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"Ihr seid meine Herde, für die ich sorge, und ich bin euer Gott. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott." (EZECHIËL 34,31) |
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Jesus will keine Bewunderer, sondern Nachfolger
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Die Bewunderer rühmen die großen Taten Jesu in der Welt
von gestern.
Die Bewunderer gehen einer letzten Entscheidung für
Jesus geschickt aus dem Wege.
Die Bewunderer sind heute begeistert von Jesus und morgen
von einem anderen.
Bewunderer fragen: Was habe ich von Jesus?
Die Bewunderer sonnen sich gerne und oft im Glanze Jesu.
Nein - Jesus will keine Bewunderer; auf sie kann er verzichten - auf Nachfolger nicht. |
Sören Kierkegaard
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Der
Priester und der Fischer
Priester: Warum sitzt du hier
dösend im Sand neben deinem Boot?
Fischer: Weil heute die Sonne so schön warm scheint.
Priester: Statt hier faul
herumzulungern, wäre es besser, du würdest hinausfahren und Fische fangen.
Fischer: Warum sollte ich mehr Fische fangen?
Priester: Du könntest damit mehr verdienen.
Fischer: Warum sollte ich mehr verdienen?
Priester: Dann könntest du
dir ein zweites Boot kaufen, weitere Fischer anstellen und noch mehr Fische
fangen.
Fischer: Warum
sollte ich das machen?
Priester: Dann könntest du noch mehr Geld verdienen.
Fischer: Was hätte ich davon?
Priester: Wenn du fest
gearbeitet und gutes Geld verdient hättest, könntest du es dir schön machen
und dich ausruhen.
Keltische Weisheit
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Der Reiche
und der Tod
Der Reiche: Ich habe nie etwas getan, das große Strafe verdienen würde. Ich habe niemanden umgebracht, ich bin meiner Frau treu gewesen. Ich habe ein unbescholtenes Leben geführt.
Der Tod: Warum bist du so
sicher, dass du dir nichts vorzuwerfen hast?
Der Reiche: Du glaubst mir
nicht? Frage alle Menschen meiner Umgebung. Sie alle schätzen mich als
ehrenwerten Mann.
Der Tod: Genießt du diese
Wertschätzung? War der Respekt anderer der Grund dafür, dass du tadellos
gelebt hast?
Der Reiche: Wenn ich ja sage,
wirst du mich der Sünde des Stolzes anklagen. Wenn ich Nein sage, wirst du mich
unehrlich heißen.
Der Tod: Glaubst du, tadellos
gelebt zu haben, reiche aus?
Der Reiche: Ich habe nicht nur
keine großen Sünden begangen, sondern auch viel Gutes getan. Ich habe Obdachlose
beherbergt und Bettlern etwas zu essen gegeben. Ich habe nie einen Armen von
meiner Tür gewiesen.
Der Reiche: Diese Dankbarkeit
habe ich erwartet. Jemand, der sich nicht bedankt, bekommt von mir nur einmal
etwas, aber kein zweites Mal.
Der Tod: Warum sollten diese
Menschen sich bei dir bedanken?
Der Reiche: Weil ich hart gearbeitet habe, mir meinen Reichtum zu erwerben, während sie nichts getan haben.
Der Tod: Und bei wem bedankst
du dich für den Reichtum, der dir zuteil geworden ist?
Der Reiche: Du versuchst
wieder, mich aufs Glatteis zu führen. Du willst, dass ich sage, ich habe
niemandem zu danken, weil ich meinen Reichtum verdiene. Aber ich falle nicht auf
dich herein. Ich gehe jeden Sonntag zur Kirche und danke Gott für seinen Segen.
Der Tod: Warum sagst du also den Armen nicht, sie sollten sich bei Gott für das bedanken, was du ihnen gibst?
Der Reiche: Du bist mir zu
schlau. Ich sehe, dass du unschuldige Menschen dazu verleitest, etwas zu sagen,
was sie nicht sagen wollen, um so Macht über ihre Seelen zu gewinnen.
Der Tod: Bist du nicht dadurch
reich geworden, dass du unschuldige Menschen dazu verleitet hast, dir Dinge zu
geben, die sie dir nicht geben wollten, um so Macht über sie zu bekommen?
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Äußerlichkeit
Ein Gelehrter von großer Weisheit
war dem Herrscher als kluger Ratgeber sehr beliebt. Seine verwachsene Gestalt
und sein wenig anziehendes Aussehen war allerdings am Hofe immer eine Quelle
heimlichen Gespötts.
Als eines Tages die Tochter des
Herrschers ihn erblickte, rief sie verächtlich aus: "Welch ein hässliches
Gefäß für solch herrliche Weisheit!" Der Gelehrte aber tat so, als wenn
er den Spott gar nicht gehört hätte, und verwickelte die Prinzessin in ein
Gespräch. Und als er merkte, dass sie ihre Beleidigung bereits vergessen hatte,
fragte er sie:
"In welchen Gefäßen wird nach
deiner Kenntnis der Wein deines Vaters gelagert?"
"In Krügen aus Ton, erwiderte die Tochter.
"Der kostbare Wein wird am Hof
des Herrschers in billigen Tongefäßen gelagert, so wie es selbst die
geringsten Leute tun? Ich kann es nicht glauben. Im Hause des Herrschers sollte
der Wein in goldenen und silbernen Krügen aufbewahrt werden."
"Da hast du ganz recht",
sagte die Prinzessin, und sie gab Befehl, den Wein aus den tönernen Krügen in
Krüge aus Gold und Silber zu füllen.
Es dauerte nicht lange, und der Wein
war sauer geworden. Erbost wollte der Herrscher wissen, auf wessen Weisung der
Wein umgefüllt worden war. So erfuhr er von seiner Tochter, dass sein Ratgeber
sie dazu veranlasst hatte.
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Der Priester
und der Bettler
Priester:
Was tust du
mit diesem Schwein am Strick hier am Straßenrand?
Bettler: Was tust du mit dem Zügel in der Hand hier hoch zu Ross?
Priester:
Wie lange
bist du schon da?
Bettler: So lange wie die Straße.
Priester: Wem gehören diese Ferkelchen?
Bettler: Sie gehören dem Schwein.
Priester:
Das weiß
ich, aber ich frage dich, wer ihr
Bettler: Die Natur ist ihr Herr, denn sie bringt ihnen bei, wie man frisst und trinkt, geht und rennt.
Priester:
Na gut. Und
wer ist dein Herr?
Bettler: Mein Herr ist meiner Herrin Ehemann, ein guter Mann, wie du kaum einen zweiten findest.
Priester:
Und wer ist
deine Herrin?
Bettler: Die Ehefrau meines Herrn. Das weiß jeder.
Priester:
Ich will
dich etwas Einfaches fragen. Mit der Antwort darauf kannst du mir helfen. Wo
wohnt Patrick O' Donnell?
Bettler: Halte den Arm geradeaus und gehe ihm nach, bis er schmerzt. Dann folge deiner Nase. Wenn du sein Haus dann nicht findest, sind deine Führer schuld.
Priester:
Du bist ein
unverschämter Mensch. Was ist dein Gewerbe?
Bettler:
Ich habe ein
treffliches Gewerbe. Ich zeige den Leuten den Weg zum Himmel.
Priester:
Das ist
mein Gewerbe. Ich bin es, der den Leuten den Weg zum Himmel zeigt.
Bettler:
Wie kannst
du den Leuten den Weg zum Himmel zeigen? Du weißt ja nicht einmal den Weg zu
Patrick O'Donnells Haus.
Priester:
Ich gebe
mich geschlagen. Hier hast du eine Silbermünze.
Keltische Weisheit
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Größe
Der Meister war zu
Gast beim Landesfürsten, den eine Mücke andauernd belästigte.
"Kannst du mir
sagen, warum der Allmächtige die Mücken erschaffen hat?"
"Wenn
zu nichts anderem, dann sind sie dazu geschaffen, um so von ihrer Größe und
Bedeutung überzeugte Herren wie dich an ihr wahres Maß und ihre Machtlosigkeit
zu erinnern", sagte der Meister. "Denn ungeachtet deines Ansehens und
deiner Herrlichkeit zwingt das winzige Tierchen dir seinen Willen auf, und du
kannst dich seiner Zudringlichkeit kaum erwehren."
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Verzichten und genießen
Der Mensch kann nicht mehr
über sich selbst verfügen, wenn er sich von seinen Begierden treiben lässt.
Er verliert die Klarheit seines Geistes und die Ruhe seines Herzens.
Askese ist
daher nicht lebensfeindlich, sondern lebensfreundlich.
Sie will uns in die wahre
Freude führen.
Sie ist ein Weg zum wahren Glück.
Anselm Grün
Wer sich seinen Launen
ausliefert, entwickelt keine Stärke.
Wer jeden Wunsch nachgibt, wird auf Dauer
nicht zufriedener.
Askese und Disziplin - im rechten Maß geübt - vermitteln
die Erfahrung,
dass wir unser Leben selbst gestalten, dass wir selber leben,
anstatt gelebt zu werden.
Anselm Grün
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Du sagst, du liebst...
Du sagst, du liebst die Blumen und pflückst sie
ab!
Du sagst, du liebst die Tiere und isst sie auf!
Du sagst, du liebst den Wind und schließt die Tür!
Ich habe manchmal Angst, wenn du sagst, du liebst mich!
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Hufnagel
Weil
der Hufnagel verloren ging, ging der Huf verloren.
Weil der
Huf verloren ging, ging das Pferd verloren.
Weil das
Pferd verloren ging, ging der Reiter verloren.
Weil der Reiter verloren ging, ging die Meldung verloren.
Weil die Meldung verloren ging, ging die Schlacht verloren.
Weil die Schlacht verloren ging, ging der Krieg verloren.
Weil der Krieg verloren ging, ging das Königreich verloren.
So
scheiterte ein gewaltiges Reich an einem einzigen Hufnagel.
Gebetserfahrung
Die kleine Ruth lässt ihre Lieblingspuppe aus Porzellan fallen. Die Puppe zerbricht in tausend Stücke. In Tränen aufgelöst, wirft sich Ruth aufs Bett. Nach einer Weile flüstert sie: "Nicht wahr, lieber Gott, du machst sie doch wieder heil?"
Ihr
älterer Bruder hat an der Tür gelauscht und macht sich über seine Schwester
lustig: "Meinst du wirklich, Gott wird etwas tun?" - "Ich weiß
es", schluchzt Ruth. Abends sieht ihr Bruder die Scherben noch einmal an
und fragt spöttisch, ob Gott schon geantwortet habe. "Sicher",
entgegnet Ruth zufrieden, "Gott hat Nein gesagt."
Das
Leben!
Jesus ist Liebe, Jesus
ist Licht,
Jesus ist alles was Leben verspricht.
Jesus ist Freude, Jesus ist Kraft,
Jesus ist Innen, der
Alles erschafft.
Jesus ist alles, was es nur gibt.
Jesus
ist Friede, ist Freiheit, ist Geben,
Jesus ist Innen, Jesus ist Leben,
suchst du im Außen,
suchst du vergebens.
außen im Leben,
stehst du allein!
Außen ist Krankheit ist Leiden und Tod.
Außen ist Dunkel, ist Lug und Betrug.
Außen findest du bestimmt keine Ruh!
da findest du Ruhe und Gelassenheit.
Nur
ER allein gibt dir, den
Susanne
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Nimm
dir Zeit
N
Nimm dir Zeit zu
denken -
Nimm dir Zeit zu
spielen - das ist das Geheimnis der ewigen Jugend.
Nimm dir Zeit zu
lesen -
Nimm dir Zeit,
freundlich zu sein -
Nimm dir Zeit zu träumen
-
Nimm dir Zeit zu
lieben und geliebt zu werden -
Nimm dir Zeit, dich
umzusehen -
Nimm dir Zeit zu
lachen -
Irischer Segensspruch
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Vom
Schatz im Acker und der kostbaren Perle
Mit
dem Reich, das vom Himmel regiert wird,
verhält es sich wie mit einem im Acker
vergrabenen Schatz,
der von einem Mann entdeckt wird.
Voller Freude geht er los,
verkauft alles,
was er hat, und kauft jenen Acker.
Mit diesem Reich ist es auch wie mit einem
Kaufmann,
der schöne Perlen sucht.
Als er eine besonders wertvolle entdeckt,
geht er los, verkauft alles, was er hat, und kauft sie.
Matthäus 13,44-46
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Wanderung
Unser
Leben ist wie eine Wanderung, auf einem Pfad mit Hindernissen,
wohin er führt,
zu welchem Zweck, ist vorbestimmt, wir können es nicht wissen.
Doch wer den Zeichen, Spuren
folgt,
der wird den Weg,
trotz Schmerz und Leid, mit Freude geh'n und lieben.
Wer aufmerksam im Buche liest, dem wird der Pfad erhellt,
mit einem Licht, das, wenn man's sucht, erleuchtet unsere Welt.
Dann werden die Konturen, der
Hürden völlig klar und man erkennt,
dass alles was im Wege stand, ein Spross von einer Leiter,
die mühsam zu erklimmen ist, auf dem Weg nach oben war.
Der Weg, das Ziel, im Buch
geschrieben, wird oft sehr spät erkannt,
meist erst der Sinn begriffen, vor
unbezwingbar hoher Wand.
Dann gilt es umzukehren und
gehen mit dem Wort,
das führt bis hin zum Ziel, zu wunderbarem Ort.
Bernhard
Frey
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Geh in den Wald!
Geh in den Wald!
Da warten Bäume auf dich.
Herrliche Bäume, die schweigend
von der Stille zehren und von dem Saft,
der bis in die letzten Zweigspitzen steigt.
Da singen Vögel für dich.
Geh in den Wald!
Leg dich unter einen Baum,
steck einen Grashalm in den Mund
und genieße seliges Nichtstun.
Dann kommen die besten Gedanken
und die schönsten Träume über dich.
Dann verschwinden die Probleme,
die du hinter deinen Wänden hast.
Phil Bosmans
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Alles was du sagen willst
Alles was du sagen
willst, überlege dir vorher in Gedanken!
Denn bei vielen Menschen eilt die Zunge dem Denken voraus.
Mach' es dir zum Grundsatz, nur in zwei Fällen das Wort zu ergreifen:
entweder wenn du etwas gut verstehst oder
wenn du über etwas notwendig reden musst.
Isokrates
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Nicht viel reden
Nicht viel, sondern wahr soll man reden.
Demokrit
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Die drei Siebe des Sokrates
Aufgeregt kam jemand zu Sokrates: "Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie dein Freund ...."
"Halt an!" unterbrach ihn Sokrates, "hast du das, was du mir erzählen willst, schon durch die drei Siebe geschüttelt?"
"Drei Siebe?", fragte der andere verwundert.
"Ja, mein Freund, drei Siebe! Lass sehen, ob das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist das der Wahrheit. Hast du geprüft, ob das, was du mir erzählen möchtest, wahr ist?"
"Nein, ich hörte es erzählen und ..."
"Soso. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, wenn schon nicht als wahr erwiesen, wenigstens gut?"
Zögernd sagte der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil ....."
"Dann", unterbrach ihn Sokrates, "lass uns auch noch das dritte Sieb anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig und wesentlich ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt".
"Notwendig nun nicht gerade ..."
"Also", lächelte Sokrates, "wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es lieber begraben sein und belaste dich und mich nicht damit."
Sokrates
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Wenn du dir eine Freude machen willst
Wenn du dir eine Freude machen willst,
dann betrachte die Vorzüge deiner Mitmenschen.
So etwa bei dem einen den Willen zur Tat, bei dem anderen die Bescheidenheit;
bei jenem die Freigiebigkeit, beim nächsten wiederum etwas anderes.
Nichts gibt ja mehr Anlass zur Freude,
als wenn die Ausstrahlung der Tugenden im Wesen der Mitmenschen aufleuchten
und dort möglichst zahlreich vereint sind.
Deshalb soll man sie auch offenkundig werden lassen.
Marc Aurel
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Glaube wird nicht Glaube...
Glaube wird nicht Glaube bei den
Menschen,
wenn er nicht geistig wird;
und er wird nicht geistig,
wenn er nicht Sache der Liebe wird;
und er wird alsdann Sache der Liebe,
wenn der Mensch es liebt,
das Wahre und Gute ins Leben übergehen zu lassen,
das heißt zu leben gemäß dem,
was im Wort geboten ist.
Emanuel von Swedenborg
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Das Verderben unserer Tage
Es ist das Verderben unserer Tage,
dass wir, losgelöst vom Göttlichen,
alles aus unserer Kraft und Weisheit heraus gestalten,
alles uns selbst und nicht der ewigen Gnade verdanken wollen.
Theodor Fontane
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Erbittet in meinem Namen
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Was ihr von meinem Vater erbitten werdet,
das wird er euch in meinem Namen geben.
Bisher habt ihr nichts erbeten in meinem Namen.
Bittet, und ihr werdet empfangen,
damit eure Freude vollkommen ist.
Johannes 16, 23-24
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Woher wüssten
wir, wie wir leben sollen?
Woher wüssten wir, wie wir leben sollen,
wenn wir nicht an etwas glaubten, das größer ist als wir?
Wer würde uns lehren zu leben?
Wer sagt dem Baum, wann die Zeit kommt, seine kleinen Blätter auszutreiben?
Wer sagt diesen Drosseln, dass es warm geworden ist und sie wieder nach Norden
fliegen können?
Vögel und Bäume hören auf etwas, das weiser ist als sie.
Von sich aus würden sie es niemals wissen.
Oft sitze ich allein in der Wüste und schaue die Lilien an und all die hübschen
kleinen rosa Blüten und frage mich:
»Wer hat euch gesagt, dass es Frühling ist und dass ihr blühen sollt?«
Und ich denke und denke nach, und immer komme ich auf dieselbe Antwort.
Das, was größer ist als wir, lehrt alle Lebewesen, was sie tun sollen.
Wir sind wie die Blumen. Wir leben, und wir sterben, und aus uns selbst
heraus wissen wir nichts.
Aber das, was größer ist als wir, lehrt uns - lehrt uns, wie wir leben
sollen.
Chiparopai, eine Indianerin
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Unwissenheit
Der junge Schüler war ein solches Wunderkind, dass Gelehrte von überall her seinen Rat suchten und sein Wissen bestaunten.
Als der Gouverneur einen
Ratgeber suchte, kam er zu dem Meister und sagte: „Sagt mir, stimmt es, dass
der junge Mann soviel weiß, wie allgemein behauptet wird?"
„Ehrlich gesagt", erwiderte der Meister trocken, „der Bursche liest so viel, dass ich mir nicht vorstellen kann, woher er die Zeit nimmt, irgend etwas zu wissen."
Anthony
de Mello
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Werde geduldig und lerne warten
Werde geduldig und lerne warten auf die Stunde Gottes.
Sie kommt immer, auch wenn die Hilfe scheinbar verzieht.
Doch sie kommt zu Seiner Zeit, die alleine die rechte ist.
Glaube, dass Gott, weil Er dich liebt, mit Seiner Hilfe nie zu Spät kommt.
Durch Ungeduld, Verzagtheit und Unglauben aber stehst du
Seinem Kommen im Weg.
M. B. Schlink
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Schöne neue
Welt?
Heute haben wir höhere Gebäude und breitere Strassen,
aber kürzere Launen und engere Standpunkte.
Wir haben mehr Geld, aber wir geniessen weniger.
Wir haben grössere Häuser, aber kleinere Familien.
Wir haben mehr Experten, aber größere Probleme.
Wir haben mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen.
Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte
reduziert.
Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr wie man
lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.
Wir haben mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.
In der einen Hälfte unseres Lebens opfern wir die Gesundheit,
um Geld zu erwerben;
in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen.
Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.
Wir reden viel, lieben nur ein wenig und hassen zu sehr.
Wir haben den Mond erreicht und kamen zurück, doch wir tun uns schwer,
die
Strasse zu überqueren, um unseren Nachbarn zu besuchen.
Wir haben das äußere Universum erobert, aber nicht unser Inneres.
Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.
Wir haben höhere Einkommen, aber weniger Möglichkeiten.
Wir haben viel mehr zu essen, aber zuwenig Ernährung.
Dies sind die Tage wo es zwei Einkommen für ein Heim braucht, doch die Scheidungen steigen.
Dies sind die Tage der schöneren Häuser, aber der zerütteten Heime.
Eine große Rolle spielt die verhängnisvolle Neigung von uns
anzunehmen,
daß Gedanken um so gescheiter sein müssen, je unverständlicher sie formuliert
worden sind.
Was sind Zeiten mit mehr Freiheit, aber weniger Freude?
Unbekannt
O lieb', solang du lieben kannst!
O lieb', solang du lieben kannst!
O lieb', solang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst!
Und sorge, daß dein Herze glüht
Und Liebe hegt und Liebe trägt,
Solang ihm noch ein ander Herz
In Liebe warm entgegenschlägt!
Und wer dir seine Brust erschließt,
O tu ihm, was du kannst, zulieb!
Und mach ihm jede Stunde froh,
Und mach ihm keine Stunde trüb!
Und hüte deine Zunge wohl,
Bald ist ein böses Wort gesagt!
O Gott, es war nicht bös gemeint, -
Der andre aber geht und klagt.
O lieb', solang du lieben kannst!
O lieb', solang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst!
Dann kniest du nieder an der Gruft
Und birgst die Augen, trüb und naß, -
Sie sehn den andern nimmermehr -
Ins lange, feuchte Kirchhofsgras.
Und sprichst: O schau auf mich herab,
Der hier an deinem Grabe weint!
Vergib, daß ich gekränkt dich hab'!
O Gott, es war nicht bös gemeint!
Er aber sieht und hört dich nicht,
Kommt nicht, daß du ihn froh umfängst;
Der Mund, der oft dich küßte, spricht
Nie wieder: Ich vergab dir längst!
Er tat's, vergab dir lange schon,
Doch manche heiße Träne fiel
Um dich und um dein herbes Wort -
Doch still - er ruht, er ist am Ziel!
O lieb', solang du lieben kannst!
O lieb', solang du lieben magst!
Die Stunde kommt, die Stunde kommt,
Wo du an Gräbern stehst und klagst!
Ferdinand Freiligrath
Arme Leute
Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit
aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten
einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.
Als sie wieder zurückkehrten, fragte der
Vater seinen Sohn: „Wie war dieser Ausflug?“
„Sehr interessant!“ antwortete der
Sohn.
„Und hast du gesehen, wie arm Menschen
sein können?“
„Ohja, Vater, das habe ich gesehen.“
„Was hast du also gelernt?“ fragte der
Vater.
Und der Sohn antwortete: „Ich habe
gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir
haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie
haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in
unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum
Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.“
Der Vater war sprachlos.
Und der Sohn fügte noch hinzu: „Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.“
Unbekannt
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Die Menschen glauben
alles.
Es darf nur nicht in der Bibel stehen.
Napoleon Bonaparte
Wenn Menschen aufhören, an Gott zu
glauben,
dann glauben sie nicht an nichts,
sondern an alles Mögliche.
Gilbert Keith Chesterton
Wer sich nicht von der Wahrheit besiegen
lässt,
ist vom Irrtum besiegt.
Augustinus
Die Entstehung des Lebens auf der Erde
mit dem Zufall erklären heißt,
von der Explosion einer Druckerei
das Zustandekommen eines Lexikons zu erwarten.
Edwin Conklin
Die Annahme, das Auge
mit seinen unnachahmlich
kunstvollen Einrichtungen für Scharfeinstellung,
Regelung des Lichteinfalls und Ausgleich
sphärischer und chromatischer Aberation
habe sich durch natürliche Auslese bilden können,
ist, wie ich offen zugebe, in höchstem Masse widersinnig.
Charles Darwin
Begründer der Evolutionslehre, in seinem Buch
“Entstehung der Arten”
Man glaubt nicht, wieviel man glauben
muss, um ungläubig zu sein.
Faulhaber
Nichtglaube kann entweder als
Nichtdenken
oder als gelebte Verdrängung bezeichnet werden.
Kurt Blatter
Arzt und Seelsorger, über die Charakteristik des Glaubens
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"Was für niedrige, armselige, schäbige, heuchlerische Geschöpfe macht ein Streit über eine Religionsfrage aus reinen und auserwählten Seelen! Da fangen sie an, Winkelzüge zu machen, zu schimpfen, auszuweichen, sich zu verstecken; da tun sie, als ob sie in diesem einen Punkte nachgäben, um in einem anderen sich brüsten und sich als Sieger aufspielen zu können, und kein Gedanke, keine Regung von Mannhaftigkeit, von Bescheidenheit oder Hoffnung hat den einen wie den anderen bereichert." Ralph Waldo Emerson
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"Religiöser Fanatismus schwächt zwar den Geist - verhärtet aber das Herz." Otto Weiss
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"Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?" Georg C. Lichtenberg |
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Nur die Bibel Nur die Bibel, nur die Bibel Manche Kreise sind so klein Ein andrer durch der Zahlen Gunst Altväterlich an andrem Ort Solchen Kreisen ist zu eigen Sie finden in der heil` gen Schrift Könnt es denn möglich sein
Bibel
Bibelforscher Hart im Glauben gleich dem Eisen Oh wie kann man sich dran laben All das viele Wortgegrübel Dankbar solchem Seelenspiegel |
Der rechte Pfad
"Befinde ich mich auf dem rechten Pfad?",
fragte Schwarzbär.
"Selbstverständlich", antwortete Meister Rabe, "Vielfraß
befindet sich ebenfalls auf dem rechten Pfad."
"Vielfraß?", erwiderte Schwarzbär erstaunt, "der
scheint mir die Richtung verloren zu haben."
"Das ist sein Pfad", entgegnete Meister Rabe.
Unbekannt
Was es ist
Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Es ist Unglück, sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst.
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Es ist lächerlich, sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Erich Fried
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Licht
Suchst du das wahre Licht, |
Fritz
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Wie kann man erkennen, ob man liebt, |
Fritz