Prophetisch Göttliches Wort
empfangen von Bertha Dudde

Weltliebe
BD.
Nr. 5517: Weltliebe .... Ernste Mahnung ....
26.10.1952
Die Welt wollen die Menschen nicht aufgeben, und darum suchen sie, Kompromisse zu machen, die Ich aber nicht gelten lassen kann. Niemand kann zweien Herren dienen .... besonders dann, wenn beide völlig gegensätzlich sind in ihrem Wesen. Und so ist die Welt mit allen ihren Freuden und Reizen völlig gegensätzlich zu dem, was ihr Menschen anstreben sollet .... das geistige Reich, dessen Herr Ich bin und bleiben werde. Wohl stehet ihr mitten in der Welt, um euch zu bewähren, um die Welt überwinden zu lernen, nicht aber, um sie auszukosten, daß alle eure körperlichen Wünsche Befriedigung finden, denn in gleichem Maße lasset ihr die Seele unbefriedigt.
Ihr rechnet in euch mit einem natürlichen Rückgang eurer Begierden und Wünsche mit zunehmendem Alter und glaubet dann noch Zeit genug zu finden, eurer Seele zu gedenken .... Wisset ihr aber, ob ihr noch lange auf Erden weilet? Wisset ihr, ob ihr ein Alter nach eurem Willen erlebet? Und wisset ihr, wie arm und elend ihr eingehet in das jenseitige Reich, so ihr plötzlich abgerufen werdet? Folglich ist es unklug, das Wichtigste im Erdenleben hinauszuschieben in eine euch noch ungewisse Zeit, und folglich müsset ihr auch erkennen, daß der Weltgenuß, ein irdisch befriedigendes Leben auf dieser Erde, nicht recht sein kann vor Meinen Augen, ansonsten ihr nicht damit zu rechnen brauchtet, daß jeder Tag euer letzter sein kann.
Jeden Menschen, der nur in geringem Glauben steht an Mich und ein Fortleben nach dem Tode, wird ein unbehagliches Gefühl befallen, so er sich einen plötzlichen Tod vor Augen hält, weil er es weiß, daß er nicht entsprechend Meinem Willen lebt, doch er betäubt sich selbst mit der Welt und ihren Freuden. Nur gänzlich ungläubige Menschen haben keinerlei Bedenken oder Gewissensskrupel, wenn sie der Welt abgewinnen, was sie nur können .... Sie haben den stillen Mahner in sich schon längst betäubt, der aber immer noch seine Stimme ertönen lässet bei denen, die nicht ohne Glauben sind. Und diesen gelten Meine Worte, daß sie gedenken sollen eines plötzlichen Abrufes, daß ihnen die Welt nicht das gibt, was Bestand hat für die Ewigkeit, daß sie nichts hinübernehmen können in das geistige Reich, was ihnen auf Erden begehrenswert erscheint. Sie sollen bedenken, daß sie sich lösen sollen vom Weltlichen und daß sie es auch können mit Leichtigkeit, wenn sie die Liebe in sich zur Entfaltung bringen .... Dann ist ihnen nichts mehr begehrenswert, was dem angehört, der ein Gegner von Mir und daher bar jeder Liebe ist .... Die Liebe gibt ihm auch die rechte Erkenntnis über Wert und Unwert der Dinge, die Liebe allein ist das Gegengewicht zur Welt, denn wer die Liebe hat, knüpft auch die Verbindung an mit der Ewigen Liebe, und Diese wird nun das Ziel seiner Wünsche und Begierden, die Welt verblaßet und reizet nicht mehr, die Seele wird nun mehr bedacht als der Körper, der Mensch lernet die Welt überwinden, und dann lebt er sinn- und zweckgemäß sein Erdenleben, und er brauchet auch einen plötzlichen Abruf nicht zu fürchten, denn die Seele hat dann den Weg gefunden, der in ihre wahre Heimat führt ....
Amen
BD.
Nr. 4957: Weltliebe - Krankheit .... Niemand kann zweien
Herren dienen ....
27.08.50
Die Weltliebe ist eine schleichende Krankheit, die sicher zum geistigen Tode führt. Und so könnet ihr ermessen, daß euer Vater im Himmel gar oft zu schmerzhaften Mitteln greifen muß, um euch vor diesem Tode zu retten, um euch die geistige Gesundung zu verschaffen, um euch zu veranlassen, der Welt und ihren Freuden zu entsagen, auf daß ihr ewig lebet .... Es wäre ein falsches Mitleid, wollte Ich vor solchen Mitteln zurückschrecken, nur um euch nicht leiden zu lassen während eures Erdenlebens, es wäre eine falsche Liebe, die euch keinen Segen bringen könnte, sondern nur Verderben für eure Seele. Meine Weisheit aber sieht voraus, und Meine Liebe suchet euch zu helfen. Daß ihr die Welt hingeben müsset, um Mich zu gewinnen, ist unvermeidlich, und so ihr sie nicht freiwillig opfert, muß ich euch nehmen, woran euer Herz hängt. Und darum müsset ihr so oft auf Erden leiden, wenngleich euer Lebenswandel nicht ausgesprochen schlecht ist. Doch ihr seid noch erfüllt von falscher Liebe, von der Liebe zur Materie, von einer Liebe, die erst recht gerichtet werden muß, soll sie euch beseligen. Und solange ihr diese Liebe nicht ausrottet aus euren Herzen, habe Ich darin keinen Platz, denn wo Ich weile, muß alles irdische Verlangen überwunden sein. Und wieder muß Ich sagen: Niemand kann zweien Herren dienen ....
Ich begnüge Mich nicht mit geteilter Liebe, Mein Gegner aber, der Fürst der Welt, läßt es auch nicht zu, daß ihr ihm nicht alleiniges Recht einräumet auf eure Seele. Und so muß sich der Mensch notgedrungen entscheiden .... für Mich oder für ihn. Solange er aber die Welt begehrt, gilt seine Entscheidung ihm, der ihn herabzieht ins Verderben. Er gibt euch reichlich während des Erdenlebens, doch nach dem Tode steht ihr in bitterster Armut drüben, und Qual und Finsternis ist euer Los .... Meine Gaben aber sind auf Erden weniger verlockend, denn sie bestehen in geistigen Gütern, die euch Menschen während des Erdenlebens wenig reizvoll erscheinen, dagegen nach eurem Tode einen unermeßlichen Reichtum ausmachen, der euch beseligt und zu Kindern des Lichtreiches macht für ewig. Ich biete unvergleichlich mehr als Mein Gegner, doch seine Gaben blenden euch und machen euch begierlich danach. Doch denket an das Leben nach dem Tode .... denket daran, daß ihr die Stunde eures Hinscheidens nicht wisset, sie aber ganz nahe sein kann und daß ihr dann alles verliert, was ihr an irdischen Gütern besitzet. Dann müsset ihr die Stunde des Todes fürchten .... Doch sehnen werdet ihr euch nach ihr, so ihr euch geistige Schätze gesammelt habt, so ihr Verzicht leistet auf irdische Güter, um Gaben, von Mir geboten, dagegen einzutauschen. Dann sehnet ihr euch nach der Stunde des Todes, denn ihr wisset, daß dann die Stunde des Eintrittes in das ewige Leben gekommen ist, da ihr die Erde verlasset.
Wie ein flüchtiger Augenblick wird euch das Erdenleben erscheinen, und doch ist es entscheidend für die ganze Ewigkeit. Und darum verstehet es, wenn Ich die Menschen heimsuche mit allerlei Plagen und ihnen alles nehme, was ihnen begehrenswert erscheint. Nicht Grausamkeit ist es, sondern Liebe und Weisheit, die sehr wohl erkennt, daß und warum ihr Menschen in Gefahr seid, und euch erretten will aus dieser. Wer leiden muß, der darf sich auch von Mir geliebt wissen, doch wem in aller Fülle des Lebens Güter geboten werden, der ist schon Meinem Gegner unterworfen, denn Ich kenne seinen Willen, und Ich zwinge ihn nicht zur Wandlung des Willens. Doch auch diesen Menschen trete Ich entgegen durch ihre Mitmenschen, die ihre Herzen rühren sollen, auf daß sie sich zur Liebe wandeln. Dann ist auch ihnen noch die Rettung gewiß. Sind aber ihre Herzen verhärtet, dann wird ihr Wohlleben immer offensichtlicher in Erscheinung treten, denn der "Herr der Welt" gibt ihnen reichlich, denn sie haben ihre Seele verkauft um irdischer Güter willen, und der geistige Tod ist ihnen gewiß ....
Amen
BD.
Nr. 8919: Was ist die Welt? ....
28.01.1965
Die Welt mit allen ihren Schöpfungen könnet ihr also ansehen als das Meinem Gegner angehörende Reich, denn es birgt alles Gefallene in sich, nur daß ihm das Geistige entwunden ist in der Zeit, da es eine Form nach der anderen bezieht. Und dennoch ist die Welt von Meiner Liebe, Weisheit und Macht geschaffen worden, und Mein Gegner hat keinen Anteil daran, ihm ist über seine Welt jede Macht genommen, obgleich sie ihm gehört .... Und sie ist in aller Schönheit erstanden, sie birgt die wundersamsten Schöpfungen jeglicher Art in sich .... Meine Liebe, Weisheit und Macht ist überall zu erkennen .... und wenngleich Ich das Mir Widersetzliche in diesen Schöpfungen gebunden habe, so war die Schöpfung für Mich ein beglückender Akt, der ein Wirksam-Werden der einst von Mir ausgestrahlten Kraft wieder ermöglichte, denn die als "Wesen" hinausgestellte Kraft verweigerte ihre Tätigkeit und machte sich auch durch das Zurückweisen der Liebekraft unfähig dazu. (hatte ihr Tätigkeit verweigert und war durch das Zurückweisen der Liebekraft auch unfähig dazu.) Und dieser Kraft gab Ich nun wieder eine Bestimmung .... Ich ließ eine Welt erstehen mit allen ihren Schöpfungen, die unzählig sind .... woran sich aber auch die Mir treu verbliebenen Wesen beteiligt haben, denn auch ihnen war die Schaffensmacht eigen.
Sie kannten Meine Gedanken, Meinen Heilsplan und empfanden das Wirken mit Mir als übergroße Beglückung. Und ihre Liebe galt den gefallenen Brüdern, denen sie helfen wollten, aus der Tiefe zur Höhe zu gelangen. Daß dieser Prozeß endlose Zeiten erforderte, wenn er mit menschlichen Augen betrachtet wird, störte sie nicht, denn sie waren vollkommen, und daher fehlte ihnen jeder Begriff für die Zeit .... Und es gab auch vor dem Stadium als Mensch keinen Zeitbegriff. Dieser setzte erst ein, als der Mensch als Wesen mit Ichbewußtsein wieder in die Schöpfung trat und diesen Zeit- und Raumbegriff nicht mehr verlieren wird, bis er wieder vollkommen geworden ist .... Und dieser Zeitbegriff ist in allen Schöpfungen zu erkennen, in welchen jeder Form .... ob in der Steinwelt oder im Pflanzen- und Tierreich .... immer eine festgesetzte Zeitdauer zur Verfügung steht und also dadurch die Aufwärtsentwicklung immer von bestimmten Zeiten abhängig ist .... die also auch den immerwährenden Wechsel erklären, der in der Natur ständig zu beobachten ist und der dann auch die immerwährende Wiederkehr von den Gezeiten bestimmt, von Frühling, Sommer, Herbst und Winter .... Alles ist in unübertrefflicher Weisheit vor sich gegangen, die immer und ewig unverändert bleibt, solange die Schöpfung besteht, denn es vollzieht sich alles nach göttlichem Gesetz. Und wiederum gelten für die verschiedenen Welten auch verschiedene Gesetze .... Doch ein jedes begünstigt die Aufwärtsentwicklung, und ein jedes trägt dem schon erreichten Reifegrad Rechnung.
Darum betrachte Ich Meine Schöpfung mit Wohlgefallen, weil Ich nicht das Gefallene darin erblicke, sondern nur die Mittel, dem Gefallenen zur Höhe zu verhelfen, und Ich alle diese Mittel als liebe- und weisheitsvoll erkenne, die einmal die Rückkehr des Gefallenen zu Mir bewirken werden. Und ihr Menschen könnet euch an Meiner Schöpfung erfreuen, denn sie bietet euch Wunderwerke, die ihr selbst nicht zu schaffen vermögt. Ihr könnet immer nur sehen und staunen, aber ihr geht achtlos daran vorüber, was euch die Weisheit, Liebe und Macht eures Schöpfers bezeugt. Und doch ist diese ganze Welt nur euretwegen erstanden, und ihr seid die Krone dessen, ihr seid das einst Gefallene, das auf dem letzten kurzen Weg der Rückkehr sich befindet .... Euch hat alles gedient zu dem erreichten Grad, was ihr um euch sehet, nur daß ihr alle diese Formen schon überwunden habt. Doch in dem letzten Stadium als Mensch hat auch Mein Gegner wieder Macht über euch, die Ich ihm nicht nehmen kann, sondern die ihr selbst ihm entreißen könnet, wenn euer Wille zu Mir gerichtet ist .... Und wieder stehen euch alle Lichtwesen bei, um euch zu unterstützen im Kampf gegen ihn, denn sie alle wollen, daß ihr frei werdet von ihm .... der allein Anlaß gewesen ist zur Entstehung der irdischen Welt, weil er euch hinabzog zur Tiefe. Ihr aber müsset euch selbst entscheiden, welchem Herrn ihr euch anschließen wollet, und dieser Entscheid allein bestimmt euer Los in der Ewigkeit ....
Amen
BD.
Nr. 7094: Die irdische Welt ist das Reich des Gegners
....
16.04.1958
Da die irdische Welt das Reich Meines Gegners ist, hat er auch in dieser ein gewisses Recht, das ihm von Mir aus nicht gekürzt wird, das aber ihr Menschen selbst ihm streitig machen könnet, wenn ihr euch nicht seinem Willen beuget. Denn er sucht auf euren Willen einzuwirken eben durch die Welt, durch alles, was mit der Materie verbunden ist .... Er sucht in euch die Gier nach der Materie zu verstärken, er wirkt durch die Materie auf euch ein, indem er sie euch so lockend vor Augen stellt, daß ihr sie zu besitzen trachtet .... Ich verwehre ihm sein Tun und seine Absicht nicht, weil er noch ein Anrecht hat auf euch, die ihr ihm einst freiwillig zur Tiefe gefolgt seid .... Ihr aber könnet ihm wehren, ihr könnt allen Versuchungen widerstehen, wenn es euch ernst ist, von ihm frei zu werden und euren Erdengang mit Erfolg zurückzulegen .... Denn euren Willen kann er nicht zwingen, ihr könnt in vollster Freiheit euch selbst entscheiden, und ihr solltet diese Freiheit recht nützen, ihr solltet die Welt als sein Reich erkennen und ihm zu entfliehen suchen. Denn dazu werde Ich euch stets helfen, wenn es euer ernster Wille ist .... Und so könnet ihr niemals euch frei machen von der Verantwortung eurer Seele gegenüber, weil ihr allein es entscheidet, ob Mein Gegner über euch Macht behält oder ihr frei werdet von dieser Macht. Er kann euch nicht zwingen, und Ich wende gleichfalls keinen Zwang an, weder euch noch ihm gegenüber .... Aber im gleichen Maße, wie er seine Verführungskünste an euch erprobt, bin Ich auch bereit, euch mit Gnadengaben zu versorgen, so daß es euch also wohl möglich ist, ihm zu widerstehen. Und wenn nun der derzeitige Geisteszustand der Menschen so tief ist, wenn ihr Denken nur noch materiell gerichtet ist und all ihr Sinnen und Trachten nur noch dem Erreichen irdischer Güter gilt, so ist dies allein den Menschen zuzuschreiben, weil sie freiwillig den Wünschen Meines Gegners nachkommen, obwohl sie ihm doch widerstehen könnten ....
Immer wieder ist es die Willensfreiheit, die den Geisteszustand eines jeden Menschen bestimmt, die ihm aber auch nicht genommen wird, solange er als Mensch auf dieser Erde weilt. Aber er kann eben durch seine Willensfreiheit, durch den Mißbrauch seines Willens, es so weit bringen, daß sein Wille erneut gebunden wird, daß er wieder in den Zustand völliger Unfreiheit versetzt wird, der überaus qualvoll ist .... daß er selbst zur Materie wird, die er anstrebte während seines Erdenwandels. Dann hat der Gegner wohl den Sieg davongetragen, indem er die Rückkehr zu Mir verhinderte, aber er hat sie nur verzögert, und das Geistige, das er durch seinen Einfluß für sich zu gewinnen glaubte, wird erneut seiner Macht und seinem Einfluß entzogen. Und das bedeutet auch Schwächung seiner selbst wieder auf endlos lange Zeit. Mein Reich ist nicht von dieser Welt .... Diese Worte sollten euch Menschen klarstens sagen, was ihr von der irdischen Welt zu halten habt .... wenn es euch überhaupt daran liegt, Mein Reich einmal in Besitz zu nehmen. Aber gerade die Weltmenschen, die Materialisten, lassen sich genügen am Besitz dieser Welt, sie streben kein geistiges Reich an, denn sie sind schon völlig im Banne des Herrn dieser Welt, wenngleich sie auch ihn als ein Wesen, von dem sie beeinflußt werden, nicht gelten lassen. Denn er schlägt sie mit völliger Blindheit, er hindert sie an einem noch so schwachen Licht der Erkenntnis, er zündet ihnen Blendlichter an, die es unmöglich machen, ein rechtes Licht zu sehen .... Und Ich werde sein Wirken nicht unterbinden, geht es doch um den freien Willensentscheid, den der Mensch auf Erden ablegen soll .... Meine Hilfsmittel aber könnten zu einer Wandlung des Willens beitragen, denn sie bestehen vorwiegend darin, den Menschen die Vergänglichkeit der Materie vor Augen zu führen, ihnen immer wieder ihren Besitz zu nehmen, um sie zu einem Streben nach unvergänglichen Gütern zu veranlassen .... weshalb in der Endzeit immer wieder Ereignisse eintreten werden, welche die Menschen allerdeutlichst hinweisen auf die Wertlosigkeit dessen, was die Welt bietet. Denn Ich unterlasse nichts, wodurch den Menschen noch Hilfe geleistet werden kann, Ich tue alles, um sie zu retten vor dem Lose einer Neubannung, deren Bedeutung die Menschen nicht wissen und auch es nicht glauben, wenn ihnen das Wissen zugeleitet wird. Und es wird sich daher noch viel ereignen, bevor der letzte Tag gekommen ist, der dann unwiderruflich auch das Schicksal aller Menschen entscheidet ....
Amen
BD.
Nr. 6948: Überschätzen materieller Güter ....
18.10.1957
Dem Leben suchet ihr alles abzugewinnen, was es euch bietet; ihr strebet nach den Gütern dieser Welt mit allen Sinnen, ihr vermehret den Besitz und sammelt eifrig irdische Schätze .... Ihr denket nicht einmal darüber nach, wie wertlos alles das ist, was ihr begehret .... Ihr denket nicht darüber nach, was die Materie überhaupt ist und in welchem Verhältnis ihr schon zu dieser steht. Die materiellen Güter sollen euch zwar dienen, ihr könnet sie euch dienstbar machen, aber ihr dürfet euch nicht von ihnen beherrschen lassen .... Und das tut ihr, wenn euer Sinnen und Trachten ausschließlich dem Erwerb von materiellen Gütern gilt. Dann seid ihr schon der Sklave der Materie geworden oder auch der Sklave dessen, dessen Bereich die materielle Welt ist. Denn jegliche Materie ist von Gott einst abgefallenes Geistiges, das durch seinen Widerstand gegen Gott sich verhärtete und nun durch Gottes Willen zu einer dienenden Funktion gezwungen wird, um aus dem verhärteten Zustand wieder herauszukommen .... Der Mensch aber war einst das gleiche, das sich nach endlos langer Zeit durch unfreiwilliges Dienen wieder emporgearbeitet hat, daß es die materiellen Hüllen abstreifen durfte und nun wieder die Freiheit in einem gewissen Grade zurückerlangt hat, um nun auch von seiner letzten materiellen Hülle frei zu werden durch ein rechtes Verhältnis zu Gott und auch gegenüber der Materie, die es also überwunden hat. Er soll der Materie zum Dienen verhelfen, aber er darf sich nicht selbst von ihr beherrschen lassen. Das Verhalten der Menschen aber beweiset letzteres ....
Die Sucht nach der Materie ist übergroß geworden, die Menschen leben nur noch in dieser Zielrichtung, sich also zu erwerben, was ihnen die Welt bietet, und die Freude am Besitz ist eine offene Zuwendung zu dem, von dem zu lösen ihre Erdenaufgabe ist. Denn wer die Welt begehrt mit ihren Gütern, der hat kein Verlangen nach dem Reiche, das nicht von dieser Welt ist. Denn wer die Welt begehrt, der gedenket wenig oder gar nicht seines Gottes und Schöpfers, er steht nicht im rechten Verhältnis zu Ihm, er ist nicht das "Kind", das seinen "Vater" sucht .... Er hat noch viel Gemeinschaft mit dem, der Herr ist der materiellen Welt, und strebt zu ihm zurück, aus dessen Gewalt Gott ihm durch den Gang durch die Schöpfung schon so weit geholfen hatte, daß es für ihn leicht ist, auf Erden sich gänzlich zu lösen von ihm. Niemals aber kann der Mensch diese Löse vollziehen, wenn er nicht zuvor sich frei macht von der Begierde nach jenen materiellen Gütern. Erst wenn er sie verachten lernt, wenn er ihnen nicht mehr Wert beimesset, als daß sie ihm dienen nach göttlicher Ordnung, erst wenn ihm geistige Güter erstrebenswert sind, kann er letzere in Empfang nehmen und also den Wechsel vollziehen von dieser Welt zum geistigen Reich, und dann erst gelingt ihm die völlige Löse auch von dem Herrn dieser Welt. Und es könnte das ein jeder tun, wenn er nur sich einmal die Wertlosigkeit irdischer Güter vor Augen halten möchte, wenn er einmal darüber nachdenken würde, was selbst das Begehrenswerteste dieser Welt für einen Wert hat in der Stunde seines Todes, die er selbst nicht bestimmen, die aber an jedem Tag ihm beschieden sein kann.
Der Mensch lebt und denkt darum auch nur an das Leben, nicht aber an den Tod, der ihm genausosicher ist .... und er schüttelt jeden Gedanken daran unwillig ab .... Und dennoch weiß er es, daß er sich nichts hinübernehmen kann in das jenseitige Reich, was er sich erworben hat im Erdenleben .... Doch er läßt sich von dem Gedanken beherrschen, sich das irdische Leben so schön wie möglich zu gestalten, und er wird immer wieder von dem Gegner Gottes in diesem Sinne beeinflußt, so daß die Gier nach materiellen Gütern stets größer wird, weil einer den anderen zu überbieten sucht und keiner daran denkt, wie arm er in Wirklichkeit ist und in welcher Not er hinübergehen wird in das geistige Reich, wenn seine Stunde gekommen ist. Irdische und geistige Güter zusammen aber kann sich kein Mensch erwerben. Es wird nur der reich gesegnet sein am Ende seines Erdenlebens, der Herr geworden ist über die Güter dieser Welt, der nur danach getrachtet hat, sich geistige Schätze zu sammeln, die Bestand haben bis in alle Ewigkeit ....
Amen
BD.
Nr. 6345: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt
...."
02.09.1955
Und ob es euch auch ziehet zur Welt .... sie ist nicht das Reich, das euch wahrhaft beseligen kann; sie bietet euch nur ein Scheinglück, sie gibt euch Scheingüter, die keinen Bestand haben. Vor euch liegt die Ewigkeit, vor euch liegt eine endlos lange Zeit von unvorstellbarer Seligkeit, wenn ihr euch nicht gekettet habt an die Welt, wenn ihr euch von ihr lösen könnt, solange ihr auf Erden lebt .... Ich fordere nur von euch, das hinzugeben, was an sich schon wertlos ist, um euch wirkliche Werte einzutauschen, Ich nehme euch nichts, aber Ich gebe euch unvergleichlich viel .... Und daß ihr dennoch zögert, hat seinen Grund in eurer falschen Bewertung des Irdischen, der Welt und ihrer Güter .... Ihr bewertet es nur deshalb, weil euer Körper Freude hat daran. Was aber ist euer Körper? Nur eine gleichfalls vergängliche Hülle eures eigentlichen Ichs .... Ihr schaffet nur immer für diese eure Hülle, euer Ich aber bleibt allein bestehen, und für dieses Ich sollet ihr sorgen ....
Ihr sollet eure Seele lieben, nicht aber euren Körper .... Was ihr nun dem Körper versagt zugunsten eurer Seele, das wird nicht für euch zum Nachteil sein, denn je mehr ihr euch löset von der Welt, desto leichter und unbeschwerter ist euer Aufstieg zur Höhe, in jenes Reich, das allein beständig ist, das euer Ich aufnimmt nach dem Tode des Leibes .... Mein Reich ist nicht von dieser Welt .... Haltet euch immer diese Meine Worte vor .... wollet ihr nun Mein Reich einmal bewohnen, da ihr doch wisset, daß eures Bleibens auf dieser Erde nicht von Dauer ist .... Betäubet euch nicht mit solchen Gedanken, daß es aus sei mit eurem Tode .... Sehet der Gefahr offen ins Auge, und setzet euch einmal mit dem Gedanken auseinander, daß ihr nicht vergangen seid, daß ihr weiterlebet, und fraget euch dann ernstlich, ob ihr ein glückseliges oder ein überaus-trauriges, qualvolles Los euch wünschet .... und dann lebet auf Erden so, daß euch Erfüllung wird ....
Keiner kann dem Tode entgehen, und keiner kann dem Los entrinnen, das er sich selbst durch sein Erdenleben geschaffen hat, doch ein jeder kann sich ein seliges Los bereiten, wenn er der Welt Widerstand leistet, wenn er alle Begierde danach ertötet, wenn er sich nur auf einer Durchgangsstation wähnet, deren Ziel dann ein Reich des Friedens und der unbegrenzten Seligkeit ist .... Wartet noch eine kleine Weile auf die Erfüllung eures Sehnens, suchet sie nicht auf Erden, sondern wisset, daß ihr alle Herrlichkeiten im geistigen Reich in Empfang nehmen dürfet, wenn eure Seele sich frei gemacht hat auf Erden von den Fesseln der Materie .... Das Erdenleben müsset ihr durchschreiten, aber ihr dürfet euch nicht von der Welt gefangennehmen lassen, die Mein Gegner euch immer wieder lockend vor Augen stellen wird, um es zu verhindern, daß ihr zum rechten Ziel gelangen sollet .... Die irdische Welt ist und bleibt das Reich Meines Gegners. Hängt ihr euer Herz an irdische Dinge, dann verfallet ihr auch wieder Meinem Gegner, von dem ihr euch schon getrennt hattet .... Mein Reich aber ist nicht von dieser Welt .... Und wollet ihr Mich und Mein Reich in Besitz nehmen, so müsset ihr die irdische Welt bewußt hinter euch lassen, und eure Gedanken und Sinne müssen nur auf Mich gerichtet sein, Der euch auch ein wahres Glück schenken kann und will, das ewig währt .... Löset euch von der Welt, dann löset ihr euch auch von Meinem Gegner, und dann erwartet euch ewige Glückseligkeit ....
Amen
BD.
Nr. 4408: "Niemand kann zweien Herren dienen
...."
18.08.1948
Niemand kann zweien Herren dienen .... Wer sich mit Mir verbinden will, wird niemals die Augen nach der Welt richten können, denn Ich bin nur außerhalb der Welt zu finden, und soll Ich Mich finden lassen, dann muß das Verlangen nach der Welt zurückgestellt werden, sie muß völlig unbeachtet bleiben, denn die Welt gehört Meinem Gegner an, sie ist sein Bereich, wo er schaltet und waltet. Und sein Bestreben ist wahrlich nicht, die Menschen durch die Welt zu Mir zu führen, sondern er sucht Mich zu verdrängen, er sucht ständig die Welt in den Vordergrund zu stellen, auf daß Ich vergessen werden soll. Wer es nun unter euch mit der Aufwärtsentwicklung ernst meint, der kann unmöglich der Welt noch ihren Tribut zollen .... er steht zwar noch inmitten der Welt, die große Anforderungen an ihn stellt, denen er nachkommen muß, doch es ist schon ein Unterschied zu machen zwischen erfüllter Pflicht und eigenem Weltverlangen. Erstere ist völlig nach Meinem Willen, denn euch ist irdisch eine Aufgabe gesetzt, neben der ihr aber vollauf auch eure geistige Aufgabe, das Ausreifen der Seele, erfüllen könnet, so nicht das Verlangen nach der Welt überwiegt, was darin besteht, daß irdische Freuden und Begierden das Verlangen nach geistigen Gütern überwiegen, so daß der Mensch über all diesem Mich vergißt, ja der Gedanke an Mich ihm unbequem ist und er Mich deshalb verwirft.
Wer danach trachtet, sich, d.h. seinem Körper, ein übergroßes Wohlbehagen zu schaffen, sei es durch Erfüllen körperlicher Begierden, Sinnes- und Fleischeslust oder auch durch Anhäufung materieller Güter und dabei nicht an den Nächsten denkt, wer also nur für sich selbst strebt, der ist von der Welt gefangen, er ist ein williges Werkzeug Meines Gegners, und er wird niemals den Weg zu Mir finden, so er nicht das Verlangen nach der irdischen Welt ablegt, sich verinnerlicht und geistige Güter anstrebt. Beides zusammen ist nicht möglich, denn dann dienet er zweien Herren und wird keinen Dienst richtig versehen. Wenn ihr Mich suchet, muß auch euer Blick himmelwärts gerichtet sein, denn Ich bin oben, nicht unten .... Unten aber ist, wo Mein Gegner sein Reich hat, wo ihr noch weilet dem Körper nach, jederzeit aber eure Seele sich emporschwingen kann in Mein Reich, zu Mir. Ist aber der Körper noch im Reich Meines Gegners, so kann sich die Seele, euer Denken, Fühlen und Wollen, doch stets erheben in Sphären, die außerhalb der Erde liegen, und das verlange Ich von dem, der Mich finden will, der Mir dienen und also Mein sein will. Dann verbindet sich der Geistesfunke in ihm mit dem Vatergeist von Ewigkeit, denn so er Mir allen Ernstes zustrebt, ist auch sein Herz von Liebe erfüllt, die mit Weltliebe nichts gemeinsam hat. Und diese Liebe wird sich dem Nächsten gegenüber äußern, und dann stellt der Mensch schon die Verbindung her mit Mir .... er entäußert sich dessen, was der Welt angehört, er gibt und dienet so dem Nächsten und, weil Ich dieses Gebot erlassen habe, auch Mir als seinem Herrn. Die Weltliebe aber ist eine Form der Eigenliebe, der Liebe, die der Mensch bekämpfen soll, will er selig werden. Also muß er auch die Liebe zur Welt bekämpfen und suchen die Wünsche der Seele zu erfüllen, die, vom Geist in sich getrieben, sich auf geistige Güter erstrecken werden und die Liebe zu Mir bekunden. Denn Ich allein bin der Herr, Dem ihr dienen sollet, wollet ihr selig werden ....
Amen
BD.
Nr. 4526: Entscheidung zwischen geistiger und irdischer
Welt ....
28.12.1948
Wählet zwischen Mir und Meinem Gegner .... wählet zwischen dem geistigen Reich und der irdischen Welt .... Wisset, daß euch das geistige Reich verlorengeht, so ihr die irdische Welt erringet, und wisset, daß ihr auch Mich verlieret und der Widersacher euch in seine Fangnetze zieht, so ihr nach irdischen Gütern trachtet und Meiner nicht achtet. Die Welt hingeben heißt Mich gewinnen, die Welt besitzen heißt Mich verlieren. Immer aber ist das Verlangen des Herzens maßgebend, wieweit ihr die Welt oder Mich begehret. Denn auch auf Erden könnet ihr Güter euer eigen nennen, doch wie ihr im Herzen zu ihnen steht, das bestimmt auch eure geistige Entwicklung und den Besitz von geistigen Gütern; wer nur vom Verlangen nach irdischen Gütern erfüllt ist, der hat keinen Sinn für geistige Dinge, der ist von Mir so fern, das geistige Reich ist ihm so unwahrscheinlich, er ist ohne Glauben und auch ohne Nächstenliebe, denn er hat nur das leibliche Wohl im Auge und schaffet und wirket nur für sich selbst, für die leibliche Hülle, die bald vergeht. Ihr müsset euch entscheiden, denn je nach eurer Einstellung werdet ihr bedacht werden, in geistigem Reichtum stehend, so ihr Mich begehret und die irdischen Güter unbeachtet lasset, oder euch weltliche Vorteile erringen, so ihr sie anstrebt und mit der Unterstützung Meines Gegners euren Erdenweg wandelt. Dann aber entfernt ihr euch von Mir und geht dem Reich der Finsternis zu .... Und davor möchte Ich euch bewahren.
Die Kinder der Welt sind nicht glücklich zu nennen, wenngleich sie scheinbar froh und frei dahinleben. Denn nichts ist von Bestand, was ihnen zufällt, was sie besitzen oder erstreben. Alles vergeht und sie selbst gleichfalls, und was ihnen bleibt, ist Elend und Finsternis .... Die aber Mich und Mein Reich anstreben, sind wohl arm zu nennen auf Erden, sie werden auch oft durch Leid und Trübsal gehen, doch die Seligkeit ist ihnen gewiß, so sie der körperlichen Hülle ledig sind. Dann wird ihnen vergolten tausendfach, was sie auf Erden entbehren mußten und was sie nun besitzen, ist von Bestand, es vergeht ewiglich nicht mehr und wird euch seliger machen, als je auf Erden euch Glück beschieden sein könnte. Doch den freien Entscheid müsset ihr treffen, ohne Zwang müsset ihr wählen zwischen Mir und Meinem Gegner, und entsprechend wird euer Los auf Erden und auch im Jenseits sein ....
Amen