Belehrung
durch einen Traum
21.12.1963
Ich befand mich am Ende eines Weinbergweges, der nicht mehr weiterführte. Der letzte schmale Streifen des Weinbergs auf der linken Seite war nicht ganz abgeerntet. An den Weinstöcken hingen etliche halbverdorrte Trauben. Darüber war ich sehr traurig.
Da kam der Besitzer der Weinberge zu mir und fragte mich, warum ich so traurig sei. Ich antwortete: „Sollte ich beim Anblick der verdorrten Trauben nicht traurig sein?“ ER sprach: „Komm nur mit MIR!“ ER zeigte mir zur rechten Seite des Weinbergs einen großen Bottich, der fast bis zum Rande mit den schönsten, reifsten Trauben gefüllt war. Ich freute mich über diese Pracht.
Der Herr sprach: „Siehe, das ist die Ernte deiner Arbeit. Komm mit MIR und laß die wenigen verdorrten Trauben hängen“!
Da erkannt ich den Weinbergsbesitzer, meinen Herrn JESUS.
ER führte mich an Seiner Hand in der Abenddämmerung mitten durch die abgeernteten Weinberge zurück. An den gesunden, kräftigen Weinstöcken hatte ich meine Freude und auch darüber, daß ich nirgends Unkraut sah, weder in den Weinbergen, noch auf unserem Wege.
Nun aber verließ mich im Weitergehen meine Kraft. Ich wurde so klein wie ein fünfjähriges Kind. Ich torkelte und taumelte und stolperte über meine Füße, aber die Hand meines Vaters JESUS hielt mich fest.
Als mir das Bewußtsein schwinden wollte, ließ ER meine Hand los, faßte mich unter meine linke Schulter und stützte mich. Dabei durchströmte mich eine nie gekannte Kraft und ich befand mich im Augenblick wieder in meiner vollen Größe, aber frei vom eigenen Wesen. So führte Er mich fast schwebend den Weg durch die Weinberge entlang. Plötzlich blieb JESUS stehen, hob mich hoch und setzte mich auf die Weinbergsmauer.
ER sagte zu mir: „Nun ruh dich aus!“
Da erwachte ich.
Durch diese Belehrung habe ich klar in mir erkannt, daß mein Dienst in der Öffentlichkeit vorläufig beendet ist.

| [Drucken] |