auch recht ausnützen, weil Ich euch nun Anweisung gebe, die ihr gedanklich aufnehmet und auch danach handelt, denn ein rechtes Kind tut, was sein Vater von ihm verlangt .... Lernet in Mir den Vater erkennen .... Denn Ich will von euch geliebt, nicht aber nur als Gott gefürchtet werden .... Dann wird auch euer Gebet so sein, daß Ich es erhören kann, weil Liebe und Glaube darin zum Ausdruck kommen. Zu Gott aber sprechet ihr nicht so innig und zutraulich, wie ihr zum Vater reden könnet. Ihr redet dann nur so, wie ihr es traditionell gelernt habt, wie es euch der Kirchenglaube vorschreibt, und es kann zu leicht nur eine Form bleiben, ein Gebet, das nicht im Geist und in der Wahrheit zu Mir emporgesandt wird. Ich erhöre die Lippengebete nicht, Ich will als Vater von Meinen Kindern angesprochen werden, Ich will das Herz sprechen hören, dem Ich Mich dann auch liebevoll zuneige und die Bitten gewähre. Wohl müsset ihr Menschen zuerst einen Gott und Schöpfer von Ewigkeit erkennen lernen, auf daß der Glaube in euch erwache, dann aber muß dieser Glaube lebendig werden durch die Liebe .... ihr müsset Gott liebenlernen als euren Vater, und dann wird kein totes oder Formverhältnis mehr zwischen uns sein, dann stellet ihr die innige Verbindung mit Mir her, die Ich von euch fordere, um euch mit aller Liebe umfassen zu können. Dann habt ihr einen großen Schritt getan auf dem Wege zur Vollendung, und dann lasse Ich nimmermehr von euch, und Meine treusorgende Vaterliebe führet euch eurem Ziel entgegen .... Ihr ziehet als Meine rechten Kinder ein in die ewige Heimat, in euer Vaterhaus .... ihr tretet die Erbschaft des Vaters an .... ihr werdet schaffen und gestalten können in Licht und Kraft gleich Mir und in Meinem Willen, und ihr werdet unbeschreiblich selig sein .... Amen

 

BD. Nr. 5720: Rechtes Gebet .... Kindesverhältnis
10.7.1953

Glaubet es, ihr Menschen, daß ihr alles bei Mir erreichet, so ihr in der rechten Weise zu Mir betet .... Ein irdischer Vater versagt sich seinem Kinde nicht, das zutraulich ihn um etwas bittet, ein irdischer Vater kann dem Kind nichts abschlagen, weil er es innig liebt und auch die Liebe des Kindes besitzen will. Ein irdischer Vater aber ist ein Mensch mit Schwächen und Mängeln, gemessen an eurem Vater im Himmel, Dessen Liebe weit tiefer ist zu Seinen Kindern, nach deren Liebe Er verlangt seit Anbeginn. Was Meine Kinder von Mir trennt, ist ihr Wille, der Meinem Gegner sich zuwandte und nach dem Ich Verlangen trage. Und diesen Willen erkenne Ich als Mir geltend, wenn ein Mensch Mich anrufet im Gebet, wenn das Gebet recht ist, wenn es den Ruf des Kindes zum Vater beweiset. Dann ist der Mensch auf dem Wege der Rückkehr zu Mir, dann habe Ich schon Mein Kind wiedergewonnen, und dann ist Meine Liebe zu allem bereit, um auch die Liebe Meines Kindes zu gewinnen, auf daß es sich ewig nicht mehr von Mir abwendet .... Die Gebete der Menschen aber sind selten das, was sie sein sollen .... sie beten vielleicht noch zu ihrem Gott, nicht aber zum Vater, und ihre Gebete haben keine Kraft, denn das kindliche Zutrauen fehlt, und auch der Glaube mangelt ihnen, daß Ich sie erhöre .... Und es ist dies kein Zeichen des rechten Kindesverhältnisses, sie stehen Mir noch zu fern, sie probieren nur, um desto ungläubiger zu sein, wenn ihr Gebet vergeblich war .... Lernet in Mir vorerst den Vater erkennen, und sprechet dann zu Mir, und ihr werdet es selbst erfahren, um wie vieles wirksamer euer Gebet ist. Durch eure Not soll es euch bewußt werden, daß ihr selbst nichts vermöget aus eigener Kraft und daß ihr in eurer Hilflosigkeit zu Dem gehen sollet und könnet, Der mächtig ist, Der euer aller Vater ist, Der euch helfen kann und auch will, weil Er euch liebt .... In diesem Bewußtsein, werdet ihr selbst euch als Seine Kinder fühlen und nun demütig und innig bittend Ihm eure Not vortragen, und Er wird euch helfen getreu Seiner Verheißung: Bittet, so wird euch gegeben werden .... klopfet an, so wird euch aufgetan .... Amen

 

BD. Nr. 8738: Wie soll das Gebet sein, das erhört wird 
28.1.1964


Ich bin für euch da, wann immer ihr Mich rufet .... Jeder innige bittende Gedanke dringt zu Mir, jeden Laut, den das Herz ausspricht, höre Ich, und immer wende Ich Mich euch zu, denn die Stimme des Kindes dringt durch und wird immer das Ohr des Vaters erreichen. Und dann bin Ich auch immer zur Hilfe bereit, wenn ihr Hilfe benötigt, oder Ich versorge euch mit geistiger Kraft, wenn ihr diese erbittet .... Ich neige Mich zu euch und lasse Mir eure Bitte vortragen, weil dies Meine Seligkeit ist, Meine Geschöpfe zu beglücken, Meinen Kindern zu geben, was sie brauchen und von Mir anfordern. Niemals wird ein Ruf, der im Geist und in der Wahrheit zu Mir gesandt wird, an Meinen Ohren verhallen und unerhört bleiben, immer wird jedes innige Gebet zu Mir euch Segen eintragen, und ihr werdet ausreifen an euren Seelen. Nur darf euer Ruf nicht nur ein Lippengebet sein .... Und gerade diese Voraussetzung fehlt so oft, denn den Menschen ist ein Beten angelernt worden, das niemals an Mein Ohr dringen kann .... Sie beten oft gemeinsam und sprechen Worte vor sich hin, die sie angelernt haben und die niemals die Gefühle des Herzens ausdrücken, sondern leere Worte sind und bleiben, die besser unausgesprochen blieben. Ein inniges Gebet muß aus dem Herzen emporsteigen und das Ergebnis einer innigen Verbindung mit Mir sein, so daß das Kind dann mit Mir spricht wie mit seinem Vater .... Und wenn es auch nur stammelt und sich keiner wohlgesetzten Worte bedienet, so werde Ich dieses Stammeln doch verstehen und es werten als einen Lieberuf des Kindes zum Vater, und Ich werde darauf hören und antworten .... Das Gebet zu Mir ist eine Brücke, die ihr jederzeit betreten könnet, doch dieser Weg wird nur wenig benützt .... weil aus dem „Gebet“ nur noch eine bloße Form geworden ist, ein Daher-Reden von Worten, deren Sinn nicht durchdacht wird und der auch zumeist eine innige Andacht .... ein inniges Denken an Mich .... erschwert. Und dann beraubt sich der Mensch selbst einer großen Gnade, weil er die Kraft des Gebetes nicht nützet .... weil ihm keine Kraft zuströmen kann, wenn er nicht den innigen Kontakt findet zu Mir, der aber keiner vielen Worte benötigt, nur ein Mir gänzlich aufgeschlossenes Herz .... Im Gebet soll die Tür eures Herzens weit geöffnet sein, daß Ich Selbst eintreten kann in dieses, daß Ich euch mit Licht und Gnade erfüllen kann. Und darum müssen eure Gedanken mit aller Liebe bei Mir sein, das Herz muß ganz frei sein von anderen Gedanken, und dann müsset ihr leise Zwiesprache halten mit Mir und Mir alle eure Sorgen und Wünsche anvertrauen, oder .... wenn ihr nicht mit Sorgen zu Mir kommet .... müsset ihr Mir eure Liebe versichern, und dabei brauchet ihr wahrlich keine Gebetsveranstaltungen, keine allgemeinen Aktionen, keine Massengebete .... es sei denn, ein besonderes Anliegen veranlaßt mehrere Menschen, gemeinsam Mich um Hilfe anzugehen, doch es soll dies dann auch still und in sich gekehrt geschehen, denn jede laute Äußerung stört die innige Bindung, und es kann sich der Mensch nicht so versenken, daß er Mich ganz und gar gegenwärtig fühlet .... Ich muß euch immer wieder darauf hinweisen, daß ihr mit euren üblichen Gebeten bei Mir nicht viel erreichen werdet, weil Ich nur dessen achte, was das Herz empfindet, nicht aber, was der Mund ausspricht, und ob noch so viele Menschen sich an einem solchen Gebet beteiligen .... Dieses wird Mir immer ein Greuel sein, weil es nur ein Beweis ist, wie wenig ernst ihr es nehmet, mit eurem Vater von Ewigkeit zu sprechen, und weil ihr auch noch Hilfe von solchen Gebeten erhoffet, die ihr jedoch niemals werdet erfahren, und ihr wieder dadurch nur zu zweifeln beginnet an der Liebe und Macht eines Gottes, weil ihr keine Hilfe spüret. Und ihr könnet so viel erreichen durch ein stilles, ernstes, aus dem Herzen aufsteigendes Gebet, weil Ich ein solches niemals überhören, sondern Mich dessen erfreuen und immer bereit sein werde, darauf einzugehen, und euch die Liebe und Macht eines Vaters beweise, die euch beglücken will. Die innige Hingabe an Mich könnet ihr nicht besser beweisen als durch eine leise Zwiesprache, die euer Herz mit Mir hält, denn diese könnet ihr nicht gedankenlos .... als nur Form .... verrichten. Und dann wird jedes Wort, das ihr an Mich richtet, kindlich und vertrauend klingen, es wird in Wahrheit das Verhältnis eines Kindes zum Vater von euch hergestellt sein, und es wird das Kind alles erreichen, weil die Liebe des Vaters sich ihm nicht versagt und unaufhörlich das Kind beglücken will. Solange aber die Menschen glauben, Mich durch Formgebete bestimmen zu können, ihnen zu helfen, werden sie wenig Erfolg verzeichnen können und daher auch immer wieder zweifeln an einem Gott, Der in Seiner Liebe stets bereit ist zu helfen und es auch kann kraft Seiner Macht .... Dieser Glaube aber ist Vorbedingung, daß Ich Mein Füllhorn der Gnade ausschütte über alle Menschen, und ein solcher Glaube erfordert auch eine lebendige Verbindung mit Mir, die immer nur die Liebe eingehen wird, und darum erreichet der liebende Mensch alles bei Mir .... Amen

 

BD. Nr. 6012: Gebet in der Stille .... Bekennen vor der Welt
30.7.1954

Die Mich anbeten, sollen es tun im Geist und in der Wahrheit .... Was aus tiefstem Herzensgrunde kommt, das allein ist Mir wohlgefällig, und das erreicht auch Mein Ohr .... Ich sehe also nur in das Herz des Menschen und achte nicht der Worte, die der Mund ausspricht, wenn das Herz daran unbeteiligt ist. Vermögt ihr nun, euch völlig abzuschließen von der Welt, um mit Mir innige Zwiesprache zu halten, dann lobet ihr Mich ohne Worte schon durch euren Willen, mit Mir in Verbindung zu treten, dann ist es ein stummes Gebet, das ihr in Gedanken zu Mir richtet, eine rechte Anbetung, die eurer Seele reichen Segen einträgt, denn die Verbindung mit Mir läßt euch in den Besitz von Kraft und Gnade gelangen, welche die Seele empfindet als Hilfe zum Ausreifen. Diese innige Gebetsweise ist das rechte Gebet, das Mir wohlgefällt, denn dann seid ihr von selbst nahe an Mich herangetreten, so nahe, daß die Kraft Meiner Liebe euch berühren kann, die euch immer inniger zu Mir zieht. Wollet ihr mit Mir reden, dann ist wahrlich die Sprache des Mundes überflüssig, denn diese kann leicht etwas verbergen oder vortäuschen wollen, was Ich zwar erkenne, dem Mitmenschen aber nicht offensichtlich zu sein braucht, weshalb dieser sich leicht blenden lässet und nun seinerseits die gleiche Gebetsform anwendet .... Gehet in euer Kämmerlein, wenn ihr beten wollet .... Ziehet euch in die äußerste Stille zurück, dort werdet ihr Mich viel leichter finden und mit Mir verkehren können, wie ein Kind mit seinem Vater verkehrt .... Und ihr werdet Mir alles sagen ohne Scheu und im kindlichen Vertrauen .... Und ihr werdet Erhörung eurer Bitten finden, weil eure Gebete nun an Mein Ohr dringen .... Denn Ich habe euch dies zugesichert mit den Worten: Kommet zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken .... Wer also zu Mir kommt, an dem mache Ich auch Meine Verheißung wahr, und dies desto offensichtlicher, je zutraulicher er sich Mir nähert, je inniger er sich Mir anschließet und in stiller Zwiesprache sich Mir anvertraut. Die Sprache des Mundes soll euch dienen zur Verständigung untereinander .... Ich aber brauche keine Worte, denn Ich weiß alles, Ich sehe in euer Herz und lese in euren Gedanken, und also könnet ihr Mich nicht täuschen durch noch so schöne Worte .... wie aber auch keine Worte nötig sind, so ihr Mich preisen und loben wollet .... weil ein stiller Dank, ein demütiger Ruf zu Mir, ein Leben nach Meinem Willen, ein durch die Liebe lebendig gewordener Glaube Mich wahrhaft erfreut und Lob und Preis in sich schließet. Doch bekennen sollet ihr Mich mit dem Munde euren Mitmenschen gegenüber .... So es um eure Einstellung zum Glauben geht, sollet ihr frei und offen euch zu Mir bekennen und euch nicht fürchten vor den Folgen eures Bekennermutes .... Denn dieses Bekennen soll wieder ein Ansporn sein für eure Mitmenschen, die noch schwach im Glauben sind, und es ist gleichzeitig ein Beweis, daß ihr zur Wahrheit stehet, daß ihr nicht nach außen den Anschein erwecken wollet, der mit eurem inneren Denken, mit eurer Überzeugung, nicht übereinstimmt. Stets sollet ihr wahr sein und Mich und Meinen Namen über alles setzen, wenn dieses Bekenntnis von euch gefordert wird .... Doch was ihr Mir Selbst zu sagen habt, das könnet ihr still und heimlich Mir unterbreiten, denn Ich will die Stimme des Herzens vernehmen, nicht nur Worte, die der Mund daherredet, wenn das Herz unbeteiligt ist. Und ungeheure Kraft haben solche Gebete, wenn sie vereint zu Mir ertönen .... wenn sich Menschen zusammenfinden, um Mich anzuflehen in einem bestimmten Anliegen .... wenn alle aus der Tiefe ihres Herzens das gleiche erbitten, die gleiche Bitte zu Mir emporsenden, und wenn es nur ein kurzer Ruf ist .... Ich werde ihn hören und erhören, sowie sie beten zu Mir im Geist und in der Wahrheit .... Amen

 

BD. Nr. 3778: Innigkeit des Gebetes verstärkt den Glauben
23.5.1946

Die Innigkeit des Gebetes erhöht die Aufnahmefähigkeit für Mein Wort, und so wird euch jederzeit Kraft und Gnade zugehen, so ihr im Geist und in der Wahrheit zu Mir betet. Und mag sich auch oft die Welt trennend zwischen euch und Mich stellen wollen, sie wird nicht fähig sein, die Verbindung von euch zu Mir zu lösen, wie sie auch niemals Mich hindern kann, euch nahezutreten im Wort, solange ihr nicht versäumet, Mich anzurufen um Hilfe. Doch das Gebet zu Mir muß Ich fordern, solange ihr noch nicht so starken Glaubens seid, daß auch die stärkste weltliche Gefahr das Bewußtsein Meiner Gegenwart nicht mehr zerstören kann. Dann erst seid ihr Mir unzerreißbar verbunden. Der schwache Glaube aber lockert das Band, und es muß immer wieder von neuem geknüpft werden durch das Gebet. Doch die Versicherung gebe Ich euch, daß es niemals zerreißen wird, denn Ich kenne die Meinen und ziehe sie zu Mir, bis sie untrennbar mit Mir verbunden sind auf ewig. Was der Erde noch bevorsteht, ist so gewaltig, daß es starke Glaubenskraft erfordert, will der Mensch es überstehen, ohne Schaden zu nehmen an seiner Seele. Und jede irdische Notlage ist eine Vorbereitung für diese Zeit, die unwiderruflich kommen wird gemäß Meiner Ankündigung. Ich lege der Menschheit wohl eine große Last zu tragen auf, Ich lasse sehr viel Leid über sie kommen, doch Ich weiß auch um die Auswirkung dessen und denke nur an das Seelenheil der Menschen, denen Ich helfen will in ihrer geistigen Not. Doch Ruhe und Frieden wird euch überkommen, so ihr tief gläubig seid, und auch die größte Not wird euch nicht mehr schrecken oder schwach machen. Suchet diesen Glauben zu erreichen, suchet die Verbindung mit Mir stets und ständig herzustellen, achtet nicht so sehr der Welt und ihrer Anforderungen, sondern versenket euch mehr und mehr in Mein Wort, nehmet die Kraft von Mir direkt entgegen durch Mein Wort, lasset euch speisen und tränken von Mir, auf daß ihr kraftdurchströmt seid und keine Bangigkeit mehr kennet, auf daß ihr im Bewußtsein Meiner Gegenwart lebet und sorglos Meiner Liebe und Gnade euch empfehlet. Ich weiß um alle eure Nöte, Ich weiß um die Verzagtheit eurer Seelen, um die Bangigkeit eurer Herzen und werte alles nach eurem Willen, wie weit er Mir gilt. Und entsprechend lenke Ich alle Geschehnisse, daß sie eurer Seele zum besten gereichen. Lasset nie die Innigkeit des Gebetes außer acht, suchet Mich in jeder Not und Gefahr, und Ich höre euren Ruf und helfe euch. Denn ihr sollt Mein werden mit jeder Faser eures Herzens, ihr sollt innigsten Zusammenschluß suchen mit Mir, auf daß euer Glaube die Stärke erreichet, daß ihr nichts mehr fürchtet, was auch kommen mag .... Amen

 

BD. Nr. 3734: Schlichte Gebetsform
3.4.1946

Die schlichte Gebetsform ist Mir wohlgefällig .... So jemand mit Mir spricht mit kunstvoll gefügten Worten und Sätzen, wird er nicht die tiefe Innigkeit aufbringen, die allein den Weg zu Meinem Herzen findet. So aber sein Gebet aus dem Herzen kommet, wird es gleich sein einer schlichten Äußerung seiner innersten Gefühle, und es wird in seiner Einfachheit seine Wirkung nicht verfehlen, denn einen solchen Ruf vernehme Ich jederzeit und komme ihm nach. Ich verlange das zutrauliche Gebet eines Kindes zum Vater, das ungeschminkt und ungeziert ist und das den Vater also erfreut, wohingegen alles gezierte Reden mehr dem Verstandesdenken entspringt als dem Herzen und das Verhältnis eines Kindes zum Vater beeinträchtigt. Ein frommes Gebet ist eine stille Zwiesprache mit Mir in aller Demut und Liebe, im Vertrauen auf Meinen allzeitigen Beistand, auf eine liebevolle Antwort .... Ein solches Gebet findet Mein Wohlgefallen .... Doch der Formgebete achte Ich nicht, denn sie entspringen nicht eurem Herzen und können darum auch nicht so empfunden werden wie ein eigenes Gebet. Und nicht die Länge eines Gebetes erhöht die Wirksamkeit, sondern nur die Innigkeit .... Ihr sollt zwar beten ohne Unterlaß, doch so ist dieses Wort nicht zu verstehen, daß ihr in der Übung langer Formgebete verharrt, die vor Mir nicht den geringsten Wert haben, sondern ohne Unterlaß sollet ihr Meiner gedenken und mit Mir Zwiesprache führen, und es wird dies Mir wohlgefällig sein, weil ihr daraus ungemessen Gnade schöpfen könnet, weil ihr euch durch gedanklich anhaltende Verbindung mit Mir öffnet zum Empfang Meiner Gnade, so ihr euer Tagewerk beginnet mit Mir, so ihr Mich bei allem, was ihr tut, zu Rate ziehet und also gleichsam Mich ständig in eurer Nähe weilen lasset durch euer eigenes Verlangen, das ihr Mir gedanklich bezeuget, so ihr immer wieder mit Mir euch verbindet im Gebet. Euer Herz muß tätig sein, wenn Ich Selbst an und in euch tätig sein will. Doch eines Lippengebetes Wirkung werdet ihr nicht verzeichnen können, und so ihr noch so viel Zeit darauf verwendet, denn Ich vernehme dann nicht die Stimme Meines Kindes, das allein vom Vater erreichet, was es verlangt und erbittet. Und so ihr euch als Meine Kinder fühlt, wird auch euer Gebet kindlich und schlicht sein, ihr werdet keine Formgebete benötigen, denn sie werden euch nicht den Trost und die Kraft geben, sie werden euch selbst wie leeres Reden erscheinen. Denn das rechte Verhältnis zu Mir drängt euch auch zu den rechten Worten, wie sie ein Kind zum Vater ausspricht, und dann ist euer Gebet Mir auch wohlgefällig .... Amen

 

BD. Nr. 1862: Vaterworte .... Das gläubige Gebet und Fürbitte
24.3.1941

Wer sich Mir vollgläubig anvertraut, dessen Gebet erhöre Ich .... Das Leben ohne Kampf bringt keine Reife der Seele zustande, kämpfen muß der Mensch, und nur dann kann ihm der Kampf erspart bleiben, wenn er aus eigenem Antrieb sein ganzes Leben in Meine Hände legt, wenn er sich Mir anvertraut und auf Meine Hilfe gläubig baut. Dann ist er so, wie Ich Meine Erdenkinder haben will .... er erkennt Mich als seinen Vater an, Dessen Allmacht und Liebe so groß ist, daß Er Sein Kind nicht in der Not läßt. Und er wandelt niemals allein, sondern ruft Mich stets an seine Seite .... er ist nicht bangend und zweifelnd, sondern voller Zuversicht, er fürchtet sich nicht, sondern er glaubt .... Und den Glauben enttäusche Ich nicht .... Wer so an Mich glaubt, der wird keine Fehlbitte tun, Ich werde ihm beistehen und seine Hoffnungen erfüllen, und es wird dadurch sein Glaube immer tiefer und unerschütterlicher werden .... in ihm wird Frieden sein, denn er fürchtet nichts mehr, er weiß, daß er niemals allein und verlassen ist .... Des Gebetes Kraft wird spüren, wem das Gebet gilt .... Es wird geistige Helligkeit bewirken und Stärke des Glaubens, es werden die Menschen spüren, daß ihnen Kraft zugeht, und es wird der geistige Blick nach oben gerichtet sein .... Ich werde Selbst einen Blitz der Erkenntnis senden in die Herzen derer, denen das gläubige Gebet Meiner Kinder gilt. Was diese erbitten, wird ihnen gewährt, und Meine Liebe wachet über den Schwachen und Hilfsbedürftigen, daß sie nicht fallen oder irregehen. Denn die auf Erden für ihre Lieben bitten und die flehen um deren Seelenheil, übertragen die Kraft des Gebetes auf jene, und also kann diesen nun Gnade vermittelt werden, denn die Fürbitte ist ein Werk der Nächstenliebe, die Fürbitte ist das wirksamste Mittel, ihnen zu helfen .... Mein Geist sucht nun die Vereinigung mit ihnen und lenkt sie dem Erkennen entgegen .... Was der Mensch aus eigener Kraft nicht kann, das vermag ein gläubiges Gebet, das für ihn emporgesendet wird zu Mir. Und Ich nehme Mich dieser Seelen besonders an, Ich lasse sie nicht in Unkenntnis, Ich überschatte sie mit Meiner Gnade, mit Meinem Geist, denn die Liebe eines Menschenkindes fleht nicht vergeblich um Meinen Beistand. Und so sei unbesorgt, es geht ein jeder den Weg, den er gehen muß zu seiner Vollendung .... wie es kommt, so ist es gut für die seelische Höherentwicklung. Und so ihr Mir gläubig vertraut, führe Ich euch durch alle Nöte der ewigen Heimat entgegen .... Amen

 

BD. Nr. 6569: Gebetserhörung .... Glaube
11.6.1956

Die Kraft eures Glaubens gewährleistet euch auch Erfüllung eurer Bitten. Denn Ich stehe zu Meinem Wort: „Bittet, so wird euch gegeben, klopfet an, so wird euch aufgetan ....“ Ihr sollet immer dessen gedenken, daß Mein Wort Wahrheit ist, daß Ich euch nicht eine Verheißung gebe, ohne sie zu erfüllen. Ihr solltet auch bedenken, daß es Mir auch immer möglich ist, eure Bitten zu erfüllen, und daß die Liebe zu euch auch gern euren Bitten nachkommt .... daß ihr aber nur dann auf Erfüllung rechnen dürfet, wenn ihr fest glaubt, wenn ihr keinen Zweifel aufkommen lasset an Meine Liebe oder Meine Macht. Der geringste Zweifel aber hindert Mich, euch diese Meine Liebe und Macht zu beweisen, denn ihr seid Mir dann noch nicht so eng verbunden, ihr seht in Mir noch nicht den Vater, sondern immer nur den fernen Gott, Der Sich aber auch nicht hervordrängt, solange eure Kindesliebe Mich, euren Vater, nicht zieht .... was jedoch ein fester Glaube tut. Deshalb bleiben so viele Bitten Meiner Erdenkinder unerfüllt, und das bestärkt noch ihre Zweifel an die Kraft eines Gebetes. Und doch ist nur die fehlende Kraft des Glaubens schuld daran, daß ihr oft vergeblich auf Erfüllung harrt .... Kommet wie Kinder zu eurem Vater, und sprechet zu Ihm in wahrer Demut und Kindesliebe, und traget Mir nun eure Anliegen vor in fester Zuversicht, daß Ich euch höre, eure Not verstehe und sie abwende von euch .... Und ihr könnet überzeugt sein, daß Ich Mein Ohr nicht verschließe und euren Bitten willfahre .... Denn Ich will euch stets fester an Mich ziehen und darum auch einen festen Glauben nicht zuschanden werden lassen. Und ein rechtes Kind wird auch nur bitten um Dinge, die ihm nicht zum Schaden der Seele gereichen; ein rechtes Kind stellt es Mir anheim, und Ich lenke seine Gedanken, so daß es erkennt und jedem Verlangen wehret, das seiner geistigen Entwicklung hinderlich ist. Das rechte Kindesverhältnis garantiert auch ein erleuchtetes Denken, einen erleuchteten Geist .... Ich will, daß ihr in jeder Not des Leibes und der Seele euch Mir anvertraut, und Ich werde euch helfen, wie Ich euch verheißen habe, sowie ihr lebendig glaubet an Mich. Den lebendigen Glauben aber kann Ich euch nicht geben, diesen müsset ihr euch selbst erwerben durch die Liebe .... Und so werdet ihr nun auch wissen, warum so viele Gebete unerfüllt bleiben: weil mangelnde Liebe den schwachen Glauben erklärt, weil ein Mensch niemals einen vollen Beweis Meiner Liebe von Mir erwarten darf, der selbst wenig Liebe hat und darum auch Mein Liebewirken verhindert .... Mein Wort ist Wahrheit, Meine Verheißungen setzen aber auch die Erfüllung der Bedingungen voraus .... Dann wird jede Verheißung in Erfüllung gehen an euch. So trachtet danach, euren Glauben zu festigen, ihn lebendig werden zu lassen durch Liebewirken .... Dann aber wird auch die Kraft des Glaubens in euch sein, und Meine Liebe und Macht wird an euch offenbar werden .... Amen

 

BD. Nr. 3714: Gebet um Gnade und Kraft
15.3.1946

So ihr euch innig an Mich wendet um Zuleitung von Kraft und Gnade, empfanget ihr auch solche ungemessen, wenn auch zuweilen nicht als sofortige Hilfe erkennbar, weil Gnade und Kraft die Seele mehr berührt als den Körper. Es kann der Mensch als solcher noch Drangsalen ausgesetzt sein, die aber die Seele nicht so hart empfindet, so daß der Mensch auch in größter Not ruhig und besonnen bleibt, weil seine Seele stark ist, und dennoch die körperliche Drangsal überwunden werden muß. Also nehme Ich nicht immer diese dem Menschen ab, gebe ihm aber die Kraft, zu tragen, was Ich ihm auferlege. Und er wird nichts so schwer empfinden wie ein Mensch ohne Glauben, der nicht Meine Kraftzuwendung begehrt und erbittet. Nicht das Unglück selbst macht die Größe dessen aus, sondern der Zustand des Menschen, der, so er kraftlos ist, jede Not doppelt schwer empfindet. Meine Gnade und Kraft aber steht euch Menschen ständig zur Verfügung, und so ihr euch ihrer bedienet, wird auch das schwerste Erdenleben für euch ertragbar sein und immer von Nutzen für eure Seele. Denn deren Hülle wird langsam aufgelöst, was Meine Kraft und Gnade bewirket .... Denn sowie sich der Mensch Mir anschließet, sowie er sich Mir verbindet durch sein Gebet um Kraft und Gnade, kann Ich Selbst Mich ihm mitteilen in Form von Kraftzufuhr, und im gleichen Maße, wie Ich an seiner Seele tätig sein kann, verringert sich sein materielles Streben .... Denn Meine Gnadenkraft drängt die Seele dem Geist in sich entgegen und von materiellen Gütern hinweg. Und darin kommt Meine Gnade und Kraft zur Auswirkung, daß sie den Menschen innerlich festigt, ihn von der Außenwelt löset und er Fühlung sucht mit dem Geist in sich und also geistigen Fortschritt erzielt, so er irdische Not mit Meiner Unterstützung, mit Zufuhr von Gnade und Kraft zu heben sucht. Niemals bleibt eine solche Bitte unerfüllt, niemals geht ein Mensch leer aus, der sich Mir mit dieser Bitte naht. Und er wird es auch stets erkennen, um wie vieles kraftvoller er ist nach innigem Gebet zu Mir, wenngleich die irdische Not noch nicht behoben ist. Doch diese bezwecket einerseits, daß der Mensch seine Schwäche und Kraftlosigkeit erkenne und sich Dem zuwende, Der sie beheben kann, wie sie aber andererseits auch den Glauben stärken soll, so offensichtlich Hilfe kommt nach innigem Anruf zu Mir. Eine Mir zustrebende Seele ziehet immer geistigen Vorteil aus der Not des Leibes, weil sie sich stets zu Mir flüchtet und jedes innige Gebet ihr Kraft und Gnade einträgt, die je nach ihrem Reifezustand nun zur Auswirkung kommt .... sichtbar und fühlbar auch für den Körper oder aber nur der Seele spürbar, wie es Meine Weisheit und Meine Liebe für zweckvoll erachtet. Doch ohne Kraft lasse Ich keinen, der sie von Mir erbittet .... Denn jede Bitte um geistiges Gut erhöre Ich und, so es euch zum Segen gereichet, auch die Bitten um irdische Hilfe. Und so werdet ihr auch in größter Not Mich spüren können, ihr werdet nicht mutlos und verzagt zu sein brauchen, so ihr euch vertrauensvoll Meiner Liebe und Gnade empfehlet, so ihr Meine Kraft in Anspruch nehmen wollet und dies durch innige Zwiesprache mit Mir bezeuget. Ich kenne alle eure Nöte, eure Schwächen und Zweifel, doch Ich will, daß ihr euch deren entäußert im Gebet zu Mir, auf daß ihr auch inne werdet, wenn jene durch Meine Liebe, durch Meine Kraft- und Gnadenzuwendung behoben wird .... auf daß ihr Mich erkennen lernet in allem, was euch berühret. Ich spreche durch die Not zu euch, wie Ich auch Mich zu erkennen gebe durch die Hilfe .... Und so ihr innig mit Mir verbunden bleibet, wird euch keine Not schrecken, und erscheinet sie noch so groß, weil euch jedes Maß von Kraft und Gnade zur Verfügung steht durch Meine Liebe. Ich betreue euch bis an euer Lebensende, leiblich und geistig, und so ihr dies ungezweifelt glaubet, wird jede Furcht einer großen Not gegenüber von euch fallen, denn ihr werdet sie überwinden jederzeit mit Meiner Gnade und mit Meiner Kraft .... Amen

 

BD. Nr. 3682: Gebet in Demut 
10.2.1946

Zum rechten Gebet gehört wahre Demut des Herzens, dann erst ist es Mir wohlgefällig, denn die Demut Mir gegenüber ist auch ein Beweis der Liebe zu Mir, weil die Liebe niemals herrschen will, sondern dienet .... Und wer Mich also bittet mit dem Gefühl der Liebe im Herzen, der wird auch nur demütig vor Mich hintreten können, seine Liebe erwidere Ich und schenke ihm Meine Gnade .... Wem aber die rechte Demut mangelt, dessen Gebet ist nur ein Angstruf zu Mir, Den er wohl im Herzen anerkennt, nicht aber liebt, weil er selbst noch nicht zur Liebe geworden ist und, weil er selbst dem Nächsten keine Liebe entgegenbringt, auch von Mir keine Liebe und Gnade empfangen kann. Dies ist auch oft der Grund, daß Bitten unerfüllt bleiben, denn die Demut des Herzens verlange Ich, weil sie der Beweis der Liebe zu Mir ist. Demut des Herzens schaltet jeden überheblichen Gedanken aus, sie schaltet liebloses Handeln aus, denn Liebe und Demut gehen miteinander, nicht aber gegeneinander. Darum ist ein demütiges Herz Mir wohlgefällig, und Ich überschütte es mit Gnade und Liebe. Die tiefe Demut liegt aber nicht im äußeren Gebaren des Menschen, denn dieses ist Mir allzeit verhaßt .... Die Demut Mir gegenüber kommt allein im Gebet zum Ausdruck, die Demut dem Nächsten gegenüber in dienender Nächstenliebe. Äußere Gebärden aber täuschen oft Demut vor, während das Herz solche nicht empfindet. Doch Ich sehe auf den Grund der Seele .... Ich lasse Mich nicht täuschen durch den Schein, und daher wird das Zeichen Meiner Gnade selten dort zu finden (sein = d. Hg.), wo nach außen der Schein der Demut erweckt wird, wo die Mitmenschen solche erkennen sollen in Gebärden, in der Haltung oder demütig klingenden Worten .... Ich achte nur auf die Demut des Herzens, und jene Menschen bedenke Ich, wenngleich sie nach außen sich behaupten und keine Unterwürfigkeit zur Schau tragen. Wer aber in dienender Nächstenliebe tätig ist, der überhebt sich nicht und bleibt allzeit ein Diener des Herrn, denn er erfüllt Mein Gebot, er tut, wie es sein Herr geboten hat, er unterordnet sich Meinem Willen, ohne dazu gezwungen zu sein. Und so er also zu Mir betet, wird seine Bitte gleichfalls die eines Dieners dem Herrn gegenüber sein oder die eines Kindes zum Vater, Dem das Kind in Liebe sich unterstellt und tief demütig Ihm seine Sorgen anvertraut .... es wird nicht fordern, sondern bitten, ein Zeichen der Demut, des Anerkennens Dessen, Der ihm die Bitte erfüllen soll .... ein Anerkennen Seiner Macht und Liebe .... und seine Bitte bleibt nicht unerfüllt .... Betet recht, so soll euch auch allezeit Erfüllung werden .... bittet, aber fordert nicht .... bleibt tief demütig im Herzen, auf daß Meine Gnade euch überströmen kann, und wisset, daß Ich niemals eines äußeren Zeichens bedarf, daß Mir äußere Zeichen niemals wohlgefällig sind, weil sie leicht ein Deckmantel sind für die, die nicht zutiefst wahrhaftig sind, die täuschen wollen und deren Herzen anders empfinden, als es scheint. Darum achtet auch nicht jener oder eifert ihnen nach, sondern dienet in Liebe dem Nächsten, und es wird euch wahre Demut des Herzens zieren, die Mein Gefallen findet und die Ich mit reicher Gnade lohnen kann .... Amen

 

BD. Nr. 4372: Rechtes Gebet .... „Vater, Dein Wille geschehe ....“
11.7.1948

Kein Gebet ist vergeblich, das im vollen Vertrauen auf Meine Hilfe zu Mir emporsteigt. Denn dieses Vertrauen bezeugt den Glauben an Meine Liebe und Meine Macht. Und es hat der Mensch durch ein solches Gebet auch das rechte Verhältnis zu Mir hergestellt .... er naht sich Mir wie ein Kind seinem Vater. Ein Vater aber versagt sich seinem Kinde nie, es sei denn, das Kind erbittet etwas ihm völlig Unzuträgliches, dann wird es der Vater schützen und es aber auch belehren, auf daß das Kind in seinem Vertrauen nicht enttäuscht werde. Die Belehrung geschieht in der Weise, daß in dem Menschen von selbst Bedenken aufsteigen, ob sein Gebet wohl angebracht sei, daß er selbst zweifelt, das Recht zu haben, eine solche Bitte auszusprechen, und dann wird ein rechtes Kind seiner Bitte stets hinzusetzen: „Vater, Dein Wille geschehe ....“ Und Ich werde ihm gewähren, was ihm zuträglich ist, und seine Bitte in anderer Form erfüllen, denn Meine Liebe wird erfüllen und beglücken, so Ich in rechter Weise angerufen werde. Und darum sollet ihr stets eure Glaubensstärke zu erhöhen suchen, weil euch dann die Erfüllung jeglicher Bitte gewährleistet wird. Erhöhte Glaubensstärke wird stets erhöhte Liebetätigkeit als Begleiterscheinung haben, erhöhte Liebetätigkeit sichert vermehrtes Wissen, und also wird der Mensch auch im Wissen und in der Wahrheit stehen, nichts erbitten, was ihm unzuträglich ist, und sonach stets Erfüllung finden, weil er glaubt. Wisset, daß ihr nicht anders als im rechten Denkens stehen könnet, so ihr durch die Liebe über einen rechten Glauben verfügt und in diesem Zustand ein Gebet zu Mir emporsendet. Und gedenket Meiner Verheißung: „Bittet, so wird euch gegeben werden, klopfet an, so wird euch aufgetan ....“ Und so dürfet ihr jederzeit Mir eure Anliegen vortragen als rechte Kinder, und Ich werde euren Glauben niemals zuschanden werden lassen .... Amen


Zu dieser Thematik können Sie sich auch das Themenheft Nr. 22 "Vom rechten beten" 
(137 kb, PDF) herunterladen


[Bertha Dudde]